Montag, 28. Juni 2010

Rezension: Mythos und Wahrheit - 05 - Dracula

Schon wieder Dracula wäre sicher langweilig. Hier kommt der Klassiker in einer Serie, die Hintergründe aufzeigen will.
Ein tolles Hörbuch der Wissens-Reihe ''Mythos und Wahrheit''.

Dracula - die Story und Hintergründe, Bram Stoker - Leben und Werdegang. Das sind die Dinge, die hier im Vordergrund stehen. Dabei bleibt es nicht bei einer langweiligen Lesung, denn die Fassung hat mir mehreren Sprechern auch Passagen, die als Hörspiel inszeniert werden.
Während man die Dracula-Geschichte chronologisch auseinander nimmt, erzählt man parallel Hintergründe. Viele, die ich über den Klassiker nicht wußte.

Autorin und Regisseurin Daniela Wakonigg, die man schon von einigen Maritim-Sherlock Holmes kennt, kann hier mit Kollege Peter Harrsch eine Produktion auf den Markt bringen, die sich neben ihren ebenfalls starken Werken zu Edgar Allen Poe und Sherlock Holmes nicht zu verstecken braucht.

Mit Bodo Primus haben Sie meiner Meinung den besten und seriösesten Infotainment-Sprecher zur Zeit am Start. Es ist die Stimme von Jonas, der letzten Detektiv. Ebenfalls sind Karlheinz Tafel (Sir James Powel, John Sinclair) und Josef Tratnik (Perry Rhodan Silberbände) mit dabei.

Das Hörbuch verfügt über einen hohen Musik- und Geräuschanteil, der das ganze auflockert und vor allem bei den Hörspiel-Sequenzen benutzt wird.

Das Cover passt natürlich, aber Tom Cruise war eher bei ''Interview mit einem Vampir'' zugegen. Egal, sein Konterfei nimmt man einfach mal mit.

Fazit: So Infotainment hätte ich gerne mehr. Klassiker und gute Autoren gibt es genug. Und bei ''Mythos und Wahrheit'' von Stimmbuch kann man da einfach zuschlagen.

Rezension: Ordensschwester Amélie - 02 - Doppelt beerdigt

Der zweite Teil bestätigt das Niveau der Folge 1 der Serie.

Beim Umbetten eines Grabes wird festgestellt, dass dort eine zweite Leiche liegt. Allerdings liegt das ungelöste Verbrechen auch schon 30 Jahre zurück. Trotzdem kann Amélie ihre Mitstreiter Marc Valet, der ein Auge auf sie geworfen hat und Remy Bass dazu bringen, ihr bei der Recherche zu helfen. Und dabei kann sie erstaunliches ermitteln...

Der zweite Teil bestätigt, dass das Konzept einer Lady Befort-Variante aufgehen kann. Gute Sprecher, gute Story in einer gradlinigen Produktion. Das ist das, was der Krimi-Fan auch hören will. Und so langsam bekommt das Hörplanet-Team Routine in die Produktion - sie leisten sich einfach keine Fehler.

Sascha Rotermund in einer Hauptrolle - das ist lange überfällig. Sarah Riedel macht Ihre Sache als Amélie wirklich sehr gut. Und Helmut Krauss ist Hörspiel-Award Gewinner 2009, wenn auch als bester Erzähler. Das allerdings mehr als gerecht.

Die eigens von Dennis Rohling für die Serie komponierte Musik ist gut und passt in das Konzept der Serie. Die Geräusche sind auf gleichem guten Niveau.

Die Cover sind ... puristisch. Schwarz-Weiss, mit viel Platz. Sprecherangaben verbannt man auf den Rücken und wenn man das Booklet aufmacht ist nicht mal Werbung für weitere Hörplanet-Serien drin. Man könnte sagen, dass man hier mehr Augenmerk auf's Hörspiel haben will.

Fazit: Guter Start in die neue Serie, die abseits der Erfolgsserie Lady Bedfort einen ganz eigenen Charme mit eigenem Sprechercast schafft. Ich tippe auf eine Erfolgsstory beim Hörplanet.

Sonntag, 27. Juni 2010

Rezension: Die letzten Helden - 02 - Die Katakomben von Danbar

Der erste und dritte Teil der Mammut-Saga ''Die letzten Helden'' sind Doppel-CDs. Der zweite Teil kommt einer Papp-Hülle daher und war wurde sie als Special-Kostenlos-Edition auf der Messe ''DieHörspiel'' verteilt.
Jeder der zugegriffen hat, hat sich ein Ausnahme-Hörspiel mitgenommen.

Amon und Sir X machen sich auf in die Katakomben von Danbar, um einen Teil der Prophezeiung zu erfahren. Sie schließen sich dabei dem etwas zwielichtigen Drako an. Und sie kommen weiter, als je ein Mensch zuvor gekommen ist - bis in die Drachenhöhle...

Diese Mammut-Produktion, die auf die Jahre hin auf 300 Sprecher kommen soll, fängt mir super Folgen an. Diese abgeschlossene Geschichte überzeugt und macht Lust auf mehr von dem Fantasy-Epos von Holysoft.

Ganz tolle Sprecher machen sich hier ans Werk. Wie man mit vielen bekannten Sprechern schlechte Hörspiele macht, das haben andere Labels vorgemacht. Holysoft schließt sich dem Trend nicht an und macht mit Christian Rode, Dietmar Wunder, Sven Hasper und Wolfgang Pampel einfach nichts falsch. Als Drako ist Wolfgang Bahro ein echter Hinhörer! Das ist Award-Verdächtig!

Musik, Geräusche und Sounds sind auf dem höchsten Niveau und müssen sich vor großen Labels nicht verstecken. Geniale Produktion

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Hörspiel. Den Comic zur Serie würde ich gerne lesen.

Fazit: Einfach nur Daumen nach oben für den zweiten von 24 geplanten Teilen einer viel versprechenden Hörspiel-Saga.

>> Hier ein Video-Interview mit Wolfgang Bahro (von und mit Stefan Reich)

Rezension: Die letzten Helden - 01 - Über den Wolken Mordens

Eine neue Fantasy-Reihe. Eine Mammut-Produktion. Von einem Newcomer Label.
Es ist richtig gut!

Amon von Falkenstein ist ein Ritter-Jungspund und wird von Sir X mitgenommen, der auf ihn aufpassen soll. Doch damit schlittert er in ein Abenteuer, das hoch über die Wolken geht. Doch gleich im Luftschiff wird ein Attentat verübt. Und Sir X sucht nach dem Schuldigen...

Leute, die Serie wird ein Knaller! Auf ''DieHörspiel'' konnte jeder Hörspielbegeisterte bei Regisseur Björn Korthof aus einer Kiste auf dem Arm den zweiten Teil mitnehmen. Diese abgeschlossene Geschichte ist gut, aber mit dem ersten Teil bekommt man ein paar Hintergrund-Infos und bestimmt einen Fall, der nochmal besser ist als der Zweite.

Durchgehend gute Sprecher lassen auf eine toll inszeniertes Hörspiel hoffen. Davon enttäuschen tut keiner. Bert Stevens ist in seiner kurzen Rolle als Carbonius sehr überzeugend. Natürlich ein Hörspiel-Faux-Pas: Dietmar Wunder als X - er hat diese Rolle ja auch bei Team X-Treme. Aber: wer sollte es besser machen? Kim Hasper steht ihm in der Rolle des Amon aber in nichts nach.

Die Sounds, die Musiken und die Geräusche sind hervorragend. Da staunt der Hörspiel-Hörer nicht schlecht, dass ein Newcomer-Label es auf den Punkt bringt und andere Labels aber sowas von locker in den Schatten stellt.

Das Cover ist gut. Den Comic zum Hörspiel würde ich gerne lesen.

Fazit: Pamm!
Von 0 auf 100 bringt Holysoft ihre Mammut-Produktion "Die letzten Helden" an den Start. Das wird Wellen schlagen und sicher auch beim Hörspiel-Award seine Spuren hinterlassen.

Samstag, 26. Juni 2010

Rezension: Videospielhelden - 03 - Bloodrayne

Ich habe Respekt, wenn jemand das Hörspiel zu einem Film macht, aber keinen O-Ton verwendet -
und es sich doch anhört, als wäre es der Original-Film.

