Freitag, 30. April 2010

Rezension: Team Undercover - 05 - Der geraubte Stern

Herrn Fossi sieht man ja auf dem Titel und seinen Hit darf er am Ende der CD in voller Länge trällern.

Freddys Mutter steht total auf den Schlager-Fuzzi Sergio Fossi und schleppt das Team Undercover mit auf dessen Konzert. Doch der Sänger wird mit Drohbriefen traktiert und es passieren auch Anschläge. Das Team ermittelt, kann aber seine Entführung nicht verhindern. Nick, Anne und Freddy müssen hart kombinieren, um den Täter zu überführen.

Auch diese Folge der relativ neuen Jugend-Krimi-Serie von Contendo Media kann sich hören lassen. Sie lassen ein Schlager-Ambiente entstehen, dem die meisten lieber entfliehen wollen. Nicht ohne Augenzwinkern ermittelt hier die Jugendbande; auch mit modernen Kommunikationsmitteln.

Die Sprecher agieren gut und vor allem Claudia Urbschat-Mingues kann wieder als arrogante Managerin überzeugen. Harry Heib gibt den überheblichen und vermutlich in rosa gekleideten Schlagerstar toll, auch wenn mit einem Hang zur leichten Übertreibung. Overacting pur ist Thomas Hover als Reporter Balduin Sanders.

Die Hörspielmusik kennt man nun schon aus den vorangegangenn Folgen. Die Schlagermucke, die hier extra eingeschoben wurde, ist gruselig, aber authentisch. Als 'Bonus' gibt es am Ende die Schlager-Dröhnung.

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Hörspiel und gibt eine Menge Requisiten zusätzlich. Das ist durchdacht.

Fazit: Der geraubte Stern im Schlagermilleu ist die bislang unterhaltsamste, aber auch die Gewöhnungsbedürftigste. Aber am Ende hat mir die Stunde Unterhaltung gut gefallen.

Freitag, 23. April 2010

Rezension: John Sinclair - 56 - Eine schaurige Warnung

Ein Männlein steht im Walde, nicht still und stumm.

Abrakim ist ein Dämon, der seinen Wald beschützen will. Scheinbar wahllos tötet er grausam und hängt seine Opfer in die Bäume. Der Dorf-Sheriff ruft John Sinclair zu Hilfe. Und der hat in Abrakim einen gefährlichen Gegner. Doch er bekommt Hilfe von unverhoffter Seite.

Das, was sich in Folge 55 angedeutet hat, wird hier bestätigt. Das ist gut gemacht und damit hängen die Folgen zusammen, auch wenn nicht unmittelbar.

Die Leistung der Sprecher ist durchweg wieder gut. Jochen Malmsheimer als Abrakim overacted allerdings für meinen Geschmack viel zu viel.

Die verwendete Musik und die Geräusche lassen eine perfekte Atmosphäre entstehen, die keiner so gut kann wie Oliver Döring.

Zum schaurigen Titel gibt es ein schauriges Cover mit einer schaurigen Szene aus dem Hörspiel. Gruselig ist da nur Sinclairs Gesichtsausdruck ...

Fazit: gutes Hörspiel, das beim Auftritt des Waldgeistes durchs Overacting teilweise ein wenig grotesk klingt. Aber eben auf hohem Niveau.

Rezension: John Sinclair - 55 - Fenris, der Götterwolf

John Sinclair mal ohne die Mordliga, aber mit einem sehr wichtigen Fall.

Nadine Berger soll beerdigt werden und das in Avoca. Doch als der Sohn des Lichts auftaucht, wird er von einem Werwolf angegriffen, den er tötet. Damit kommt eine lange Tradition aus den Fugen. Die Spur führt in ein Kloster, wo die Äbtissin sich gerade opfern will. Doch ihr kommt jemand dazwischen ...

Eine wichtige Folge für die Zukunft und eine, bei der mächtige Gegner auftauchen. Aber das Gute siegt.

Die Produktion ist sauber und hochkarätig, wie zu den besten Zeiten der Serie. Wegweisend ist sicher die Gradlinigkeit und die Schockeffekte.

Bei den Sprechern gibt es nichts auszusetzen. Da alle eine sehr gute Leistung bringen, sticht auch keiner hervor. Vielleicht könnte man Bernd Rumpf als Pfarrer extra loben.

Musik und Geräusche sind gut und passen sich in die gute Produktion ein.

Das Cover habe ich vor dem Hören nicht verstanden, aber danach ist es klar. Interpretieren kann man es als eine der Schlüsselszenen.

Fazit: So eine Einzelfolge inmitten der Mordliga-Geschichte bei John Sinclair tut der Serie gut. Und es war eine knappe Stunde perfekter Hörspiel-Unterhaltung.

Rezension: Drizzt - Die Saga vom Dunkelelf - 14 - Gefährliche Begegnungen (Teil 2 von 2)

Gefährliche Begegnungen - das kann man wohl sagen!

