Freitag, 28. Mai 2010

Rezension: Drei ??? - 138 - Die geheime Treppe

Eine durchweg durchschnittliche Drei ??? Story.

Durch einen Zufall finden die Drei ??? eine Planke und kommen einer Entführung auf die Spur. Sollte es sich bei dem Opfer wirklich um eine Verwechslung handeln. Der erste Detektiv hat da ein Bauchgefühl und tatsächlich scheint die Doktorarbeit von Davy etwas mit dem Verbrechen zu tun zu haben. Sein Thema sind die Löwenritter und es scheint den Geheimbund wirklich zu geben ...

Die Geschichte ist gut für eine neue Folge, aber auch nicht herausragend. Es sind Rätsel drin und eine gute Portion Action.

Wirbel gibt es zur Zeit in einigen Internet-Foren und bei Amazon: Erzähler Thomas Fritsch klingt dumpf und passt nicht wirklich in die restliche Produktion. Europa hat schon reagiert und auf der offiziellen Website gesagt, dies sei neu bei der Download-Variante so; das kann ich nicht bestätigen. Auch bei meiner CD klingt Thomas Fitsch dumpf. Ist für mich kein Beinbruch, wenn es ein einmaliger Ausrutscher bleibt. Aber es sind auch die CDs betroffen.

Auf der Sprecherseite sind die Hauptsprecher wieder gut aufgelegt. Gefallen hat mir Thorsten Sense als Davy. Es zeigt wie wandlungsfähig er ist. Hier spricht er den Mitzwanziger toll, in der Dreamland-Serie Tony Ballard gibt er einen toughen Geisterjäger auch genial. Zwei Rollen, die unterschiedlicher kaum sein können. Tolle Leistung.

Die Musik ist aus diversen Folgen bekannt. Sie dient zur Untermalung gut. Die Geräusche sind ebenfalls gut. Klanglich fällt da nur der Erzählpart aus der Rolle.

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Hörspiel und hat viel mit der Auflösung zu tun.

Fazit: eine durchschnittliche Folge mit einem Ausrutscher bei der Aufnahme, die sicher ein Einzelfall bleiben muss. Ich gehe davon aus, dass man die Download-Variante nachbessern wird. Da wird es gut sein, bei seinem Anbieter auf dem Laufenden zu bleiben.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Rezension: Europa-Hörspielmusik [Jan-Friedrich Conrad]

Ich habe mich sehr gefreut auf die CD.

Die Ankündigung klang vielversprechend und tatsächlich hat Jan Friedrich Conrad eine Europa-Ära geprägt, die nach dem Riesen-Hype gekommen ist.
Mit seiner Synthie-lastigen Musik hat er durch seine post-Bohn Titelmelodie die nach-40-Folgen geprägt. Ich finde es gut, diese prägnante Fassung mal in voller Länge und in verschiedenen Variationen zu hören.

Interessant sind auch die anderen Tracks, vor allem wenn man sich die Zeit bedenkt, zu der diese entstanden sind. Für mich steht da vor allem die A-Team-Titelmelodie nocht hoch im Kurs. Damals machte sich Europa noch die Mühe Hörspiele nach Serien zu produzieren - und nicht einfach (wie andere) die Tonspur mit einem Erzähler zusammenzuklatschen (ALF zu der Zeit als Beispiel). Das hat sich qualitativ gelohnt. Vor allem, wenn man die Freddy Krüger Nightmare-Hörspiele hört, die sicher einen kleinen aber feinen Fankreis hat. Die Titelmelodie ist auch dabei.

Vergleiche zu Carsten Bohn sind hier sicher fies. Anders als Jan Friedrich Conrad hat er eine Band gehabt, die handwerklich eingespielt hat.

Fazit: Sicher hat man bei den 31 Tracks nur selten das Aha-Erlebnis bei den eher unbekannten Tracks. Als Sampler ist die Musik aber durchweg gut, wobei ich selber auch mehr die Brandnew Oldies hören würde.

Samstag, 15. Mai 2010

Rezension: Geister-Schocker - 08 - Der See des Grauens

Für mich die beste Geister-Schocker-Folge bislang.

Die junge Sheila MacKenzie ist Zeuge, wie der Familienfluch der Abernathys zuschlägt. Der Clan scheint kein Mittel zu haben gegen den verfluchten Edgar Canmore. Wird Sheila einen Weg finden, den Fluch vom See des Grauens zu nehmen ... ?

