Montag, 19. Juli 2010

Rezension: Hellboy - 08 - Baba Jaga, Köpfe, Sarg in Ketten

Hellboy mal 3

Hellboy muss in den drei Kurzgeschichten gegen die Hexe Baba Jaga antreten, hat es mit Dömonen zu tun, die Nacht den Kopf verlieren und zum Schluss hat er einen ebenbürtigen Gegner.

Die drei Kurzgeschichten gehen ineinander über. Dabei verliert sich ein Story-Charakter, den ich bei Hellboy-Hörspielen immer gemocht habe. Dafür hat der Humor hier einen hohen Stellenwert, vor allem bei der Folge mit den Köpfen. Da sind ein paar böse Schmunzler drin!

Tilo Schmitz, der Hellboy auch in den Filmen synchronisiert, zu besetzen ist wohl Ehrensache. Gefallen hat mir Aranka Mamero-Jaenke, die hier als alte Frau super spricht.

Die Musik- und Geräusche-Auswahl ist gut und ein großes Plus bei Lausch.

Unglaublich! Das Cover zeigt eine Szene aus dem Hörspiel! Das kommt vermutlich aus dem Comic und zeigt auch den Charakter des Hörspiels. Denn das Comichafte kommt sehr gut heraus.

Fazit: Mir sind 'richtige' Hörspiele mit dem Sonderermittler der BUAP - welche mit durchgehender Story und Handlungsbogen. Die Kurzgeschichte-Version hier ist aber gut gemacht.

Sonntag, 18. Juli 2010

Rezension: Die Knickerbocker-Bande - 12 - Hinter der verbotenen Tür

Welches Grauen steckt hinter der verbotenen Tür?

Dagmar, die die Knickerbocker-Bande eigentlich ins Ferienlager gerufen hat, verhält sich komisch und abweisend. Hat es was mit dem Geheimnis hinter der Tür zu tun, die den Kindern schon bei der Ankunft verboten wird. Doch die Knickerbocker halten nicht locker und erkennen bald, dass sie es mit einem gefährlichen Gegner zu tun haben. Aber was ist das Geheimnis um Dagmar ...?

Eine wiederum gute Folge der Knickerbocker-Serie, die erstmals 2002 als MC bei Ravensburger erschienen ist. Die Serie schafft nun zu Recht den Spur auf die CD.

Die Hauptsprecher machen alle einen guten Job. Immer wieder gerne höre ich Douglas Welbat (Macabros) als Erzähler.

Der ausgesuchte Soundtrack ist gut und man erkennt die Stücke wieder. Die Geräusche sind diesmal sehr gut, vor allem, wenn es um Geräusche hinter der Tür geht.

Die Cover der Neuauflage von Jumbo sind alle den Buchcovern angelehnt und unterscheiden sich von der Originalauflage. Die Illustration kann durchaus eine Szene aus dem Hörspiel zeigen.

Fazit: Gute Halbzeit bei Jumbo. Sie können noch mehr Folgen auf CD herausbringen. Ich hoffe, dass man sich mal für eine Neuproduktion entschliesst. Man müsste Sven Stricker mal fragen ...

Rezension: Die Knickerbocker-Bande - 11 - Das Kabinett des Dr. Horribilus

Ich hatte mich gefreut: ein neues Knickerbocker-Abenteuer.... Aber: es ist die Alte Ravensburger-Folge ''Das Geheimnis des Herrn Halloween''.

Ist Axel verrückt geworden? Während eines Urlaub scheint er sein Gedächtnis verloren zu haben. Zusammen mit Lilo, Poppi und Dominik versucht er, die Lücken zu schliessen. Die Spur zu Herrn Halloween, der sich nicht nur am 31.10. zu verkleiden scheint...

Die Story ist für die Knickerbocker-Bande üblich: komische Gestalten, eine verrückte Story und ein plausibles Ende sorgen eine Stunde für Spannung. Dafür steht der Name Brezina natürlich!

Die Stimmen sind gut ausgesucht. Henry König schiesst als Herr Halloween natürlich den Vogel ab - das ist anhand der Rolle schon klar. Wolff Frass ist als Onkel Jonathan nett zu hören.

Sound, Musik und Effekte sind auf dem Niveau von 2002 gut. Das Titellied ist sowas von Euro-Techno - aber das war damals wohl modern.

Das Cover wurde dem Buchcover nachempfunden und unterscheidet sich von der alten Auflage der Serie.

Fazit: Völlig zu Recht erscheinen die Knickerbocker erneut auf CD. Die Geschichten sind spannend und können es ohne weiteres mit TKKG aufnehmen.

Rezension: Die Drei ???- 139 - Das Geheimnis der Diva

Das hätte was hergeben können, der Plot wäre toll gewesen.