Drizzt ist Vierna und Entreri in die Falle gegangen. Doch sie spielen erstmal nur mit ihm. Aber auch seine Gefährten sind in Kämpfe verwickelt. Zwar kann sich Drizzt befreien, aber die Gefahr ist nicht gebannt. Und dann steht er seinem Erzfeind gegenüber ...

Der zweite Teil ist noch stärker als die vorangegangene Folge 13 - den ersten Teil des Zweiteilers. Auf jeden Fall, was Action angeht. Aber auch inhaltlich ist es spannend und am Ende etwas traurig.

Tobias Meister ist hier wieder Drizzt und Erzähler zu gleich. Er hat diesmal gerade in den Schlachten viel Text und es wird fast hörbuch-artig. Allerdings lassen die Atmosphäre und Hintergrundgeräusche das ganz gut vergessen.

Das Cover zeigt Drizzt und einige Spinnen. Das kommt im Hörspiel nicht vor - höchstens im übertragenen Sinne. Aber es sieht eben ein wenig ekelig aus ;-)

Fazit: Es bleibt zu hoffen, dass es mit Drizzt schneller weitergeht als diesmal. Der Dunkelelf darf nicht so lange Pausen machen. Das würde der Serie gut tun. Und hier haben wir es mit einer Fantasy-Ausnahme-Serie zu tun.

Drizzt - Die Saga vom Dunkelelf - 13 - Das Vermächtnis (Teil 1 von 2)

Hochzeit mit Hindernissen...

Drizzt kommt in Mitrilhalle an, um schon vor der Hochzeit von Wulfgar und Catti-Brie bei seinen Freunden zu sein. Und tatsächlich finden sich weitere Gefährten ein. Doch Drizzts Schwester Vierna ist, halb wahnsinnig, davon überzeugt, die Gunst der Spinnenkönigin Loth wiederzuerlangen, wenn sie Drizzt tötet. Und dazu hat sie einen grausamen Plan geschmiedet, zu dem sie einige Verbündete hat ...

Der erste Teil des Zweiteilers hat alles, was man an der Hörspielserie schätzt: tolle Sprecher, düstere Atmosphäre und eine coole Fantasy-Handlung. Der Hinterhalt, in den Drizzt und seine Gefährten gelockt werden sollen, ist böse und am Ende der Folge sieht es nicht gut für den Dunkelelfen aus...

Tobias Meister kann hier wieder als Drizzt und zusätzlich als Erzähler brillieren. Neben ihm gefallen mit Uwe Hügle als Bruenor super und Helmut Gentsch als später auftretender Thibbledorf Pwent (einen Namen, den Tobias Meister extrem schnell nuschelt, denn keiner kann den aussprechen).

Die Atmosphäre, ausgesuchte Musik und Geräusche haben Lausch zu einem sehr guten Mix verarbeitet.

Das Cover zeigt Drizzt mit der Astralkatze Gwennywar in einer Höhle. Das passt zum Inhalt.

Fazit: Ich bin ja immer skeptisch, wenn man die Platzierung bei Amazon als besonders Toll in Pressemitteilungen hervorhebt - so unter dem Motto: ''haben die nichts Besseres zu vermelden''. Aber hier bei Drizzt ist das absolut gerechtfertigt gewesen.
Tolle Hörspiele!

Drizzt - Die Saga vom Dunkelelf - Box1 - (Folgen 01-03)

Während es mit dem Zweiteiler aus Folge 13 und 14 spannend weitergeht, kann sich der geneigte Neuling mit der ersten Drizzt-Box aufholen: denn so beginnt die Saga bei Lausch ...

Drizzt soll eigentlich geopfert werden, aber er kann der Tradition entkommen. Durch seinen eigentlichen Vater wird er ausgebildet. Doch das Töten macht ihm keinen Spaß - wider der Natur eines Dunkelelfen. Er entschliesst sich seiner Sippe den Rücken zu kehren, was der Spinnenkönigin Loth missfällt. Auf der Flucht gewinnt er wichtige Freunde ...

Wer hätte 2006 gedacht, dass Drizzt so eine bedeutende Serie wird. Zwar habe ich die Fantasy-Geschichte als 'Special Interest' eingestuft, aber der Erfolg gibt Lausch recht: gut gemachte Fantasy-Action hat seinen Platz in der Hörspiel-Welt.

Die Folgen der Drizzt-Reihe sind von Anfang an stark besetzt. Tobias Meister hat hier eine Paraderolle als Drizzt und zusätzlicher Erzähler übernommen.

Die düstere, harte Musik und Atmosphäre sind ein Markenzeichen der Serie und passen zur Geschichte. Auch die Geräusche sind gut ausgesucht.

Die Cover sind gut und das der ersten Folge ist in anderer Farbe und Ausschnitt auf der Box zu erkennen.

Fazit: Habe ich was zu bemängeln? Ja - aber nur wenig! Zwar kann man für gute 20€ nun die ersten drei Folgen in einer Box hören, was ein guter Preis ist. Allerdings enthält die Box keine 'Specials' für den Fan, der die Folgen schon besitzt. Für einen Hardcore-Fan hätte ich das gut gefunden.