Die Story ist einfach anders als die 0 8 15-Gruselstory, die man sonst in den Gespensterreihen geboten bekommt. Und das macht den Reiz aus.

Die Sprecherleistungen sind durchweg gut. Überraschend gut ist Alexandra Schalaudek in Ihrer Hauptrolle. Bert Stevens ist natürlich wieder der Idealbösewicht. Bekannte Sprecher wie Jürg Löw (Erzähler bei Point Whitmark) und Karlheinz Tafel (Sir Powell in John Sinclair) runden das Bild ab.

Die musikalischen Untermalungen und die Sounds sind gut.

Das Cover passt zum Inhalt. Allerdings anders, als die Geschichte es hergibt. Vielleicht fand ich deshalb die Story auch so gut, weil sie über das Cover-Klischee hinausgeht.

Fazit: eine Stunde gute Geister-Schocker-Unterhaltung der alten Schule von Romantruhe Audio. Weiter so!

Rezension: Now - Akte 2

Mit dem Aufdruck ''Amateur-Hörspiel'' stapeln Farelia mal wieder tief...

Die WG-Bewohner sind es satt, hinter der Masse herzulaufen. Und tatsächlich bekommen sie die Chance hinter den Horizont zu blicken. Und tatsächlich sind sie danach unterwegs und haben eine Mission...

Ein bisschen Schade ist, dass man als Neuhörer von Farelia die Vorgeschichte kennen sollte. Dazu ist nicht nur Die Akte 1 notwendig, sondern es macht auch Sinn aus der Serie ''Flüche, Geister und Dämonen'' die Folgen 2-6 zu kennen.

Das Hörspiel hat sich nach Meinung zum Ziel gesetzt, ein paar andere Denkansätze zu zeigen. Da bedient man sich der verschiedensten Theorien und hinterfragt Lobbies, Politik und Religion.
Und was ich geil finde: man schafft es sogar, die Serie Offenbarung 23 an einer Stelle durch den Kakao zu ziehen.

Fast alle Sprecher im Hörspiel sind sicher unter der Kategorie ''Amateure'' anzutreffen - soweit stimmt der Aufdruck. Aber sie geben sich große Mühe, das zu verbergen. Die Leistung ist gut. Sprecher-Legende Konrad Halver ist schon ein paar Mal bei Farelia dabei gewesen und ist wieder in einer kleinen Rolle zu hören.

Die Musikuntermalung ist großartig. Dies und Geräusche und Sounds bringen das zum Vorschein, was Farelia am besten kann: eine tolle Atmosphäre schaffen. Und das klappt bei Now2 wieder super.

Das Cover ist eine Collage aus Dingen, die ich für polarisierend halte. Ist aber im Stil der Serie.

Fazit: das hier geht vor allem inhaltlich über das Amateur-Hörspiel hinaus und ist mit zwei Stunden auch abwechslungsreich und unterhaltsam.
Und weil ich persönlich angesprochen wurde: im realen Leben findet man Freunde!

Mittwoch, 12. Mai 2010

Rezension: Anne - 18 - In guten wie in schlechten Zeiten

Und noch ein Meilenstein :-)

Anne ist mit dem Leben auf Four Winds beschäftigt und lernt viele Leute besser kennen. Aber auch neue Bekannte stehen auf der Liste, die zum Teil eine dunkle Vergangenheit haben. Anne muss sich alle Mühe geben, da Ruhe und Frieden rein zu bekommen.

Es wird in der Folge einiges klarer, aber es bleibt noch genug Stoff, um die Staffel mit viel Inhalt emotional zu beenden.

Die Produktion von Titania ist genial, denn durch Sound und Musik wird eine wirklicht tolle Atmosphäre geschaffen.

Melanie Pukaß kann hier als Leslie Moore super überzeugen. Tom Vogt spielt den verwirrten Dick Moore hervorragend. Von Andreas Mannkopff hatte ich mir mehr versprochen.

Schön, das es Captain Jim (gesprochen von Hasso Zorn im Hörspiel) es auf den Titel geschafft hat. Eine tolle Illustration von Firuz Askin.

Fazit: Tolle Serie für Kinder und Ihre Eltern. Oder Kassettenkinder und ihren Nachwuchs ...

Rezension: Anne - 17 - Ein neues Zuhause

Ein neuer Meilenstein in Annes Leben.

Anne wird heiraten und mit Gilbert nach Four Winds ziehen. Der Abschied von Green Gables und Ziehmutter Marilla fällt Ihr schwer.
Doch der Empfang wird Anne auf Four Winds leicht gemacht. Sie findet schnell Freunde und diese sind zum großen Teil auch sehr komisch ...