Die Drei ??? müssen für Onkel Titus Bühnenkulissen abladen bis der Mann kommt, von dem Onkel Titus die für einen Spottpreis gekauft hat. Doch der will nichts davon wissen. Das kommt den Juniordetektiven spanisch vor und so gehen sie der Sache nach. Auf einmal ist Helena Darraz auf der Bühne des alten Theaters in Rocky Beach und weitere Nachforschungen enden fast tödlich. Was steckt hinter dem ''Geheimnis der Diva'' ...?

Inhaltsangabe und Plot lesen sich besser als das Hörspiel geworden ist. Ein paar Dinge sind dann doch sehr verworren und konstruiert, sodass leider nur ein mittelmässiger Fall auf ''neuem'' Niveau herauskommt.

Da retten die vielen bekannten Gastsprecher wie Sascha Rotermund, Tilman Madaus, Céline Fontanges und Susanne Wulkow dann die Geschichte leider nicht.

Musik und Geräusche sind alte Bekannte, werden aber nicht optimal eingesetzt. Dabei freut man sich, wenn man die Titelmelodie gehört hat auf mehr.

Das Cover ist gut, paßt zum Titel der Story.

Fazit: Eine mittelmässige Folge. Die Serie schafft es nicht, einmal auf Niveau zu bleiben. Das liegt vermutlich an den vielen Autoren!

Rezension: Videospielhelden - 01 - Far Cry

Action mal ganz anders.

Jack Carver, Spezial-Soldat, hat sich zur Ruhe gesetzt. Doch als eine Rakete sein Boot zerstört, wird er sauer. Auf der ''Suche'' nach Schuldigen, bekommt eine eine geheime Forschungsinsel mit ihm zu tun. Doch wer steckt hinter den geheimen Experimenten und wer meint es gut mit ihm ...

Zuerst die wichtigste Information: ich kenne den Film nicht. Filme von Uwe Boll scheinen in der Szene nicht immer optimal gelitten zu sein. Aber das ''Hörspiel zum Film'', das im Übringen völlig neu produziert ist für die Serie "Viedeospielhelden" und kein O-Ton ist, knallt mächtig.
Natürlich sind über zwei Stunden Dauergeballere und Explosionen schwer umzusetzen. Hier kommt das aber so temporeich rüber, wie es auch sein soll.

Thomas Nero Wolff spricht hier gut den Jack Carver. Den, den ich mir in der Rolle auch gut vorstellen könnte, ist 'nur' Erzähler: Manfred Lehmann. Neben ihnen wirken duzende bekannter und guter Sprecher mit. Die Liste ist lang.

Die ausgesuchte Musik ist klasse und es gibt auch ein paar augenzwinkernde Sequenzen (z.B. gibt es eine A-Team-Anspielung). Die Geräusche sind gut, vor allem, weil es viel Bumm und Knall Knall gibt. Das ist überzeugend gelöst.

Beim Cover bedient sich Holysoft dann doch dem Filmcover und da darf Till Schweiger nicht fehlen. Im Hörspiel darf, nein - er muss!

Fazit: Klasse Action-Hörspiel und vermutlich das mit den meisten Toten. Action ab 16 würde ich sagen!

Freitag, 16. Juli 2010

Rezension: Kong (Kaminski on Air)

Ein Hörspiel mit einem Sprecher? Kaum einer kann das so wie Stimmakrobat Stefan Kaminski.

Die Story ist bekannt: Regisseur Denheim nimmt eine süße Schauspielerin mit nach Skull Island, um dort einen Film zu drehen. Doch da stossen sie auf den Riesenaffen Kong, den man mit nach New York nimmt ...

Pfeiff auf die alte Story. Stefan Kaminski verblüfft mit seiner Stimme, dass man das mit nur einem Sprecher hinbekommt. Klar, man kann viel schneiden und x-en ... ABER DAS HIER IST LIVE!

In jede Rolle schlüpft der Stimm-Akrobat bravurös und das auch in temporeichen Rollenwechseln. Das verdient Respekt. Da kommt ein Rufus Beck vermutlich nicht mit. Und wenn ich mir das Booklet und die anderen Stücke von ihm ansehe, dann muss man ihn auch live erlebt haben - denn die Rollen spielt der noch obendrein.

Die Geräusche macht Stefan ebenfalls einfach mit. Hilfe bekommt er 'nur' von Stefan Hilken, der ihn mit Musik und weiteren Geräuschen unterstützt.

Das Cover ist schlicht gehalten und zeigt Stefan und Kong (links) :-) Im ausführlichen Booklet ist neben Lauscherlounge-Werbung auch interessantes zum Sprecher zu finden.