Rayne ist halb Mensch halb Vampir. Sie bekämpft die Vampire, die Ihr so viel Leid angetan haben. In Viorel findet sie dabei einen Verbündeten. Zusammen müssen Sie gegen den fiesen Fürsten Elrich (ein Mensch) und die böse Vampirin Oxana kämpfen, die die Herrschaft an sich reißen wollen. Feng Bao gibt Tricks, doch auch seine Erfahrung kann nicht helfen, dass Ryane und Viorel den beiden Widersachern in die Hände fallen ...

Den Film habe ich gesehen und fand ihn okay. Als Hörspiel in der Serie Videospielhelden ist die neue Umsetzung wirklich sehr gut. Sie ist spannend gemacht, offenbart aber auch, dass die Story am Ende ein wenig dünn ist.

Bei den Sprechern überlässt man nichts dem Zufall und setzt fast nur Hollywood-Größen ein. Claudia Urbschat-Mingues ist als Rayne wirklich überzeugend und Tobias Kluckert wird ihr als Viorel an die Seite gestellt. Überzeugen kann Lutz Riedel als Feng Bao. Detlef Bierstedt overacted so wahnsinnig, wie die Rolle sein soll. Leider tut das auch Marianne Groß.

Die Musik und die Geräusche sind gut und auch neu. Das ist alles sehr passend zum Hörspiel abgestimmt.

Fazit: Irgendwann muss ich mich noch an Folge 1 machen ...
Die Serie mit Hörspielen, zu denen es mal ein Videospiel und einen Film gegeben hat, ist super.

@Holysoft: Ich freue mich dann auf Eure Umsetzungen von (meine Wünsche): Resident Evil, Doom und .... Super Mario Bros :-)

Donnerstag, 24. Juni 2010

Rezension: Sascha Gutzeit - Monster of Rock


''Ein sexy Ungeheuer aus Stein zerquetscht singend die Welt'' - mehr kann man dazu nicht sagen.

Sascha Gutzeit kennt man hier in Wuppertal musikalisch und bundesweit sicher auch durch Hörspielproduktionen. Beispiele? Ölpumper, das Wuppertal-Musical und Feinripp sind nur einige seiner Werke. Und mit der Rocky Beach Radio Show kennen ihn sicher etliche Drei ??? Fans. Und als Meteor hat er mit seinen Horror-CDs auch die Hörspielszene unsicher gemacht und von den Sieben Siegeln sind leider nur fünf erschienen.

Nun präsentiert sich Sascha Gutzeit wieder live. Wieder mit einem Musical aber mit sehr vielen Hörspiel-Elementen. Die Geschichte einer Reporterin, die durch ein Experiment eines wahnsinnigen Professors zu einem Riesenmonster aus Stein wird, wird in kleinen Details erzählt und untermalt mit Ärzte-Like Liedern.
Das Rockt!
Natürlich!

Sascha Gutzeit, der alle Lieder singt, läßt es sich auf der Bühne nicht nehmen, auch in alle Rollen zu schlüpfen. Hörspiel-technisch unterstützt ihn Manfred Lehmann (Synchronstimme von Bruce Willice).

Super produziert hat man eine CD in der Hand, die wirklich aus der Reihe fällt und mit Titeln aufwarten kann, die richtig abgefahren sind. ''Attacke in der Nacht'', ''Monsterpuppe'' und ''Doktor Schock'' teasen das nicht halb so, wie es ist.

Den Käufer erwartet zudem noch ein aufwendig gemachtes Cover, das trashig wirkt, aber alle Rollen mit Bild zeigt, die Sascha annimmt.

Fazit: Eine tolle CD, die Hörspiel-Freunden und Musik-Fans Freude machen wird. Eine Hommage an Trash und die Filme der 50/60er.

Rezension: Der Fluch - 01 - Schatten über Port Hardy

Nach dem Erfolgshörspiel ''Experiment Zero'' nun die erste Serie von Innovative Fiction: Der Fluch. Genug Mystery für diverse Handlungsstränge.

Den heruntergekommenen Schriftsteller Glen Snider verschlägt es in das verschlafene Nest Port Hardy. Doch viel Zeit zum Ausruhen bleibt ihm nicht. Denn irgendwas passiert in dem Dorf ...

Hier darf man wirklich nicht mehr Spoilern, denn ob es Grusel wird, oder Mystery oder vielleicht doch ein wenig Science Fiction draus wird - das wird die Zeit zeigen. Zu recht lässt sich das Team um Falk T. Puschmann und Dennis Schuster da alle Optionen offen.

Die Story ist richtig klasse und ein wenig hat es was von der Fernseh-Serie ''Castle'', dass der Schriftsteller zu Rate bei einem Mordfall geholt wird. Aber auch die Fernsehserie finde ich klasse. Und hier kommen noch mehr Elemente dazu.

Bei den Sprechern paart man ein paar bekannte Namen mit einer Schar von talentierten Amateuren, die sich in der 'Kostenlos'-Szene schon einen Namen gemacht haben. Hauptrolle Bert Stevens ist natürlich immer gut, wenn er was schlecht gelauntes sprechen muss. Martin Sabel ist sicher der Shooting-Star dieses Jahr (2010) und ihn höre ich immer gerne. Überraschend frisch finde ich Sabrina Heuer, die man hoffentlich noch in vielen Folgen hören wird.

Auf Musik und Geräusche wird gesteigertes Augenmerk gelegt und das hört man auch. Das hat auch Dynamik und eine Menge Spaß gemacht. Das ist für eine kleine Produktion ganz groß.

Das Cover ist gut, Schade finde ich, dass man bei einem Transparent-Cover den Platz nicht ausgenutzt hat, wenn man die CD rausnimmt. Hier hätte ruhig etwas sein können. Das Foto passt klasse und der grüne Touch scheint das CI der Serie zu werden.

Fazit: Das wird wohl der erste Teil von einem Zweiteiler sein - ersichtlich ist es vom Cover her nicht. Mir gefällt das Hörspiel von der Machtart und von der Story her und kann es für den Hörer deutlich ab 12 empfehlen. Hoffentlich dauert es bis zum zweiten Teil nicht so lange. Vielleicht wäre es cleverer, bei so Serien direkt drei Teile herauszubringen.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Rezension: Andi Meisfeld - 05 - und das Geheimnis der Röhre 13

Am Ende ist das Geheimnis banal.

Andreas Meisfeld platzt in die Schulaufführung und als Strafe muss er zur Königin. Die vergibt an ihn und seinen Kumpel Armin den Auftrag, die alten Röhren zu untersuchen. Doch da kommt es zu einem ungewöhnlichen Geräusch. Steckt etwas Gruseliges dahinter?
Aber wäre das Geräusch nicht gewesen, wäre das Ameisen-Team wohl kaum hinter das Verbrechen gekommen, dass sie nun aufklären können ...

Man kann es nicht fassen. Auf der Messe gab es Leute, die die symphatische Jungameise nicht kennen. Dabei ist die Serie die netteste Hommage an TKKG, die beste Musik-Kopie von Carsten Bohn und die grandiosestete Lobhudelei an die 80er-Jahre-Produktionen von Europa.

Und dabei ist das Hörspiel voll witzig. Immer mit augenzwinkernden Anspielung auf das Dasein als Ameise und Wortspielen. Karin Lieneweg muss natürlich eine Dr. Mathilda sein (als Tante Mathilda ist sie bei den Drei ??? unterwegs). Und wer ins Cover schaut, kann den Trend weiterverfolgen: Alfred Meisbeck hat eine Rohrbeck-Brille auf.
Vom Ameisenmenschen will ich da gar nicht erst anfangen.

Die Hauptsprecher sind gut ausgesucht und daneben kommen auch Sprecher zum Einsatz, die einfach als Hommage gut tun: Oliver Rohrbeck, Andreas von der Meden, Konrad Halver und eben Karin Lieneweg. Aber Tom Steinbrecher IST Andi Meistfeld. Total sympathisch!

Die Musik ist klasse und ich hoffe, dass Andi Meisfeld mal eine Folge 15 oder 29 hat (am Besten beides!). Die Geräusche sind detailiert und ich finde die gut.

Das Cover ist rudimentär und zeigt eine Szene aus dem Hörspiel. Wichtig ist aber das Logo.

