Mittwoch, 26. Oktober 2011

Hintergrund: Interview mit Henrik Albrecht anläßlich der ARD Hörspieltage 2011

Hörspiele sind wie eine Flaschenpost
Interview mit Henrik Albrecht von Ramona Dusch

Der Kölner Komponist und Musiker hat sich der Komposition von Musik für Hörspiel- und Theaterproduktionen verschrieben. Seine bekanntesten Bearbeitungen sind „Das Gespenst von Canterville“ sowie „Der Krieg der Knöpfe“. Bei den diesjährigen ARD Hörspieltagen in Karlsruhe bringt Henrik Albrecht eine Nachinszenierung seines Orchesterhörspiels „Alice im Wunderland“ auf die Bühne.

Trailer zu den ARD Hörspieltagen (c) by SWR

Das Live-Orchesterhörspiel bei den ARD Hörspieltagen erlebt jedes Jahr einen Besucheransturm. Worin sehen Sie die Attraktivität dieser Veranstaltung?

Bei einer akustischen Kunstform wie dem Hörspiel ist es ja nicht einfach, den Aufwand und all die Mitwirkenden, die für das fertige Hörspiel nötig sind, sichtbar zu machen. Beim Orchesterhörspiel sitzen alle Beteiligten auf der Bühne und ich bekomme jedesmal eine Gänsehaut, wenn ich erlebe, wie an die 60 Künstler gemeinsam an dem Klang und der Geschichte weben. So können alle hautnah erleben, was es braucht, um ein Orchester-hörspiel umzusetzen. Übrigens mit einem wunderbaren Orchester - die Junge Süddeutsche Philharmonie Esslingen unter Andreas Kraft - und mit drei begnadeten Schauspielern - Laura Maire, Uli Noethen und Stefan Kaminski.

Was ist die Besonderheit eines Orchesterhörspiels im Vergleich zu einem normalen Hörspiel?

Beim Orchesterhörspiel ist natürlich die Musik sehr wichtig. Alle Geräusche, alle Räume und die Atmosphäre des Ganzen werden von der Musik bestimmt. Ob sich Alice auf einer herr-lichen Blumenwiese oder in einem dunklen Wald aufhält, dies alles wird durch die Musik dargestellt. Das Orchester erweckt eine ganze Welt zum Leben, durch die sich die Schau-spieler dann bewegen. Für die Schauspieler ist es auch eine besondere Erfahrung, sich mit ihrem Text auf eine Livemusik zu setzen. Dies lässt für die Darsteller ein anderes Spiel zu. Es entsteht ein Nehmen und Geben zwischen Musik und Text. Schon bei der Bearbeitung des Textes ist es für mich wichtig, die Musik im Kopf zu haben. Ich lese dann den Text schon in Ansätzen wie eine musikalische Form. So ist der Tränensee wie ein symphonischer Steigerungssatz angelegt, die darauf folgende Raupe ist dann eher der langsame Satz, die Herzkönigin hat in ihrer aufbrausenden Art eher Finalcharakter und so weiter. So entsteht schon in der Textbearbeitung eine kleine symphonische Form mit verschiedenen Charakteren.

Worauf achten Sie, wenn Sie ein Hörspiel für Kinder schreiben?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder ihre Hörspiele heiß und innig lieben. Dass eine CD dann an die 300-mal gehört wird, ist nicht ungewöhnlich und macht die Last der Verantwortung für einen Komponisten größer. Ich glaube, meine ernste Musik für den Konzertsaal wird nicht so oft gehört wie meine Orchesterhörspiele. Und etwas zu komponieren, das auch beim 300ten Hören interessant bleibt, kann einen schon unter Druck setzen. Und, liebe Eltern, ich komponiere das auch für Euch, die Ihr eventuell zum 300ten Mal mithören müsst. Ich hoffe, Ihr könnt selbst dann immer noch was Neues in der Musik entdecken. Auch finde ich es sehr spannend, Hörspiele für Kinder wie Botschaften zu verstehen, die durch die Zeit reisen. Ich habe meine Lieblingshörspiele der Kindheit auch einmal Jahre später gehört. Es ist dann schön, wenn es auch in einem anderen Lebens-abschnitt immer noch etwas auf den ausgenudelten Kassetten zu entdecken gibt. Diese Hörspiele sind dann wie eine Flaschenpost, die später erst vom Empfänger geöffnet und verstanden wird, nachdem sie etwas durch die See der Zeit gedümpelt ist. So habe ich an ein paar Stellen ein Augenzwinkern in die Musik komponiert, das man vielleicht erst später versteht, wenn man schon mehr klassische Musik gehört hat.

Welche Herausforderungen haben sich für Sie bei der Hörspielbearbeitung von „Alice im Wunderland“ gestellt?