Fazit: Ich bin froh, Stefan einmal live gesehen zu haben. Dann weiss man, das er die Stücke, die er macht, lebt. Ein großartiger Künstler, der hier mit Kong eine eindrucksvolle Visitenkarte hinterläßt.

Rezension: Die größten Fälle von Scotland Yard - 09 - Schneesturm

Wer richtet die Drogenbarone?

Die Abteilung des CID hatte ein Ziel: den Drogenring bei der Fusion zu zerschlagen. Doch dazu kommt es nicht, den bei dem Treffen wird einer in die Luft gesprengt. Aufgescheucht merken die Kartelle nun, dass ihnen die Polizei auf der Spur war und werden vorsichtiger. Doch auch das kann nicht verhindern, dass der unbekannte Täter weiter unter den Gaunern mordet....

Am Ende kann man in der Rezension wenig spoilern, ohne die Spannung , die im Hörspiel ist und die überraschende Auflösung vorwegzunehmen. Eine gute Story.

Bei den Stimmen verlässt man sich bei der Serie aus Einzelhörspielen auf die bewährte Maritim-Mannschaft. Dabei setzt man diesmal auf die meiner Meinung netteste Stimme der Riege: Melanie Manstein. Christian Rode macht seine kleine Nebenrolle als Pathologe aber auch gut.

Die Musik ist passend und die Geräusche sind gut.

Beim Cover bleibt man den Illustrationen von Marc Chrostek treu und das ist sicher auch gut so.

Fazit: Wieder gut, moderne Krimifolge. Gut, das Maritim weiter Erwachsenen-Hörspiele produziert.

Rezension: Planet Eden - 06 - Teil 6

Einer Katastrophe entkommen, wartet die nächste ...

Utagawa findet etwas furchtbares heraus: die Erde wird erneut von einer globalen Katastrophe erschüttert werden. Die Kopernikus versucht verzweifelt, weitere Überlebende zu evakuieren. Doch auch haben die Crewmitglieder auch noch einzelne Probleme zu lösen....

Bei der Folge möchte ich nicht viel Spoilern. Fans der Serie werden durch das Schauen ins Booklet schon genug erfahren. Die Story ist toll und nimmt Fahrt auf.
Folge 6 schließt wiederrum direkt an Folge 5 an - man sollte die vorrangegangen Folgen gehört haben! Ein Quer-Einstieg ist da kaum möglich.

Die Hauptsprecher kommen bei Maritim häufig vor. Michael Schertaner finde ich hier gut als Helix, der verfremdet und abgehakt eine überzeugende Leistung bringt.

Synth-Musik und gute Geräusche machen die SciFi-Atmosphäre perfekt.

Ob das Cover eher eine Wasserkatastrophe zeigt, kann ich nicht genau erkennen. Würde dann nicht zum Inhalt passen. Finde ich aber besser als das Cover der Folge 5.

Fazit: Wieder ein böser Cliffhanger in der Folge und hoffentlich geht es bald weiter. Nach den letzten beiden Folgen fesselt mich die Serie sehr.

Rezension: Planet Eden - 05 - Teil 5

Uff! Kein Eden, diese Erde ...

Die Crew der Kopernikus trifft in Station 9 wirklich auf Menschen. Erleichtert sind sie, das sie einen supernetten Empfang bekommen. Doch schon bald merken sie, dass etwas nicht stimmt. Wie konnten die Menschen so lange überleben und wer regiert die Station? Als sie hinter das Geheimnis kommen, ist es fast zu spät.

Hier rächt sich etwas, dass die Folgen doch mit gehörigem Abstand erscheinen. Die Folge schließt nahtlos ohne Erklärung an die Folge 4 an. Für einen Einstieg in die Serie nicht zu empfehlen.
Dafür erwartet den Hörer der Serie eine tolle Fortsetzung mit einer Menge böser Überraschungen.

Die Sprechercrew ist gut ausgesucht und man kennt sie aus dem Folgen davor. Auf der Station erwartet die Crew der King of Queens (Thomas Karallus) und seine Frau (Christine Pappert). Sind die Assoziationen gewollt?

Musik und Geräusche sind gut und passen zur Science Fiction Story.

Nach vier Covern kommt das Aus für die Cover von Marc Chrostek, was ich bedauere. Es kommt aber dem Label-CI näher.

Fazit: Eine Serie, die spannend ist. Ohne Titelnahmen ist kaum auszumachen, wie lange es noch weitergeht. Aber die Lage spitzt sich zu.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Rezension: Die letzten Helden - 03 - Die Wüste der Ewigkeit

Diese Mammut-Produktion muss man sich reintun!