Fazit: Wieder einmal - wie immer - eine gute Folge von Andi Meisfeld. Hommage hin oder her: Andi wird durch seine Machart und Synpathie sicher eigene Fans finden. Ich bin ein Fan der Ameise und setze mir mal schnell meiner Fühler auf...

Rezension: Nachtmahr - 03 - Verlorene Herzen

Der Angriff auf die Hörspiele von Titania.

Steven verliert bei einem Brand seine Eltern und kommt bei Onkel Abney unter. Dort plagen ihn Albträume und eine der auftauchenden Geistererscheinungen lässt ihn einen Sarg ausgraben. Die Gefahr scheint gebannt, aber einer spielt ein falsches Spiel.

Die Machart der Hörspiele von Wolpertinger ist anders als bei Titania. Während Titania auf eine Hollywood-reife Umsetzung setzt, versucht Wolpertinger mit ruhigen Produktionen und unbekannteren Sprecher Akzente zu setzen. Spaß machen mir beide Ansätze.

Peter Groeger spricht hier einfach fabelhaft, so gut, wie er es sonst als Watson in Sherlock Holmes tut. Und mit Leo Vornberger und Franziska Reuter hat man zwei gute Nachwuchssprecher am Start.

Zurückhaltende Musik und wohl dosierte Geräusche machen diese Produktion zu einem guten Horror-Hörspiel.

Das Cover im CI der Serie mit einem prägnanten Gegenstand wäre gut gewesen. Das erste Cover hatte einen Schädel. Daraus ist eine Illustration geworden, die ich im Hörspiel nicht wiederfinden konnte.

Fazit: Bisher kann man bei der Serie Nachtmahr von Wolpertinger einfach so zugreifen.

Rezension: Schrei der Angst - 02 - Spuren aus Blut

''Schockwellen für's Gehör''ist natürlich Quatsch. Der Feeder 2 ist einfach ein toller Thriller.

Doris Debrochet ist in den Fängen des Feeders Phillip Schwarz. Miguel del Canto kommt ihr aber wieder ein Stück näher über einen anderen Fall. Doch Doris überwältigt den Feeder.

''180 Kilo - ist das zu dünn'' - so standen Phasenmusik auf ihrem Stand auf DieHörspiel. Man versteckt hier den tollen Thriller hinter knackigen Sprüchen. Ein Marketinginstrument, das hoffentlich für das junge Label aufgeht.

Bei den Sprechern hat man investiert und eine paar sehr gute, frische Sprecher engagiert. Annette Gunkel macht einen hervoragenden Job und natürlich ist Christian Rode ein Top-Erzähler. Amateure fallen natürlich da aus der Rolle und hier total durch, auch wenn es nur Nebenrollen sind.

Soundtechnisch kann man einiges bieten und auch die Musik ist sehr gut. Als Bonustrack steuert die Synthpop-Band Paralox den Track ''Time'' in einem Remix bei.

Das Cover bleibt im CI der Serie und zeigt eine Szene aus dem Hörspiel. Die düstere Stimmung passt ebenfalls zum Inhalt.

Fazit: Phansenmusik - ein Label, das man im Auge behalten muss. Hoffentlich kommt bald der Feeder 3!

Dienstag, 22. Juni 2010

Rezension: Dreamland Action - 02 - Flucht ins Verderben

Ein bisschen Verwirrung tut gut: Agent Smith 2 ist DL Action 3 und die Fortsetzung von 1 Genetic Code.

Agent Larry Smith will Urlaub machen. Doch aus dem entspannten Urlaub wird nichts, denn er muss Nina Anderson und Sandra Higgins mitnehmen. Zusammen fliegen Sie los.
Und auch ein paar Gangster fliegen über die Wüste und werden gezwungen zu landen. Dies ganz in der Nähe. wo - man ahnt es - Dr. Huntington sein Labor hat. Und er braucht neues Versuchsmaterial ...

Eine Folge, die sicher auf weiter Agent Smith-Folgen vorbereiten soll. Aber sie machen auch Lust drauf. Auch ist ist die Kritik am Timing von Dreamland angenommen worden. Die Story lässt sich gut anhören.

Die liebevolle Hommage an Larry Brent gerät hier mit einer eigenen Story etwas in den Hintergrund. Gut so! Denn Dreamland muss nach meiner Meinung eigene Wege gehen.

Und wieder ist es Katja Brügger, die das Hörspiel bei Dreamland aufwertet. Das hat sie bereits bei Tony Ballard 8 getan. Es sind insgesamt ein paar bekannte und gute Sprecher eingesetzt. Utz Richter und K.-Dieter Klebsch sind hier zwei Beispiele.

Die Musik ist gut und bekannt. Hier versucht man auch wieder an die 80er anzuknüpfen. Aber mit ein bisschen Risiko kann man sicher auch einen anderen Soundtrack benutzen. Die Geräusche sind gut.

Das Cover zeigt Isabell Jamisson. Zu Recht, wenn Ihr mich fragt. Sie ziert auch noch die CD.

Fazit: Es geht aufwärts mit Agent Smith. Ich hoffe, es geht bald weiter mit der Serie.

Rezension: Tony Ballard - 08 - Im Niemandsland des Bösen

Tony Ballard 8 - Die Produzenten-Folge.

Tony Ballard ist weiter unsichtbar. Die Hexe Roxane flüchtet zu ihm vor dem grausamen Mago. Sie uns Silver gehen ins Niemandsland des Bösen, um den Wieder-Sichtbar-Spruch zu suchen (und vor Mago zu flüchten). Doch der dieser greift Tony und seine Freundin Bonny an und auch Silver und Roxane geht es in der Anderswelt nicht gut. Werden sie zusammenfinden und den Gegnern entkommen?

Daran, was ich in letzter Zeit bei Dreamland immer bemängelt habe, kann ich diesmal nicht anmeckern: Timing. Die Story ist gut, mit unter 50 Minuten auch knackig genug.
Aber die Idee, fast nur Regisseure in den Hauptrollen zu vereinen, ist klasse und zeigt, dass Thomas Birker von Dreamland immer noch einer von uns ist - von uns Fans.

Katja Brügger als Roxane habe ich gerne gehört. Bei den Produzenten sticht einer ganz klar heraus: Frank Gustavus (Jack the Ripper) mit seiner sehr sonoren Stimme. Und bei den weiblichen Nebenrollen ist es Janet Sunjic. Sie hat eine tolle Stimme. Das sage ich aber nicht nur, weil es die einzige weibliche Nebenrolle ist ;-)

Die rockige Musik kommt super und die könnte ich mir auch als Soundtrack vorstellen. Die Geräusche sind gut. Gute Dynamik dabei.

Das Cover scheint mit dem Romancover entnommen zu sein. Auf jeden Fall gefällt es mir. Es zeigt auch eine Szene aus dem Hörspiel.

Fazit: An der Folge, die auf der Messe DieHörspiel zum ersten Mal erhältlich war, sollten sich weitere orientieren.

Montag, 21. Juni 2010

Rezension: Dobranski Altlasten - 01 - Fleisch

Dobranski Altlasten - eigentlich gehört die Folge in die eigentliche Serie...

Kommissar Dobranski hat es mit zwei Morden zu tun. Stehen die im Zusammenhang? Ein wenig ekelig wird es, als man im Magen eines der Opfer Fleisch findet - Menschenfleisch. Steckt ein illegaler Kannibalen-Ring dahinter?
Unterdessen kümmert sich Dobranski intensiv um eine Mutter des Opfers ...

Ein wenig eigenwillig ist die Folge schon, da Dobranski viel an sich zweifelt und sich selber Fragen stellt. Vielleicht wirklich eine Altlast.

Der raue Dobranski, den die Fans hören wollen, ist hier super dargestellt. Konrad Halver in seiner Paraderolle ist einfach nicht zu schlagen.

Neben ihm fällt auf jeden Fall Angelika Landwehr positiv aus dem Rahmen. Eine tolle erotische Stimme und in der Rolle super besetzt. Michael von Rospatt habe ich ebenfalls gerne wieder gehört.

Die Musik kennt man aus der normalen Dobranski-Serie. Wäre auch schade gewesen ohne.