Die große Schwierigkeit bei dieser Art des Hörspiels ist es immer, beide Elemente, Text und Musik, auf eine Ebene zu bringen. Das bedeutet, dass ich den Text in meine Musik hinein komponieren muss. Für jeden Satz muss ich einen musikalischen Rahmen schaffen, dass er gehört werden kann und doch auch künstlerisch von der Musik unterstützt wird. Es soll ja ein Gesamtkunstwerk entstehen, was hinterher mehr ist als nur die Summe aus Text und Musik. So darf jeder gesprochene Satz nur die Länge haben, die in der Musik komponiert ist. Wenn beispielsweise Alice in dem Tränensee zu ertrinken droht, wird sie von den Klangwogen des Orchesters umspült, die begreiflicherweise sehr laut und mächtig sind. Das heißt, es gibt nur wenige Stellen in der Musik, in denen Alice sprechen und gehört werden kann. Für die Schauspieler bedeutet das, dass sie während sie den Text gestalten auch noch auf die Musik hören, sie genau die Klangwelt um sich herum erleben müssen, um sich in das große Ganze einfügen zu können. Mit Laura Maire, Uli Noethen und Stefan Kaminski bin ich natür¬lich überglücklich, drei Schauspieler gefunden zu haben, die diese Aufgabe virtuos meistern.

Welche Stoffe eignen sich besonders gut für ein Orchester-Hörspiel?

Stoffe, die eine gewisse Bekanntheit haben, empfinde ich als besonders geeignet für ein Orchesterhörspiel. Das Orchesterhörspiel ist eine ganz neue Darstellungsform für eine Geschichte. So finde ich es immer besonders reizvoll, sehr bekannte Stoffe auszuwählen, denen ich durch die Bearbeitung zu einem Orchesterhörspiel eine neue Facette hinzufügen kann. Auch für den Hörer halte ich es für spannender, die Kombination Text und Musik bei einem bereits bekannten Text zu erleben. Darüber hinaus freue ich mich, wenn die Geschichte ein gewisses Maß an Wundern oder eine Brechung der Realität enthält. Diese sind immer besondere Einstiegsmöglichkeiten für die Musik.

Was hat Sie an dem Stoff von „Alice im Wunderland“ gereizt?

Meiner Meinung nach ist die Geschichte „Alice im Wunderland“ wie ein Spiegel, in dem sich der Lesende sehr stark selbst erblickt. Somit gibt es unendlich viele Auffassungen und Inter-pretationen von „Alice“. Vielleicht rührt es daher, dass ich die „Alice“ als eine Geschichte über die Macht des Geschichtenerzählens gelesen habe. Ich stelle mir den Nachmittag und die gemütliche Bootsfahrt vor, bei der Lewis Carroll seiner Alice die erste Form der Geschichte erzählt hat, und ich denke, beim Erzählen hat Lewis Carroll sehr viel über sich und über Alice zu Tage befördert. Carroll setzt seine junge Hörerin immer neuen Situationen aus, verunsichert sie und stellt ihre Welt in Frage. Beim Erzählen erfahren beide mehr über sich selbst. So mag es sein, dass ich mich als Komponist auch in dieser Geschichte spiegele, wenn ich sie als eine Erzählung über die Wirkung von Kunst verstehe. So sind, denke ich, die Hörer unseres Orchesterhörspiels vielleicht nach der Aufführung auch nicht mehr dieselben wie vorher. Vielleicht entdecken wir ja alle noch den Schmetter¬ling, der in uns schlummert.

Hintergrund

„Alice im Wunderland“ – Live beim ARD Kinderhörspieltag in Karlsruhe
Orchester-Hörspiel von Henrik Albrecht nach dem gleichnamigen Kinderbuch
Mit Laura Maire, Stefan Kaminski und Ulrich Noethen
Orchester: Junge Süddeutsche Philharmonie Esslingen
Leitung: Andreas Kraft
Komposition: Henrik Albrecht
Bearbeitung und Regie: Henrik Albrecht
Co-Produktion NDR / SWR / WDR / DKultur / HR / BR

Quelle: "ARD Hörspieltage 2011/www.radio.ard.de"

Montag, 17. Oktober 2011

Hintergrund: Perry Rhodan "Tamer" nun als Crowdfunding

Mehr Geheimnisse zu Perry Rhodan: TAMER gelüftet – Trailer, Hauptrollen & Crowdfunding

Nachdem im letzten Monat der Serientitel des interaktiven Perry Rhodan Hörspiels enthüllt wurde, gibt es nun in einem Trailer die ersten Einblicke zu Perry Rhodan: TAMER. Die Uraufführung fand am 01. Oktober 2011 fast zeitgleich auf der WeltCon in Mannheim und der Medienmesse in Magdeburg statt.

Wenn Du Dir selbst einen ersten Eindruck verschaffen möchtest, kannst Du das hier tun.