Sir X und Amon finden sich in einer Sklavenkaravanne wieder und werden an unterschiedliche Herren verkauft. Während der Magier X bei einem Perversen unterkommt, muss Amon sich auf Kämpfe und Leben und Tod einstellen. Im Verlauf der Geschichte begleiten sie Aisha auf der Suche nach Ihrem geliebten und sind kurzfristig bei Ali Bapa (und seinen 39 Kriegern!). Am Ende müssen Sie gegen einen Titanen kämpfen und lösen Aishas Geheimnis...

Nach einem mehr oder weniger Kriminalfall und einem Höhlen-Abenteuer sind die Protagonisten (bumm!) in einer Sklaven- und Action-Geschichte unterwegs. Vermutlich machen die unterschiedlichen Stories, die noch zudem exxelent produziert sind, den Reiz der Serie aus. Ohne jedoch die Große Suche außer Acht zu lassen.

Mit Sir X (Dietmar Wunder) und Amon (Kim Hasper) hat man sich zwei sympatische Stimmen und Charaktere erschaffen, denen man durchweg gerne zuhört. Eye (Engelbert von Nordhausen) sei da nicht vergessen.
Insgesamt wartet die Produktion mit über 30 Sprechern natürlich mit einem Cast auf, der seines Gleichen sucht. Und da sind eine Menge bekannter Namen dabei wie Michael Pan, Christian Rode, Bernd Vollbrecht uvm.

Die Musik wird der Story angeglichen: Orientalische Klänge bestimmen das Bild und das passt natürlich super zum Inhalt. Auch die Geräusche sind auf hohem Niveau.

Die Cover-Illustration zeigt eine Szene aus dem Hörspiel und damit auch den Titanen. Was ein wenig komisch aussieht mit der Schnecke - das müsst Ihr Euch im Hörspiel anhören.

Fazit: Drei toll, lange, interessante und spannende Folgen zum Einstieg in eine Serie, die 30 Folgen haben wird (!). Das ist ein Einstieg nach Maas. Und ich freue mich jetzt schon drauf, wie es (hoffentlich bald!) weitergehen wird.

Dienstag, 13. Juli 2010

Rezension: Mark Brandis - 10 - Raumsonde Epsilon (Teil 2v2)

Und es geht noch besser weiter als im ersten Teil.

Überraschend taucht Grisha auf und sie können D'Arcy entkommen. Auf dem Weg zur Raumsonde fallen sie aber in die Hände der Orientalen, die sie wieder festsetzen. Doch dann kommen die drei Parteien doch auf die Raumsonde und müssen erkennen, dass manche Dinge größer sind, als man selbst denkt ...

Story:Top! Produktion:Top! Sprecher:Top! Was will die Serie denn noch draufsetzen. Wenn man den Standard hier hällt, fühle ich mich weiter gut unterhalten. SciFi-Fan muss man schon sein. Und wer es nicht ist, kann es hier werden!

Michael Lott und David Nathan, Mark Bremer und Michael Pan, Udo Schenk und Anke Reitzenstein. Ich köntne weiter aufzählen - aber die Auswahl ist genial.

Musik und Geräusche sind auf den Punkt und so, dass man immer mitten drin in der Story ist. Im Weltraum, genau wie in einer Barracke oder in einer Sonde eine außerirdischen Intelligenz.

Das Cover und die Illustration sind unklar genug, das es die Sonde sein kann, um die es geht. Dass man mit dem Zweiteiler hier endlich auch ein zweites Cover bekommt, ist wichtig und richtig.

Fazit: Wieder ein genialer Zweiteiler von einer genialen Serie, die für mich die Nummer 1 in Science Fiction ist.

Rezension: Mark Brandis - 09 - Raumsonde Epsilon (Teil 1v2)

Der erste Teil von einem genialen Zweiteiler.

Mark Brandis ist mit der havarierten Delta IX auf dem Weg zur Erde. Doch auf einmal ist diese weg. Sie können ermitteln, dass die orientalischen Republiken dahinterstecken. Doch kurz bevor sie die Delta IX zurückerobern können, werden Sie auf eine Mission abberufen, eine Raumsonde eines fremden Volkes in Besitzt zu nehmen. Dabei müssen Sie nach einem Angriff auf eine Raumstation. Doch da wartet eine böse Überraschung ...

Von der Machart her ist das genau das, was ich als Science Fiction-Fan hören will. Diese Produktion trifft schon seit der ersten Folge bei Steinbach Sprechende Bücher meinen Nerv. Und das ist bei Folgenreich nicht schlechter geworden. Vielmehr werden die Stories interessanter.

Michael Lott ist als Mark Brandis mehr als überzeugend. Die Sprecher in seinem Team sind gut ausgesucht, vor allem Michael Pan als Ingenieur ist super. Udo Schenk ist wieder als Bösewicht zu hören und das ist wieder mal seine Paraderolle.