Das Cover kennt man schon von den Live-Veranstaltungen und so will man Konni auch sehen. Im Inlay gibt es Sprecherfotos und eine Zeichnung mit einer Szene aus dem Hörspiel.

Fazit: Mit den Altlasten kann man bei Dobranski auch gut in die Zukunft sehen. Ich finde mehr, man hat diese abgelegt und kann nun mit pop.de als Vertrieb noch viele viele Folgen nachlegen. Bitte nicht wieder erst zu Weihnachten!

Rezension: Videospielhelden - 02 - Alone in the Dark

Die zweite Folge der Videospielhelden habe ich als erstes gehört - weil mein Kollege Lille das auf der Fahrt hören wollte.

Edward Carnby will seinem Leben ein Ende setzen. Eine unbekannte Schöne hält ihn davon ab, weil sie ihm in die Leber und die Niere schießt. Zusammen untersuchen Sie das Verschwinden von Richard Burke. Dabei spielen Schattensteine und das Wort ''Opfer'' eine große Rolle. Doch was steckt dahinter?

Hörspiele zu Videospielen zu machen, zu denen es auch Filme gibt - das ist sicher clever. Sie nicht als O-Ton, sondern toll mit neuen Sprechern, guter Musik und tollen Atmos zu machen. Das ist perfekt.

Anfang Juli bringt Holysoft die ersten Folgen von zwei Serien heraus. Und wenn ich nicht falsch liege, passieren zwei Dinge: Das Label startet von 0 auf Hundert durch und wird - von noch mehr anderen angekündigten Serien da auch bleiben. Also: ab nach links auf die Überholspur.

Die Hauptrolle ist mit Sven Hasper besetzt und stellt sich als Glücksgriff dar. Seine jugendliche Stimme passt perfekt zur Rolle. Ansonsten: nur bekannte Namen. Karen Schulz-Vobach und Lutz Riedel als weitere wichtige Rollen.

Das Sounddesign ist sehr gut. Düster, wo es sein muss, rasant, wenn es um Verfolgungen geht. Die Geräusche sind ebenfalls auf dem hohen Niveau.

Das Cover leiht man sich gleich vom Film/Soundtrack und schafft damit Unverwechselbarkeit. Das passt auch zum Inhalt.

Fazit: Als nicht-Gamer und nicht-Kenner des Films hatte ich eine gruselige Stunde. Also wird man an der Stelle wohl nichts falsch gemacht haben. Die Serie höre ich mir weiter an!

Freitag, 18. Juni 2010

Rezension: Fünf Freunde - 86 - und die verbotenen Blüten

Ein Teekesselchen.

Die Fünf Freunde supporten Fanny auf der Pflanzenausstellung. Sie sind für den Pfannkuchen- bzw. Crépe-Stand verantwortlich. Da sie vor Ort sind, halten Sie Ohren und Augen offen. Einer der Händler scheint ein falscher Fünfziger zu sein und sind die komischen Pflanzen von Jean Paul vielleicht sogar Drogen ..?

Eine durchschnittliche Fünf Freunde-Folge, die Fans der Serie nicht enttäuschen wird. Der Plot mit der Ausstellung ist gut gelungen.

Der Sprechercast ist diesmal lang und es tummeln sich eine Menge bekannte Europa-Namen darunter. Volker Bogdan, Achim Schülke, Jona Mues und viele mehr bereichern das Hörspiel.

Die Musik kennt man aus neueren Fünf Freunde-Folgen. Die passt zur Serie. Die Geräusche sind gewohnt gut.

Beim Cover wirken die Fünf Freunde scharf und alles andere verwaschen. Früher war die illustratorische Qualität einfach besser. Das Motiv passt zum Inhalt.

Fazit: Fünf Freunde-Kost, wie man sie hören will.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Rezension: Pater Brown - 24 - Pater Browns Auferstehung

Pater Brown ist tot.

Seine Eminenz schickt den zu berühmt gewordenen Pfarrer in die Wallachei. In einem kleinen Dorf in Mexiko soll er sich auf die Seelsorge konzentrieren, statt darauf, Kriminalfälle zu lösen.
Doch der Pater wird schnell zum Liebling der Zeitungen und kommt auch in die Yellow Press. Und auf einmal ist er tot ...

Eine außergewöhnliche Folge, in der der Pater selbst das Opfer ist. Natürlich muss er auch den Fall auflösen....

Volker Brandt verkörpert Pater Brown optimal. Ich wüsste im Moment keine Stimme, die das besser machen würde. Gefallen hat mir ebenfalls Melanie Fouché und Dietmar Wunder als Bischof.

Die Musik und die Geräusche sind gut und passen zur Handlung. Sogar ein bisschen mexikanisches Feeling kommt auf.

Das Cover ist im CI der Serie. Wieso hat eigentlich bei Maritim jede Serie ein eigenes CI. Ein Maritim-CI tut bei neuen Serien mal Not.

Fazit: Wieder ein Krimi für Zwischendurch. Nicht der stärkste Fall der Serie, aber mal einer, der nicht in der gewohnten Umgebung des Paters (England, Frankreich) spielt.

Rezension: Sherlock Holmes - 49 - Der erbleichte Soldat

Mr Dodd sucht einen Kriegskollegen. Und er glaubt ihn als Gespenst gesehen zu haben.

Mr. Dodd ist aus Südafrika aus den Burenkriegen zurückgekehrt und sucht seinen Kameraden Godfrey Emsworth. Den Beteuerungen der Familie, er sei auf Weltreise, glaubt er nicht. Er sah ihn auch total erbleicht am Fenster. Holmes macht sich auf den Weg und findet nicht nur den erbleichten Soldaten, sondern auch die Lösung.

Die Story an sich wäre zu schwach für einen Holmes-Fall. Daher greift man im Hörspiel zu einem Kniff. Die Rahmenhandlung erzählt Sherlock Holmes und nicht Dr. Watson. Und der muss diesen Fall erzählen, weil Dr. Watson ihn zu Ende bringt. Dabei kommen die Spannungen zwischen den Beiden Protagonisten super heraus.

Die Umsetzung von Peter Groeger und Christian Rode ist (wie immer in der Sherlock Holmes-Serie bei Maritim) genial. Die Beiden SIND Watson und Holmes. Von der fast schon üblichen Sprecherriege finde ich Andreas Borcherding als Klient Dodd gut.

Die Musik ist mittlerweile eine alte Bekannte. Sie gehört für mich zur Serie wie die Hauptsprecher. Die Geräusche sind gut, Wert legt man hier auch auf Kleinigkeiten wie Kaminfeuer etc.

Die Illustration zeigt eine Szene aus dem Hörspiel und soll gruselig wirken. Bislang verzichtete Zeigner Simon Römer weitestgehend auf die Darstellung von Gesichtern, was ich gut fand. Okay, hier geht es vielleicht nicht anders.

Fazit: erneut eine unterhaltsame Folge der Sherlock Holmes-Reihe. Ein Holmes ist immer ein Hörspiel wert.

Rezension: Die Morde des Émile Poiret - 05 - Vanisia

Émile Poiret hat den richtigen Riecher.

Eine Mordserie hält Paris in Atem und durch einen Zufall ist der belgische Detektiv Émile Poiret vor Ort. Er kann zusammen mit Inspektor Audric Savin den Fall lösen. Dabei spielt seine Nase eine wichtige Rolle.

Poiret ist das Maritim-Pendat zu Poirot. Die Story ist gut, obwohl die Auflösung ein wenig lange dauert.

Donald Arthur spricht den Poiret wirklich toll. Seine Stimme allein ist so gewichtig, das sie auf das Bild des schwergewichtigen Detektivs passt. Peter Buchholz mag ich als Erzähler auch sehr gerne.

Die Musik ist gut ausgesucht und auch an die Christie-Filme angelegt. Die Geräusche sind okay.

Das Cover im CI der Serie zeigt eine Illustration des Meisterdetektivs und ein Foto des Eifelturms. Für einen Kriminalfall in Paris durchaus anwendbar.

Fazit: Martitim zeigt mit der Serie, dass sie es verstehen, ein easy listening zu machen. Wie Sherlock Holmes und Pater Brown sind die Morde des Émile Poiret feine Hörspiele zum Zeitvertreib.

Dienstag, 15. Juni 2010

Rezension: Pater Brown - 23 - Das Zeichen des zerbrochenen Säbels

Pater Brown als Hercule Poirot.