Auch erste Informationen über die Sprecher und Charaktere werden endlich gelüftet: So wird der galaktische Spieler Ronald Tekener eine wichtige Rolle in dem Hörspiel zuteil, der von der bekannten Stimme von Michael-Che Koch gesprochen wird. Ronald Tekener ist einer von wenigen Trägern eines Zellaktivators und somit relativ unsterblich. Die Protagonistin Kylie Kaelis, eine junge TLD-Agentin, bekommt ihre Stimme von Nana Spier verliehen, die Stimme von Gossip Girl und Sarah Michelle Gellar, bekannt aus Buffy.

Das erste interaktive Perry Rhodan Hörspiel für iPhone und Co wird von der Audiogent GmbH und Audionym produziert. Der Release der ersten Folge, die den Namen „Paket 47“ tragen wird, ist für Ende 2011 geplant.

Aber es gibt noch mehr zu berichten. Interaktive Hörspielfans und Perry Rhodan Begeisterte haben seit heute, nun auch die Möglichkeit sich direkt einzubringen. Audiogent hat auf startnext.de dem Crowdfundingportal für Künstler, Kreative und Erfinder zum Fundraising für „Perry Rhodan: TAMER“ aufgefordert: http://www.startnext.de/perryrhodan

Robert Lübke (COO Audiogent) erklärt hierzu: „Nachdem wir bereits seit Monaten an diesem Titel arbeiten, haben wir festgestellt, dass wir dabei sind, eine größere Geschichte zu erzählen als ursprünglich geplant. Wir wollen diese Geschichte umsetzen, daher setzen wir auf startnext.de um weitere Gelder für die Realisierung dieser fantastischen Geschichte zu sammeln.“ Tino Kreßner (COO, startnext.de) „Es ist schön zu sehen, dass inzwischen auch Verlage und Produzenten mit bekannten Marken wie ‚Perry Rhodan‘ auf Crowdfunding setzen“. Robert Lübke und Tino Kreßner starten heute auf der Buchmesse in Frankfurt die Fundingphase.

Wird Audiogent mit 47,- € unterstützt, erhält der Unterstützer eine von 300 CDs, mit der linearen Fassung des interaktiven Hörspiels. Diese exklusive CD wird es nie im Handel geben, sie ist ausschließlich für Unterstützer und Teammitglieder gedacht.

Quelle: Patty Promotion Newsletter

Hintergrund: Drei ??? Zentrale APP (Gratis)

Endlich ist sie da: Die kostenlose App (iPhone) für alle Fans der Die drei ???. Entdecke Rocky Beach und die Welt um Justus, Peter und Bob!



Mit dieser App bist du deinen Lieblingsdetektiven immer auf der Spur: Erhalte alle Neuigkeiten und stelle im Quiz dein Wissen unter Beweis. Finde alle Folgen der Die drei ??? im übersichtlichen Katalog, verwende die schönsten Cover als Wallpaper oder vernetze dich mit anderen Fans.

Die App ist zunächst nur für’s Iphone erhältlich, sobald wie möglich jedoch auch für Smartphones mit Android System.

Alle Folgen auf einen Blick
Im Katalog findest du alle Bücher, Hörspiele und Spiele von Die drei ??? – mit Coverabbildungen. Umfangreiche Infos sowie Lese- und Hörproben verraten mehr über die jeweilige Folge. Die Such- und Sortierfunktion hilft dir bei deinen Recherchen.

Spiel und Spaß in Rocky Beach
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News
Nie wieder eine neue Folge verpassen! Die App hält dich über alle News von Justus, Peter und Bob und ihren neuen Abenteuern auf dem Laufenden.

Dein drei ??? Netzwerk
Deine Freunde sind auch große Fans der Detektive oder du findest, dass sie das auf jeden Fall werden sollten? Dann teile alle Infos zu den drei ??? oder die aktuellen News via E-Mail oder Facebook mit deinen Freunden und anderen Fans oder verkünde dein hervorragendes Quiz-Ergebnis!

Quelle: Sony Music Germany Newsletter

Hintergrund: Firuz Askin verstorben

Gerade erreichte mich eine traurige Nachricht aus dem Hause Titania Medien:

"Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass Firuz Askin am 3. 10.2011 verstorben ist. Er hat mit seinen 119 Cover-Illustrationen auf unnachahmliche Weise unsere Außenwahrnehmung geprägt. Wir sind sehr dankbar für die erfüllende 7-jährige Zusammenarbeit und vermissen ihn schon jetzt schrecklich – menschlich und künstlerisch. Eine ausführliche Würdigung des großen Cover-Künstlers folgt..."

Firuz Askin (1924-2011)


Seine tollen Illustrationen haben immer Inhalte der Hörspiele beinhaltet. Technisch war er einer der Besten im Hörspielbereich. Beim Hörspiel-Award 2010 (Die Besten der Besten) konnte er sich als 10-Jahres-Sieger beim "Besten Cover" über den Gold-Award freuen.


Ruhe in Frieden!