Die Sounds sind so gut, dass man vergißt, nicht auf einem Raumschiff zu sein. Die Musik ist ebenfalls auf die Story abgestimmt und insgesamt macht das einen tollen Eindruck.

Endlich gibt sich Folgenreich einen Ruch und investiert bei dem Zweiteiler mal in unterschiedliche Cover. Ich erkenne in der Illustration auch eine Szene aus dem Hörspiel.

Fazit: Als SciFi-Fan genau das, was ich will. Auf höchstem Niveau produzierte gute Story. ''Mehr und Häufiger'' kann da nur die Ansage sein.

Montag, 12. Juli 2010

Rezension: Insignium - 03 - Das schwarze Reich

Die Serie nimmt an Fahrt auf...

Sonderermittler Pater Sante della Vigna soll auf Geheiss des Papstes ein Verbrechen aus der Nazi-Zeit aufklären. Die Spur führt ins Müsterland auf die Wevelsburg. Dort tappt der Pater in eine Falle. Doch wem will die Nazi-Anführerin den heiligen Speer übergeben ...?

So langsam wird das Große Ganze sichtbar, auf das die Serie aufzubauen scheint. Jedenfalls für den Hörer ist am Ende klar, wer weitere Fäden zieht. Interessant war die Folge für mich auch, weil wir mal mit der Schule zwei Wochen auf der Wevelsburg waren und ich die Gegebenheiten dort kenne.

Die rasante Story hat schöne Actionelemente, die durch den harten Soundtrack und gute Effekte super rüberkommt. Mich beschleicht das Gefühl, das hier noch mehr drin ist.
Neben dem Nightwish-Titelsong war am Ende von Greta Wolff noch ein Musikstück zu hören, das nicht im Booklet geführt ist, aber auch genannt werden sollte. Vielleicht bekomme ich es heraus.

Dietmar Wunder passt als Hauptsprecher natürlich gut in die Serie. Er hat damit eine ganze Handvoll Hauptrollen. Man muss schauen, dass man die tolle Stimme nicht überstrapaziert. Bernd Vollbrecht (auch Gabriel Burns) scheint mir hier noch eine wichtigere Rolle zu bekommen.

Die Grafik zeigt ein Schanier von einem Buch und em Ende findet sich die Lösung in einem solchen. Insofern passt das Titelfoto.

Fazit: Die dritte Folge überbietet die Startfolgen mit Action bei weitem. Man kann auch mit der dritten Folge anfangen, aber es macht Sinn, die Einführungsfolgen 1 und 2 dazu zu hören. Für den Einstieg in die Maritim-Serie sind die drei Folgen ideal.

Sonntag, 11. Juli 2010

Rezension: Dark Trace - 07 - Weißes Fleisch

Ich brauche hier dringend eine ''Thriller-Kategorie''. Das ist eine Hörspiel-Empfehlung, aber nur ab 18!

Cornelius Liewens muss einen Fall bearbeiten, der ihn innerlich auf das heftigste mitnimmt. Eine junge Frau wurde ermordet, die der Sadist nicht nur vergewaltigt hat, sondern sie auch zwang, Fleisch zu essen - ihr eigenes ...
Die Spur führt zu einem Trittbrettfahrer, der genauso vorgeht, wie der Kanibale van Dresden. Und genau die Spur führt Cor Liewens und Dr. Stine Lindberg, die Gerichtsmedizinerin, nach Spanien....

Die Serie ist wirklich heftig und Maritim täte gut daran, die Folgen ''ab 18'' zu kennzeichnen. Nicht auszudenken, was passiert, wenn ein 12-jähriger die mal eben mit einer Jan Tenner- oder Sherlock Holmes-Folge mitnehmen wurde.
Das hier ist nichts für schwache Nerven.

Nicht, dass die Story aben ''Thriller'' ist, sondern weil ein paar ekelige Szenen wirklich einfach und brilliant umgesetzt sind. Man bekommt deutlichere Bilder im Kopf, wie geschildert werden.

Die Sprecher sind gut und vor allem Martin Kessler kommt als Cor Liewens wie ein holländischer Dobranski rüber (Kompliment!). Der Kanibale van Dresden wird im Booklet nicht genannt. Ist das Dietmar Wunder ?

Das Cover ist ein Eye-catcher und der Hinweis ''nichts für schwache Nerven'' zu klein. Es paßt aber ins CD der Serie und zum Inhalt auch.

Fazit: Ich bin froh, dass das Label Maritim hier den Schneid hat, Erwachsenen-Hörspiele zu produzieren. Harte Thriller, die es in sich haben. Die finde ich richtig gut.