Pater Brown fällt auf, mit wie viel Elan Gwen Sinclair die Geschichte um den Kriegshelden erzählt. Doch sie hat ein persönliches Interesse. Der Kriegsheld ist ihr Onkel und wurde ermordet. Das Verbrechen ist aber Jahrzehnte her und kein Zeitzeuge lebt mehr. Also was veranlasste den Mann zu irrationalen Taten ?

''Wo versteckt ein weiser Mann sein Blatt' ist hier sicher eine makabere Andeutung im Klappentext von Maritim. Aber die Geschichte ist logisch und Pater Brown hat den Fall vermutlich gelöst.

Volker Brandt bleibt die Idealbesetzung des Pater Brown, der hier einen großen Sprachanteil hat. Eberhard Prüter (Thaddeus in Spongebob) ist ebenfalls super.

Die Musik ist gut und man kennt sie aus vielen Folgen. Die Geräusche sind gut.

Das Cover zeigt einen passenden Ausschnitt aus dem Pater Brown-Film ''Er kann's nicht lassen''. Das passt natürlich zur Serie.

Fazit: Pater Brown kann man super nebenher hören. Ein Krimi für Zwischendurch. Immer wieder nett.

Rezension: Sherlock Holmes - 48 - Der illustre Klient

Peter Groeger und Christian Rode - das ist immer wieder toll!

Baron Adelbert Gruner ist ein Ganove. Davon sind alle überzeugt. Aber Lady Violet de Merville nicht. Doch er ist kein Dieb sondern ein Mörder. Ein illustrer Klient will die Hochzeit unbedingt verhindern. Sherlock Holmes sagt zu und doch wird es ein hartes Stück Arbeit...

Der angedeutete Titel ist nur am Ende des Hörspiels von Bedeutung. Vorab hat es Sherlock Holmes mit einem Gegener zu tun, der mit allen Wassern gewaschen ist. Und der Name Moriatti taucht das erste Mal bewußt auf. Mit den originalen Holmes-Abenteuern bei Maritim geht es auf Endspur.

Neben den Hauptsprechern hat mir Susanne Meikl als unbelehrbare Lady Violet gefallen.

Die Musik kennt man nun schon aus über 40 Sherlock Holmes-Fällen und sie ist zu einem alten Bekannten geworden. Die Geräusche sind gut und man hat wieder sehr auf kleine Details geachtet wie das Feuer im Kamin im Hintergrund u.ä.

Das Cover ist im CI und die Illustration von Simon Römer zeigt wieder eine Szene aus dem Hörspiel. Hier merkt man, dass der Grafiker das Skript vorab lesen darf. Und das zahlt sich aus, weil Römer sehr auf die Details achtet und das spiegelt sich in den Illustrationen wieder.

Fazit: Eine gute Holmes-Folge mit einem guten Gegner.

Montag, 14. Juni 2010

Rezension: Acht Hercule Poirot-Krimis

Hier hat der Hörverlag einen Hörspiel-Schatz gehoben.

Ich habe 2006 die Radio-Krimis verfolgt. Acht mal gute 35 Minuten Unterhaltung der Spitzenklasse von Agatha Christie. Mysteriöse Fälle, bei denen es keine Lösung zu geben scheint. Aber: das perfekte Verbrechen gibt es für Hercule Poirot nicht ...

Zwei Stimmen haben in diesen Hörspielen die tragende Rolle. Einmal ist es Friedhelm Ptok (Star Wars) als Hastings/Erzähler und zum anderen Felix von Manteuffel (neuer Sprecher in der Harry Potter-Variante für Erwachsene). Beide Sprecher sind genial ausgesucht und haben markante Stimmen. Die Nebenrollen sind ebenfalls mit hervorragenden Radio-Sprechern besetzt.

Die Musik ist dezent und wird nur gelegentlich eingesetzt. Die Geräusche sind etwas dürftig, weil die Krimis vor allem von Poirot-Monologen leben.

Das Cover ist im CI des Hörverlags, wenn es um Agatha Christie-Sachen geht. Das ist vielleicht ein bischen langweilig und passt gar nicht zu dem spannenden Inhalt.

Fazit: Diese Sammlung von 8 Krimis auf 4 CDs darf in keiner Krimi-Hörspiel-Sammlung fehlen!!!

Sonntag, 13. Juni 2010

Rezension: Die Drei ??? Kids - 15 - In der Geisterstadt

Ein bisschen silberne Spinne ...

Ein Erdbeben erschüttert Rocky Beach und als ein seismographisches Team anrückt und vor dem Big One warnt, wird die Kleinstadt evakuiert. Aber die Drei ??? finden ein Funkgerät, dass sie einen schlimmen Verdacht schöpfen lässt. Ein wenig unfreiwillig fahren sie in die Stadt und erleben eine Überraschung...

Gute Folgen am laufenden Band gelingen hier Ulf Blanck und seinem Team. Der ''erwachsenen'' Serie gelingt das ja nicht immer.

Die Sprecher agieren sehr gut. Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann sind ja auch die Sprecher der Drei ???-Filme. Johannes Steck finde ich als Erzähler immer klasse.

Die Musik ist gut und gegenüber den ersten Folgen der Serie können die Macher nun auch auf einen reichen Fundus zurückgreifen. Das kommt dem Inhalt zu Gute.

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Hörspiel, weckt aber mehr den Eindruck von Pouder Gulch als von Rocky Beach.

Fazit: Bei den Drei ??? Kids kann man im Moment ruhigeren Gewissens zugreifen als bei der Original-Serie.

Rezension: Dragonbound - 04 - DasTriumvirat

Bis zur vierten Folge hat es also gedauert, dass es wohl so richtig los geht mit den Drachen.

Lea ist mit Thelon, Rodge und Dogo auf dem Weg, als Vargonen sie angreifen. Lea wird von der Gruppe getrennt und kommt beinahe um. Doch ein Drache, Faedrak, rettet sie und bringt sie zum Rat der Drachen: dem Triumvirat...

Endlich geht es mal so richtig mit Drachen los. Lea kennt nun Ihre Prophezeiung komplett und weiß, was sie zu tun hat. Diese Entscheidung hat sie getroffen. Und dann gesteht sich sich noch etwas entscheidendes ein.

Bettina Zech ist von 0 auf 100 unter den Sprechern gestartet. Als Lea weiss sie zu überzeugen. Engelbert von Nordhausen mit seiner beruhigenden Stimme als Drachen zu besetzen, war goldrichtig. Nur Mario Adorf wäre noch besser gewesen, der hat das ja in den Dragonheart-Filmen unter Beweis gestellt. Aber Herr von Nordhausen ist da ebenbürtig.

Die Musik habe ich als sehr stark empfunden, weil sie unterstützend zu den emotionalen Momenten immer passen da ist. Ein Lob ist hier Peter Lerf auszusprechen.

Die Cover der Serie sind sich alle sehr ähnlich, weil 2/3 davon CI ist. Aber weniger ist nicht immer mehr.

Fazit: Nach 3 Folgen mit Andeutungen war diese Folge sehr wichtig. Inhaltlich und von der Produktion bislang das Stärkste.

Samstag, 12. Juni 2010

Rezension: Tony Ballard - 07 - Die Rückkehr der Bestie

Eine eher durchschnittliche Tony Ballard-Folge.

Tony Ballard wird durch das Böse beobachtet und als er in Holsworthy ankommt, schickt man ihm die Reinkarnation von Steve Dury auf den Hals. Dieser vergreift sich aber, wie vor vielen Jahren schon einmal am ganzen Dorf. Hilfe bekommt Tony Ballard, der die Situation schnell erkennt von Dave Donovan, der die Ursprungsbestie besiegt hat.

Dreamland muss aufpassen, immer Top-Qualität abzuliefern. Als Label aus der Szene werfen die Kritiker auf Dreamland immer ein besonderes Auge. Und die Folge hier liegt hinter anderen Ballards zurück.

Das liegt zum einen an der Story, die mich nicht so gerockt hat und zum Anderen an der Sprechermischung. K.-Dieter Klebsch als Erzähler ist eine Marke, Torsten Sense als Tony Ballard ist ebenfalls super. Mit Helmut Winkelmann ist der Tonstudio-Braun John Sinclair wie mit am Start. Daneben stehen aber auch einige Rollen, die sich dann als Amateure anhören.