Jetzt schon wird einem das Herz schwer, wenn man an das Ende der Serie mit Folge 20 denkt. Keine Hörspiel-Serie hat es in letzter Zeit so geschafft, emotional zu berühren.

Das liegt zum großen Teil an der liebevollen Produktion, die das Titania-Team hier an den Tag legt. Emotionen sind sehr wichtig.

Dafür sorgen die Atmosphäre durch gut ausgesuchte Sounds und Geräusche.

Aber auch die Sprecher sind gut ausgesucht. Seit Anfang der Serie bringt Lutz Mackensy das Enid Blyton-Feeling in die Serie. Und neben Anne-Darstellerin Marie Bierstedt ist es vor allem Hasso Zorn als Captain Jim, der hier für gute Stimmung sorgt.

Das Cover zeigt mit der Hochtzeit sicher den emotionalsten Teil des Hörspiels. Eine künstlerisch wie immer hochwertige Arbeit von Firuz Askin.

Fazit: Grandioser Start in die letzte Staffel. Toll gemachtes Hörspiel für Jung und Alt.

Sonntag, 2. Mai 2010

Rezension: Gruselkabinett - 41 - Northanger Abbey (Teil 2v2)

Mehr Romantik als Grusel.

Catherine ist auf Northanger Abbey und vermutet hinter jeder Ecke etwas Schauriges. Doch leider ist die Realität ernüchternd. Aber auch das Verhalten der Tilneys ist merkwürdig. Der General ist von ihr begeistert, schmeißt sie aber dann aus der Abtei. Und aus ihrem Angebeteten Henry wird sie auch nicht schlau.
Am Ende klärt sich alles auf...

Zwar hat das Hörspiel ein paar schaurige Momente, aber im Grunde genommen ist es ein wenig fehl am Platz in der Gruselkabinett-Serie. Wobei die Produktion wie immer in der Serie zu überzeugen weiß. Ich hätte mir gewünscht, dass der zweite Teil schauriger gewesen wäre.

Die lobende Erwähnung der Sprecher des Ersten Teils kann man hier wiederholen. Der Cast selber verkleinert sich aufgrund der Location.

Musik und Geräusche sind exzellent ausgesucht und vermitteln zu jeder Zeit die Stimmung. Spannung wird aufrecht erhalten bis zur erlösenden Erklärung.

Diesmal ist Catherine auf dem Cover nicht vor sondern in der Abtei zu sehen. Natürlich eine Szene aus dem Hörspiel. Künstlerisch perfekt in Szene gesetzt von Firuz Askin.

Fazit: Ein Etikettenschwindel sei Titania verziehen, denn bislang hat man sich bei den Gruselstoffen nicht vertan. Hier wäre es nun nur fair aus dem Stoff eine Seriennachfolgerin von Anne zu finden, deren Geschichte ja nach 20 Folgen abgeschlossen ist.

Rezension: Gruselkabinett - 40 - Northanger Abbey (Teil 1v2)

Nur eine romantische Vorgeschichte?

Catherine Morland führt ein gut-behütetes Leben. Sie steht total auf Schauer-Romane und die retten sich zum Teil in Ihre Realität und ihre Träume. Die Freunde Mr. und Mrs. Allen nehmen Sie mit nach Bath, wo sie in die Gesellschaft eingeführt wird. Dort lernt sich auch Henry Tilney kennen und lieben. Sein Vater hat eine Abtei als Zuhause. Wie gerne würde sie gerne mal auf Northanger Abbey leben ...

Die Produktion ist wie immer bei Titania Medien vom Feinsten. Gute Sprecher, ausgefeilte Atmosphäre durch gut ausgesuchte Musik und Geräusche. Doch wo ist in der Folge der Grusel? Teil 1 beinhaltet also die Vorgeschichte.

Marie-Luise Schramm spricht gut, auch wenn generell die vornehme Art nach einer Zeit penetrant wirkt. Norbert Langer ist in seiner Rolle als Genral Tilney ideal besetzt. Erzähler ist Hasso Zorn und diesmal super.

Das Cover zeigt Catherine und die Abtei. Wenig einfallsreich, aber wieder eine großartige künstlerische Arbeit von Firuz Askin.

Fazit: Anne-Fans werden hier mehr Spaß an der Folge haben, als Grusel-Fans. Aber aus Catherine ließe sich eine großartige Serien-Heldin als Ersatz für Anne machen.