Freitag, 9. Juli 2010

Rezension: Projekt Meru - 03 - Die Gesetze der Dunkelheit

Hier entwickelt sich eine Konkurrenz zu Gabriel Burns.

Les Parker hat besondere Fähigkeiten. Das ist im mittlerweile klar. Welche genau und wie er sie kontrollieren kann, das muss er noch erfahren. Und entscheidend für ihn wird sein, auf welche Seite er sich schlägt. Doch wer ist gut und wer ist böse ...?

Es ist ein wenig schade, dass die Folgen mit so weitem Abstand kommen. Wer aber neu einsteigen will, für den ist die 3er-Dosis der Serie sicher richtig (vor allem nach dem Cliffhanger, mit dem es hier weitergeht).
Mein Vergleich mit Burns hinkt ein wenig, dass hier schon klar ist, dass der Hauptakteur besondere Fähigkeiten hat. Aber was das Projekt Meru ist, das ist immer noch ein Rätsel.

Natürlich hat man mit Tobias Meister (auch: Drizzt) eine tolle Stimme ausgesucht. Die Sprecher neben ihm sind sicher auch sehr gut.

Musik und Geräusche sind gut und haben auch einen Gabriel Burns-Charakter, auch wenn die Instrumentierung nicht so pompös ist. Der Stimmung im Hörspiel tut das keinen Abbruch.

Das Cover ist minimalistisch und noch komme ich nicht hinter das Geheimnis. Ich habe alle drei Cover mal nebeneinander gelegt. Vielleicht kommt die Erkenntnis dann später.

Fazit: Eine schöne Mystery-Serie, die den geneigten Fan in eine fanstastische Welt entführt.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Rezension: Die Ferienbande - 06 - und der kolossale Terror

Getrübt wird das Picknick nur durch Terroristen...

Nach den Ferien ist die Schule irgendwie leer. Das fällt anscheinend nur der Ferienbande auf. Zusammen mit den Nerds können sie herausfinden, dass Terroristen und Neider gerde die Schule im Visir haben. Und Babsi müss sich sogar an Bernd ranschmeissen, um ihre Gelüste zu befriedigen ...

Das Comedy-Duo Kai und Sven schafft es wieder, eine nette TKKG-Hommage auf die Beine zu stellen, wo man an jeder Ecke Parallelen zur Original-Serie hört. Dabei werden die Charaktere und die Story auf die Spitze getrieben. Dabei wird jedes Klischee mitgenommen und man schreckt nicht davor zurpck, auch Bernhard Hoecker zu besetzen.

Bernhard Hoecker ... den halte ich gar nicht für einen Klugscheisser. Der weiß das alles einfach!

Neben dem Duo, die viele Rollen selber sprechen, konnte man viele bekannte Stimmen für das Hörspiel gewinnen: Rainer Fritzsche, Produzent Sven Stricker, Heikedine Körting, und in einer echten Passage: die Drei ??? (Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich).
Ach ja, und Bernd Hoecker.

Die Musik ist stark der Originalmusik von Carsten Bohn nachempfunden. Die Geräusche sind gut, auch wenn es mal grotesk wird.

Das Cover deutet eine Szene aus dem Film an. Erst nach dem Hören macht das Sinn.

Fazit: TKKG ist im Moment mit 162 Folgen im Vorsprung. Das sollte man nicht weiter ausreissen lassen und regelmässig Folgen herausbringen. Die Comedy-Szene braucht das.

Rezension: Kurzarbeit - 06 - Horror-Häuser

Die Kurzarbeit-Serie vom Label Hörfabrik ist ein Garant, unbekannte Autoren ein Forum zu bieten.

Von den vier Stories hat mich eine allerdings besonders interessiert: Die Leon Kramer-Kurzgeschichte. Und die bleibt dem Stil treu, reiht sich aber gut ein in die anderen Geschichte, die unter anderem doch sehr düster und blutig sind.

Meine CD konnte ich auf der Messe DieHörspiel mitnehmen. Es handelt sich dabei um eine selbstgebrannte. Aber man hat mit viel Liebe das Inlay und auch die CD mit einem Label beklebt, auf dem auch das Cover ist.

Die Sprecher der einzelnen Geschichte sind gut. Hervorhen möchte ich da Horst Kurth, Dirk Hardegen und natürlich Ronad Salert.

Fazit: Engagiert führt man die Lese-Reihe Kurzarbeit fort. Hoffentlich lohnt es sich auch mal wieder, eine CD zu pressen.

Rezension: Die Schätzjägerin - 06 - Das Mysterium

Die Wahrheit ohne Beweise. Und ein explosives Ende der Suche.