Die Musik ist klasse und erinnert zum Teil an die alte Musik von Carsten Bohn, zum Teil ist sie wesentlich härter und hat einen eigenen Stil.

Das Cover ist natürlich ein Hingucker und dem Heftroman entliehen. Schön finde ich, dass es sich auch farbig auf der CD wiederfindet.

Fazit: Tony Ballard ist sicher ein Zugpferd von Dreamland und sollte nicht vernachlässigt werden.

Rezension: Raumstation Alpha-Base - 07 - Der Untergang der Alpha-Base

Na, nach dem Titel her die letzte Folge. Aber: Was haben Star Trek und Germanys next Topmodel gemeinsam ... ?

Captain Nicole Schwing sieht sich diplomatisch vor einer großen Herausforderung. Die Einen wollen das Artefakt, dass die Romani mit an Bord der Alpha Base gebracht hat. Die anderen spielen ihre taktischen Spielchen.
Doch dann mischt sich mit Astoran ein Wesen sein, dass Kontrolle über die Zeit und damit die Zukunft hat. Alle sind wie erstarrt ...

Die Antwort meiner Eingangsfrage ist klar: Q.
Inhaltlich kommt zu der Serie, die sich stimmentechnisch fast komplett bei Startrek Voyager bedient nun auch inhaltlich ein Pendant der Star Trek Welt hinzu.
Ich finde das gut, das eine Science Fiction-Serie sich an dem bedient, was so beliebt ist. Mit den eigenen Ideen bleibt es spannend. Gut ist, dass im Inneren des Inlays auch nochmal auf ''Was bisher geschah'' und die wichtigsten Charaktere eingegangen wird. Das erleichtert auch den Quer-Einstieg in die Serie.

Die Sprecherriege kennt man wie gesagt aus Raumschiff Voyager. Gefallen hat mir Jan Panczak. Diese junge Stimme muss man im Auge behalten. Eine tolle Maritim-Entdeckung, oder ?

Die Musik, vor allem das klassiche Titelstück, sind gut und haben natürlich auch Vorbilder im Star Trek Universum. Das rundet das Gesamtbild ab.

Das 3D-Cover hätte zu jedem Science-Fiction-Titel gepasst und ich hätte mir was mehr zum Inhalt passendem gewünscht.

Fazit: Ich mag Science Fiction und die Alpha Base ist eine Serie, die würde ich mir auch 176 Folgen antun.

Rezension: Titania Special - 05 - Alice im Wunderland

Bei Titania gibt man sich bei den Specials (zumeist für Kinder) immer sehr viel Mühe und Liebe.

Alice ist eine Tagträumerin. Als ein Hase ohne Zeit an Ihr vorbei rennt, folgt sie ihm. Im Wunderland ist viel anders und ohne den Erzähler wäre sie manchmal aufgeschmissen.

Eine liebevolle Umsetzung des Kinderbuchklassikers wartet auf den Hörer. Die Produktion ist so gehalten, dass der Eindruck, den man über das bunte Cover bekommt, sich direkt in die Vorstellung übernimmt.

Die Sprecherliste ist lang, aber es sind auch ein paar tolle Leute dabei. Gefallen hat mir vor allem Luisa Woetzorek als Alice und natürlich Roland Hemmo als Erzähler. Er ist ja mehr einer, der immer böse Rollen übernehmen darf. Witzig ist, dass die beiden Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius hier als Cameo mitwirken und sich gleich noch in einer Grafik neben der Sprecherliste verewigt haben ;-)

Die Musikauswahl ist wieder spitze, was auch für die Geräusche zutrifft. Die müssen zum Teil erdacht werden, denn wie stellt man eine Schrumpfung dar ...

Die diesmal sehr detailreichen Illustrationen kommen vom vielgelobten Firuz Askin und passen natürlich wiedereinmal toll.

Fazit: In der Special-Reihe absolut berechtigt und zum damaligen Filmstart wohl goldrichtig: Alice im Wunderland sollte jedes Hörspiel-Kind einmal gehört haben.

Freitag, 11. Juni 2010

Rezension: Gruselkabinett - 42 - Der Sandmann

Eine böse Geschichte und auch das vielleicht böseste Cover der Gruselkabinett-Serie.

Der Student Nathanael hat ein Kindheits-Trauma. Ein Mann namens Coppelius hat vermutlich seinen Vater getötet. Coppelius hatte auf den jungen Nathanael immer einen schlechten Eindruck und diesen nimmt er mit in sein Heranwachsen. Nun, als Student und Mann steht er kurz vor der Verlobung, als ihn die Vergangenheit mit einem reisenden Händler einholt. Beruhigt durch seine Freunde kauft er diesem dann aber eine Brille ab. Eine Brille, die sein Schicksal werden soll. Denn durch die sieht er alles anders ...

Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich an das Ende denke. Die Story ist packen, beginnt ruhig und steigert sich klar zum Ende. Wahnsinn!

Hasso Zorn, der seinen Erzählpart toll rüberbringt, spricht den Hörer zum Teil direkt an. Marius Clarén als Nathanael ist ein Glücksgriff. Und Roland Hemmo als Copelius eine Idealbesetzung.

Musikalisch beweisen Titania wieder ein gutes Händchen und suchen gute Stücke zur Story aus. Auch die Geräusche sind gut.

Das Cover ist genial. Es passt zum Inhalt und sieht toll fies aus. Firuz Askin ist im Moment mit Abstand der beste Illustrator in der Hörspielszene.

Fazit: Tolle Geschichte, toll von Titania in Szene gesetzt. Mit weitem Abstand hebt sich die Folge von den Northanger Abbey-Geschichten ab!

Rezension: Offenbarung 23 - 41 - Der Kronzeuge

Eine klare Zäsur, aber auch die Chance weiter zu machen.

Die Bombe tötete alle Mitglieder der goldenen Horde und Tom Baumann ist im Besitz seiner Akte. 3B sind frei!
Doch die neuen Fakten bringen auch neue Erkenntnisse und alte Bekannte sind nicht mehr so gefährlich oder haben doch einen mysteriöseren Hintergrund als erwartet....

So geht die Verschwörungsserie also zu Ende. Aber es bleiben ein paar Fragen und kleine Handlungsstränge über, an die man anknüpfen kann.

Die Sprecher, von denen keiner so richtig neu ist, sind gut und haben es alle verdient, hier in der Abschlussfolge dabei zu sein. Allen voran Marie Bierstedt, Dietmar Wunder und vor allem David Nathan.

Die Musik, der Score ist mir ans Herz gewachsen und sollte - gerade in der Serie - als Nummer 42 auf den Markt kommen. 42 - das wäre es doch. Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und Allem.... @Andy Matern: bitte!!!

Das Cover signalisiert die Verkündung eines Urteils. Da gibt es viele in der Folge.

Fazit: Offenbarung 23 hat immer gut unterhalten, vor allem in den ersten 29 Folgen. Für eine kleine Auflage wird sich das Weiterproduzieren in dem Stil nicht lohnen. Also abwarten, wer das Erbe der Serie antreten kann. So mutig wie es Jan Gaspard aber gemacht hat, wird es wohl niemand können.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Rezension: Die kleine Hexe - 03 - Die schlaue kleine Hexe

Kleine Hexe, kurzes Hörspiel, große Unterhaltung.

So hätte sich die kleine Hexe den ersten Schultag nicht vorgestellt. Eine tolle Schnitzeljagd!

Meine große Tochter hat die Bilderbücher geliebt. Und daher war ich froh, dass sich jemand dieser Bilderbücher annimmt. Herausgekommen ist etwas Gutes zwischen Hörbuch und Hörspiel, das in der Kürze der Zeit dem Bilderbuch auch gerecht wird.

Eine gute Sprecherauswahl, allen vorran Ursula Illert als Erzählerin, sorgen für den passenden Rahmen. Regisseur Frank Gustavus hat mit ''Jack the Ripper'' nicht nur eines der besten Hörspiele aller Zeiten gemacht, er hat auch mit "Epic" im Genre der Inszenierten Lesung Großes geleistet. Und hier geht er mit dem tollen Kinderthema ebenfalls behutsam um.

Auf die musikalische Untermalung wird viel Wert gelegt und Jens Fischer bietet dazu den Soundtrack.

Das Cover ist der Buchillustration entliehen. Es kann auch Sinn machen, das Buch beim Hören zur Hand zu nehmen.

Fazit: Klasse Kinderunterhaltung. Ich will mehr davon! Und meine Kinder auch!

Rezension: Sisyphos

15 Jahre hat das Hörspiel vom SWR schon auf dem Buckel. Und das hört man ...

Sisyphos ist Herrscher von Korinth und versucht die Götter zu hintergehen. Aber es ist auch ein schlauer Fuchs. Zeus will intervenieren, verfällt aber der Konigs-Gattin Metrope. Oder doch nicht. Sisyphos soll seine gerechte Strafe erhalten. Aber mit Bauern-Schläue versucht er dem zu entkommen ...

Eine humoristische Inszenierung der alten griechischen Sage. Ich habe dabei allerdings immer das Gefühl, mir fehle das Bild dazu.

Das lag zum Teil am Ton der Sprachaufnahmen. Musik und Geräusche sind okay.

Die Sprecher sind gut, aber doch mehr was für's Theater. Ich kann da auch keine hervorheben.

Das esoterische Cover passt so nicht zur Geschichte, denn der Stein soll ja in der Unterwelt sein. Ist aber im CI des DAVs gehalten.

Fazit: Ich hatte mir mehr von der Story versprochen. Das Hörspiel bleibt aber eher trocken als spritzig.

Rezension: Gruselkabinett - 43 - Das Haus des Richters


Ich war gespannt, und es ist wieder solide Titania-Kost.

Der Student Malcolm Macolmson will sich für seine Prüfungsvorbereitungen zurückziehen und da kommt ihm das Angebot, das 'Haus des Richters' kostenlos zu nutzen, gerade recht. Doch etwas stimmt nicht. Ratten stören seinen Schlaf und auch die Dorfbewohner wissen nichts Gutes zu berichten. Die Vorfälle häufen sich und eine Ratte scheint ganz besonders hartnäckig zu sein...

Das Cover verrät viel über die Story und so bleibt auch der ruhige Anfang hinter den Erwartungen zurück, die ich von Titania habe. Doch die Story wird zum Ende hin immer besser.

Die Sprecher-Auswahl ist selbst für Gruselkabinett-Standard sehr gut. Timmo Niesner ist wirklich klasse und Norbert Langer, Ursula Sieg und Hasso Zorn hört man immer gerne wieder.

Musikalisch habe die Jungs von Titania wieder ein gutes Händchen bewiesen. Wobei diesmal auch andere Töne angeschlagen werden. Das hat mir gut gefallen.

Das Cover ist toll, wenn es auch zu viel verrät. Handwerklich gibt es kaum jemanden, der im Moment bei gemalten Covern Firuz Askin das Wasser reichen kann.

Fazit: Schauer-Romantik auf den Punkt. Tolle Produktion, wenn auch kein Top-Highlight der Serie.

Rezension: Geister-Schocker - 09 - Der Höllengraf

Nach der tollen Folge 8 ist die Folge der Serie mit dem tollen Titel inhaltlich leider keine Steigerung.

Sarah Brandner und Christian Czerny haben eine Autopanne und bleiben in der Pampa liegen. Doch im abgeschiedenen Ort geht der Höllengraf um. Als die ersten Opfer zu beklagen sind und Christian Czerny persönlich betroffen ist, schwört er Rache ...

Eine durchsichtige Story mit üblichen Verdächtigen, grausamen Morden und einer Handlung, die einem erfahrenen Horror-Hörer die Augen rollen lässt. Hier ist nichts innovativ und man feuert eine Produktion rund um eine 0 8 15-Gruselstory ab.

Die Sprecher bieten eine solide Leistung und bekannte Namen wie Bodo Primus und Karlheinz Tafel sind dabei. Letzterer zeigt eine gute Wandlungsfähigkeit.

Musik und Geräusche sind so, dass sie die 80er-Gruselserien-Fraktion überzeugen werden (alle die, die auch die Story gut finden werden).

Das Cover sieht super aus, das ist vielleicht das beste der Serie bislang.

Fazit: Klassiker-Freunde könnten auf Ihre Kosten kommen. Ich wünsche mir mehr Folgen wie ''Der See des Grauens''.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Rezension: Wallander - 10 - Heimliche Liebschaften

Heimliche Liebschaften? Pah!!! Gefährliche Liebschaften...

Auf einem Boot wird eine übel zugerichtete Frauenleiche gefunden. Die Spur führt zu einer Wohngemeinschaft, die sehr eingeschworen ist. Und dann ist da noch Oskar Ung, den Linda verhören soll. Doch das ist eine alte Liebe von ihr. Kann Sie trotz der persönlichen Befangenheit einen klaren Kopf bewahren und den Täter finden ...

Eine für den Hörer interessante Mordserie, die nicht nur Wallander in Atem hält. Perfekt inszenierte Spannung bis zum Schluss. Das haben wir mit Sicherheit Regisseur Sven Stricker zu verdanken.

Bei den Sprechern ist als Gast TKKG-Tarzan Sascha Draeger mit dabei, der beweist, dass er ein toller Hörspielsprecher auch außerhalb von Jugendbanden ist.

Kay Poppes Musik passt wieder hervorragend zur Inszenierung und trägt vor allem zur kühlen Stimmung bei, wenn Andreas Fröhlich als Erzähler ranmuss.

Das CI der Serie zielt natürlich auf den Wiedererkennungswert der Fernsehserie hin. Dabei ist die Hörspielserie an sich ein Highlight.

Fazit: Top-Krimi-Hit. Perfekt in Szene gesetzte Krimi-Unterhaltung mit toller Sprecherauswahl.

Rezension: Wallander - 09 - Tod im Paradies

Die Wallanders sind genial - hier eine weiter Kostprobe.

Greger Stehn wird ermordet. Und das mit Botox im Hundefutter. Er ist der einzige Schandfleck inmitten einer paradiesischen Neubau-Anlage und es gibt einen ganzen Bau voll Verdächtiger. Doch alle scheinen ein Alibi zu haben. Doch dann kommt Linda Wallander ein schrecklicher Verdacht...

Eine tolle Kriminalgeschichte mit einem Hintergrund, der durchaus als real eingestuft werden kann. Die Serie lebt von menschlichen Abgründen und hier tut sich mal wieder eine auf.

Axel Milberg ist als Wallander wirklich gut. Getoppt wird er aber noch von Erzähler Andreas Fröhlich, der hier sehr kühl agieren darf. Beängstigend kühl. Aber auch bei den Nebenrollen sind tolle Sprecher dabei. Kerstin Draeger hat hier sicher einen ihrer besten Auftritte überhaupt hingelegt.

Die Musik von Kay Poppe ist genial und Teile davon kennt man aus anderen Wallander-Hörspielen. Die klassische, aber moderne Musik passt wirklich zur Inszenierung und er und Sven Stricker sind sicher ein Dream-Team.

Das Cover ist im CI der Serie. Nur ein Wallander-Foto und ein bisschen Farbe ist aber auf die Dauer langweilig, man erkennt die tollen Hörspiele aber immer wieder.

Fazit: Hörverlag und Wallander: sofort zugreifen, wenn Sven Stricker dabei steht.
Ich kann mich nur wiederholen (so wie es im Cover steht): gute Story, tolle Inszenierung, gepaart mit hervorragenden Sprechern - Krimi-Top-Hit!

Rezension: Dorian Hunter - 10 - Der Folterknecht - 10.2 - Hexenhammer

Der zweite Teil topt den Teil 10.1 nochmal. Ein Hörspiel-Spektakel für Horror-Fans bei denen es am Ende eiskalt über den Rücken läuft.

Graf Nicolas de Conde erfährt Verrat und Dorian Hunter etwas wichtiges über sich. Weil ich nicht spoilern will: mehr verrate ich nicht. Aber es wird für die weitere Geschichte wichtig sein.

Völlig zu Recht wurde auf Kürzungen verzichtet - die Story verdient die Länge über 80 Minuten. Toll inszeniert, vor allem, wo die beiden Sprecherstimmen ineinander übergehen. Das ist ein - sagen wir mal - technisches und inszeniertes Highlight. Gänsehaut.