Joyce La Fayette muss taktieren und mit ihrem Team einiges einsetzen, um am Ende ans Ziel der Suche zu kommen. Sie erfährt eine Wahrheit, die ein Widersacher auf jeden Fall vernichten will...

Eine Doppel-CD zum Abschluß ist gut gewählt. Denn die Story ist ein Tick zu lang für eine CD und gefüllt wird sie mit einer Art Bibel-Lesung, die keine Extra-CD gerechtfertig hätte. Für den Inhalt der Story und die Ausblick nach einer weiteren Schatzjägerin-Serie ist sie aber wichtig.

Die Sprecher machen ihre Sache gut. Vor allem Marion von Stengel (Synchronstimme von Angelina Jolie und damit Tomb Raider). Helgo Liebig ließt die ''Bibelpassagen'' überzeugend. Schön ist es, in den Nebenrollen eine Menge bekannter Stimmen zu hören.

Die Musik ist gut und die Geräusche machen die Serie zu einem Actionspektakel. Zum Teil bis zum knappen Overdone werden hier Explosionen und Geschossgefechte inszeniert, die wirklich filmreif sind.

Das Cover passt ins schlichte CI und die Illustration zeigt eine Szene aus dem Hörspiel - und natürlich die Schatzjägerin.

Fazit: Guter Abschluss eine Kurz-Serie. Hoffentlich läßt das Ende auf eine neue Schatzjägerin hoffen! @Romantruhe: Da würde ich mich drüber freuen!

Rezension: Hellboy - 05 - Fast ein Gigant

Hellboy muss seine Freundin Liz retten. Und gerät dabei in Rumänien in einen bösen Fall.

In Rumänien kämpft das Team der BUAP gegen einen unerwartet großen Hommunkulus, der Luz Sherman wohl Lebensenergie geraubt hat. Der beste paranormale Ermittler Hellboy soll den Hommunkulus stellen. Aber in Rumänien ist der Teufel los ...

Der erste Einteiler der Hellboy-Serie von Lausch kann überzeugen. Als lockeres Hörspiel sowie auch an gut adaptierter Comic. Man schafft den Spagat, den Comicstil beizubehalten und trotzdem ein cooles Hörspiel zu machen.

Natürlich ist es einfach genial, die Filmstimme Tilo Schmitz als Hellboy dabei zu haben. Wär hätte es sonst sprechen sollen? Die Sprecherriege lässt kaum Wünsche offen.

Musik und Geräusche unterstützen den Comic-Charakter.

Das Cover ist dem Comic entliehen und wirkt etwas einfach. Irgendwie fehlt da der Hintergrund.

Fazit: Sicher eines der besten Comic-Hörspiele, die auf dem Markt sind.

Dienstag, 6. Juli 2010

Rezension: Die schwarze Sonne - 10 - AIWASS

Ist das das Ende der Serie oder kommen weitere Folgen?

Adam Salton ist entsetzt. Erst hat er bei einem Experiment, das sich um den Erdkern dreht, eine Vision, die ihn schockt. Zurück bei seinem alten Freund Nathaniel hat er den nächsten Schock: er wurde brutal ermordet. Was haben Jack und seine Freunde damit zu tun? Doch das ist bei Weitem nicht das Ende...

Es rächt sich auch hier, dass man so lange auf eine neue Folge hat warten müssen. Klar, produktionstechnisch hat sich das Warten gelohnt, wenn man auf düstere Geschichten steht. Da macht Lausch kaum einer was vor. Aber inhaltlich bin ich zu weiten Teilen nicht mehr mitgekommen.

Herausstechend war eine Szene, wo die Bösen Nathaniel auf sein Ende vorbereiten. Jürgen Holdorf ist furchterregend als Jack, Alleister Crowley wird unterwüfigst genial von Martin Sabel (Produzent Dragonbound) gesprochen. Und Hörspiel-Legende Reinhild Schneider ist ebenfalls mit dabei.

Die Geräusche und die Musik zusammen mit dem dazugehörigen Schnitt machen das Hörspiel düster genug.

Das Cover mit dem Gekreuzigten habe ich nicht verstanden. Aber es ist invertiert wie die Sonne. Die Frage ist, ob man die Cover nicht besser Sabine Weiss überlassen hätte, die so tolle Zeichnungen im Inlay hat.

Fazit: Gut Produktion, die inhaltlich aus dem Rahmen fällt. Als Trip nicht dicht genug - ich hoffe, dass es noch weitere Folge zur Auflösung gibt.

Rezension: TKKG - 168 - Millionencopu im Stadion

Millionendiebe, Millionenpferd, Millionenbeute, Millionenstadt und jetzt Millionencoup

Die Halle des Sport-Fabrikanten Kraut geht in Flammen auf. Und auf dem Schulhof tauchen gefälschte Trikots auf. Besteht da ein Zusammenhang. TKKG fängt an zu ermitteln und kommt den Tätern auf die Spur.

Natürlich geht es hier nicht wirklich um Millionen. Aber: der interessierte Hörer erfährt so viel über die Rechte der Fifa, dass es sich auch gut um ein Werbe-Hörspiel handeln könnte. Und passend zur Weltmeisterschaft ist es auch!

Die Sprecher machen einen guten Job. Die hübsche Rhea Harder macht ihren Job als Gaby auch gut. Super ist es, wenn man Dietmar Mues mal wieder hören kann. Seine Stimme finde ich nicht erst seit dem Ripper super. Sascha Rotermund, bekannt von der Drei??? Live-and-Ticking-Tour, darf auch in einer Nebenrolle mitsprechen.

Musik und Geräusche sind alte Bekannte. Das erwartet man bei Europa nicht anders. Man greift auf altbewährtes zurück.

Das Cover passt sicher zum Thema, aber ein solches Trickot der Fifa wäre sicher kein Verkaufsschlager. Das Artwork an sich ist nach so vielen Folgen von Illustrator Reiner Stolte gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht.

Fazit: Mehr Infotainment als Unterhaltung und damit schlecht verpackt, garniert mit der TKKG-Bande, die wir so mögen!

Rezension: Jack Slaughter - 10 - Werwolf im Schafspelz

Gott sei Dank geht es mehr Richtung Grusel als Comedy. Die Tendenz sollte beibehalten werden.

Ein Chuck Novak als Werwolf? Unvollstellbar? In dieser Folge nicht. Und wenn dann auch noch so ein Werwolfjäger hinter ihm her ist, wird es brenzlig. Jack Slaughter und seine Freunde wollen ihm helfen, statt ihn zu töten. Doch am zweiten Tag bricht er aus ...

Eine nette Folge mit einem Intermezzo mit Professor Doom, das absolut nicht hätte sein müssen! Armer Basil...

Die Sprecher sind gut. Tobias Kluckert kann das Großmaul Novak super sprechen. Lutz Schnell (Tim und Struppi) kommt unerwartet gut als Werwolfjäger daher. Tilo Schmitz als Unterstützung ist ebenfalls gut.

Die Musik von Andy Matern, der mit als Bob im Hörspiel auch immer ein Lächeln auf die Lippen zaubert, hat wieder einen super Soundtrack abgeliefert. Der würde mich mal Live interessieren. Die Geräusche sind sehr gut und somit kann man bei LPL wieder von einer runden Produktion sprechen.

Die Grafik ist gut und hat einer der Werwölfe echt ein Stirnband an ?! Dann passt es ja inhaltlich auch. Das neue CI mit den Punkten soll spychodelisch wirken. Naja, es wird halt moderner.

Fazit: Dank der Hauptsprecher Simon Jäger und David Nathan, die sicher ein süßes Paar abgeben würden (nicht wahr, Ines), ist das immer wieder ein Genuß zu hören!

Rezension: Gabriel Burns - 35 - Das Haus der Seele

Es ist ein Nachteil, dass die Gabriel Burns-Folgen in immer längeren Abständen erscheinen.

Bakerman will mit seinem Team einen fahlen Ort untersuchen. Während Julien Cardieux, der Zauberer, sich gegen Bakerman wendet, sind Joyce Kramer und Larry Newman im Untergrund auf der Suche nach einer Wahrheit. Einer Wahrheit, deren Erkenntnis spät kommt. Zu spät...?

Die Zusammenhänge verschwimmen und geraten immer weiter in den Hintergrund. Gabriel Burns wird zum Trip, einem, der einen mitreisst in eine Welt, die so intensiv produziert ist, dass man eine Weile braucht, daraus wieder aufzutauchen.

Die Produktionsart ist sicher einzigartig. Volker Sassenberg traut sich als einziger, auch mal leiser zu produzieren und uns damit die audiophile Dynamik zu geben, die es einfach für diese Art Hörspiel braucht. Ebenso packt er Pausen an Stellen, die wirklich auf Zuhörer-Seite eines Luftschnappens bedürfen.

Die Sprecher bringen durchweg eine gute Leistung. Diesmal fand ich Andreas Ksienzyk als Schmidt großartig, weil er böse Szenen gut gelitten hat.

Die Musik und die Geräusche sorgen für eine Atmosphäre, die in der Hörspielwelt ihresgleichen sucht.

Das Cover ist natürlich ein Eyecatcher. Ein Böser obendrein.

Fazit: Vergesst die Story - das drückt immer weiter in den Hintergrund. Besorgt Euch die CD wegen des Trips - großartig.