David Nathan und Thomas Schmuckert sind die Hauptstimmen im Hörspiel. Sie agieren klasse. Und Martin Semmelrogge darf so richtig fies sein. Das wollen wir hören!

Musik und Geräusche passen wie die Faust auf's Auge. Ich kann an keiner Stelle meckern.

Das Cover zeigt das Buch aus dem schon seit Folge 10.1 gelesen wird im CI der Serie.

Fazit: Top Story top inszeniert. Mehr nicht.

Rezension: Ordensschwester Amélie - 01 - Spurlos verschwunden

Eins kann Schwester Amélie nicht versprechen: ''Aber dann keine Mörderjagd mehr'' ...

Schwester Amélie kommt in einer kleinen Ortschaft in der nähe von Brest an und trifft dort auf Mark, der ein Freund wird. Amélie ist eine junge, moderne Nonne, die auch mal über den Tellerrand schaut. Dabei hat sie eine Intuition, die sie ein schlechtes Gefühl bekommen lässt, als ein junge Mann spurlos verschwindet. Sie beauftragt mit Remy Bass sogar einen Privatdetektiv. Zusammen können Sie ermitteln, dass der Mann mehr ist als 'spurlos verschwunden'...

Gibt es ein Leben nach (neben) Lady Bedfort. Mit Ordensschwester Amélie schickt das junge Label Hörplanet eine weitere weibliche Ermittlerin ins Rennen, die eine Menge Vorbilder hat: Pater Brown, Ein gesegnetes Team und natürlich darf auch ein bisschen Dornenvögel nicht fehlen ;-)

Plot und Charaktere sind gut erdacht und man kommt sehr leicht in die Serie. Vor allem, weil man als Hörer am Anfang genauso verblüfft ist wie Mark - der ebenso andere Vorstellungen von Amélie hat - das ist sehr sympathisch umgesetzt.

Die Musik der Serie wurde eigens von Dennis Rohling komponiert. Das hat einen ähnlichen Charme wie bei Lady Bedfort. Zum Teil wurde da auch passend zum Kirchenthema mit Orgel inszeniert. Ich bin gespannt, ob das einen ähnlichen Wiedererkennungswert bekommt wie bei Lady Bedfort.

Die Hauptsprecher sind gut ausgesucht und vor allem die Sprecherin der Amélie, Sarah Riedel, scheint die Rolle auf den Leib geschrieben zu sein.

Das Cover könnte einfacher nicht sein. Das ist komplett in schwarz-weiß gehalten und zeigt eine Klappfigur, die man aus der Psychologie kennt. Egal, Hauptsache ist, das der Inhalt stimmt.

Fazit: Guter Auftakt in eine neue Serie, die wegen ihrer guten Konzeption vielleicht Lady Bedfort den Rang ablaufen kann...

Dienstag, 8. Juni 2010

Rezension: Öland

Eine alte Geschichte...

Vor 20 Jahren ist Jens verschwunden. Seine Mutter und sein Großvater haben die Geschichte nicht vergessen und beide anders verdrängt. Doch ein aufgetauchter Schuh bringt neue Bewegung ist die Geschichte. Und nach und nach kommt die schreckliche Wahrheit ans Licht...

Eine packende Geschichte, die hier geschickt inszeniert wurde. Eine Radio-Thriller wie man sich ihn wünscht.

Die Sprecher sind durchweg gut. Vor allem Traugott Buhre weiss als Großvater zu überzeugen. In einer Nebenrolle, natürlich fies, ist Udo Schenk zu hören.

Die bedrückende Musik und die Geräusche passen zum Inhalt der Geschichte. Und auch das Cover werden die Meisten nach Hören der Geschichte verstehen.

Fazit: Guter Krimi/Thriller, der intelligent inszeniert ist.

Rezension: Offenbarung 23 - 40 - Der Preis der Freiheit

Anders als auf dem Cover ist der Preis der Freiheit kein Gold.

Hagen Wolf, Chef der privaten Sicherheitsagentur Securitas will in den öffentlichen Sektor eindringen. Skorpion will das verhindern und ködert Tom Baumann mit seiner Akte. Er und Florian Bogner schmuggeln eine Bombenattrappe in die russische Botschaft. Doch dann knallt es ...

Obwohl ich immer das Gefühl hatte, Offenbarung 23 sei auf mindestens 52 Folgen ausgelegt gewesen, scheint die nächste Folge vielleicht doch die Lösung oder einen Meilenstein zu bringen. Spannend!

Inhaltlich eine wichtige Folge mit einer Menge guter Ansätze und Verschwörungstheorien.

Eine durchweg gute Sprecherleistung und man beachte, dass Tobias Meister hier eine besondere Nebenrolle hat. Er halt als Drizzt bei Lausch ja bisher super punkten können.

Andy Materns Musik gibt nicht nur den Ton an, sondern auch die Schlagzahl. Das ist ebenso überzeugend, wie die Soundeffekte und Geräusche.

Das Cover verwirrt nach Hören der Folge, aber als Eyecatcher ist es okay.

Fazit: Jetzt will ich wissen, wie Offenbarung 23 zu Ende geht. Leider Leider zu früh! Aber: vielleicht hat pop.de ja Bock, das weiter zu machen. Vielleicht mit Jan Gaspaard. Wegen mir kann die Serie in Objekt23 umbenannt werden oder wie auch immer.

Rezension: Offenbarung 23 - 39 - Insomnia

Insomnia - I can't get no sleep.

Nadja Uljanow überredet Wolfgang Heinmann, ein streng geheimes Projekt online zu schalten. Durch Niederfrequenzen kann nun Berlin nicht mehr schlafen. Das geht auf's Gemüt und schon bald beginnt das Chaos. Können 3B (Pai van Boysen, Tom Baumann und Florian Bogner) das Geheimnis lüften? Wohl kaum, aber sie haben gut Freunde ...

Eine böse Utopie, die Offenbarung 23 hier aufzeigt. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese Folge (wie auch schon Folge 38) zeigt, dass die Serie zu Unrecht eingestellt wird.

Eine tolle Folge, wo vor allem Michael Pan als Messie-Vater von Pia van Boysen zeigen kann, dass er ein Sprecher mit Format ist. Auch David Nathan sei als Tom Baumann (Hauptsprecher) mal wieder hervorgehoben: super Leistung. Willkommen auch Gerrit Schmidt-Foss, der einen Hacker spricht.

Die Musik von Andy Matern kommt super und die Geräusche sind ebenfalls gut.

Das Cover zeigt die Utensilien, die man benötigt zum Insomnia ganz klar.

Fazit: Schnell zu iTunes und ein paar gute Mixe des Faithless-Hits runterladen. Die Folge macht da Lust auf mehr.

Rezension: Offenbarung 23 - 38 - 60 Minuten (Die Echtzeitfolge)


23 goes 24!

Skorpion gibt Tom Baumann, Florian Bogner und Pia van Boysen den Hinweis, dass ein Anschlag in Berlin geplant ist. Doch zu näheren Einzelheiten schweigt er sich aus. Doch 3B kommen der Sache auf die Spur - doch am Geschehen angekommen, bleibt nicht mehr viel Zeit ...

Die CD hat konsequenterweise nur einen Track, etwas über 60 Minuten lang. Vom Zeitablauf ist es fast nachzuvollziehen.

Eine gewagte Folge in der Serie, deren vier vermutlich letzten Folgen nur noch in einer 1000er Auflage bei pop.de erscheinen.
Und dabei werden sie jetzt richtig gut!!!

Die Echtzeitfolge ist rasant und zeigt, wie fassettenreich Offenbarung 23 auch nach dem Ausstieg von Jas Gaspaard sein kann.

Die Sprecher agieren auf einem hohen Niveau. Reiner Schöne finde ich als Walter von Kronberg eine gute neue Figur, die sicher wichtig wird. In den Vordergrund schiebt sich auch Arianne Borbach als Nadja Iljanow.

Die Musik von Andy Matern ist in dieser Folge sehr gut und vor allem wichtig. Die Geräusche sind gut. Wobei ein explodierender Wasserwerfer anders klingen muss.

Fazit: Gute Idee, gut umgesetzt. Daumen hoch für diese Folge von Offenbarung 23.