Dienstag, 20. April 2010

Rezension: Raumstation Alpha-Base - 06 - Die Romani

Nicole Schwing hat es mit einer Reihe von Problemen zu tun.

Ein Asteroid fliegt auf die Alpha Base zu, auf der sich die Menschen gerade arrangiert haben. Dazu kommen noch Terroristen, Außerirdische und neue Bedrohungen durch neue Gegner. Kommandantin Nicole Schwing hat alle Hände voll zu tun ...

In der Folge hatte ich das erste Mal den Eindruck, dass der Seriencharakter durch kommt. Eigenständig kann man die Folge kaum hören. Auch bleiben am Ende Fragen offen, die erst in der nächsten Folge geklärt werden. Dafür empfiehlt es sich eigentlich, mehrere Teile gleichzeitig herauszubringen oder die Abstände zu verringern. Potential hat die Serie auf jeden Fall.

Die Geschichte wird eigenständiger und wendet sich mehr und mehr davon ab, ein Star Trek-Clone zu sein. Wobei sie es bei den Sprechern ist. Die meisten, wie Gertie Honeck, Frank-Otto Schenk und Stefan Staudinger, kennt man aus der Voyager-Serie.

Musik und Geräusche sind klassisch gehalten und verstärken den Eindruck wieder, eine Fernsehserie zu sein. Das ist aber eher positiv gemeint.

Das Bild zeit einen roten Planeten - das passt dann zum Inhalt, obwohl es als Motiv eher einfach ist.

Fazit: Ich bin Science Fiction-Fan und mag die Serie, weil sie immer eigenständiger wird. Maritim hat sich produktionstechnisch weiter verbessert und bietet fast immer gute Stories und eine gute Produktion.

Rezension: Sherlock Holmes - 47 - Der Mazarin-Stein

Inhalt des Hörspiels

Der Mazarin-Stein ist der Hauptstein aus der englischen Krone. Und er wurde gestohlen.

Sherlock Holmes wird beauftragt, den Stein wieder zu beschaffen. Eine schwierige Ermittlung beginnt. Und dann kündigt sich der Hauptverdächtige in der Bakerstreet an ...

Eine gute Story, deren Ermittlung von Sherlock Holmes eine richtige Herausforderung ist. Vor allem der Umbau der Wohnung hört sich spannend an ...

Christian Rode und Peter Groeger sind wie immer ein gutes Gepann. Aber Lutz Riedel und Udo Schenk sind als Bösewicht-Gespann fast noch besser.

Musik und Geräusche sind auf einem von der Serie bekannten guten Niveau. Eine klassische Machart verleihen wie immer den Schwarz-Weiß-Charakter.

Das Cover von Illustrator Simon Römer zeigt den Raub des Steins. Passt zum Inhalt ist aber keine Szene aus dem Hörspiel.

Fazit: So kann die Serie immer weitergehen. Vermutlich sind aber nur noch ca. ein Dutzend Geschichten über. Aber da gibt es noch ein paar interessante Geschichten, die Maritim vertonen kann ...

Rezension: Gabriel Burns - 34 - Ich weiß, was Angst ist

Bakerman will den achten fahlen Ort versiegeln. Und Steven will Gabriel töten.

Steven Burns rettet April Carradine in Indien das Leben. Sie ist bei der Expedition zu einem Tempel dabei, wo Bakerman den achten fahlen Ort vermutet...

Und dann so ein Cliffhanger - wie gemein.

Das indische Flair kommt beim Hörspiel super rüber. Nicht nur durch Musik, sondern auch durch die Geräusche und die Atmosphäre. Das kann keiner so wie Volker Sassenberg.

Jürgen Kluckerts Erzählweise ist beeindruckend, auch wenn er hier ein wenig viel Text hat. Aus seiner sonoren Art kommt er da nicht raus. Gefreut habe ich mich auf Karl Schulz (Killkenny aus Caine), der hier aber nur einen kurzen und indischen Auftritt hat - leider.

Das Cover zeigt einen Teil eines indischen Kopfes mit Kastenzeichen. Das passt auf jeden Fall zur Umgebung der Geschichte. Das ist ja eigentlich immer so bei der Serie.

Fazit: Ich hätte mir eine 'Warnung' gewünscht, das das hier ein Zwei- oder Mehrteiler ist. Aber von der Machart her ist das wieder eine starke atmosphärische Folge mit viel Action. So wie es der Burns-Fan will.

Rezension: NYPDead - 04 - Virus per Mail

Wow, die beste Folge der Serie und eines der besten Thriller-Hörspiele, die ich seit langem gehört habe.

Zwei Fälle beschäftigen das Team um Russel Owen: zum einen wird eine mumifizierte Leiche in einem Abrisshaus gefunden und zum Anderen sterben in einem Krankenhaus Leute aufgrund von technischem Versagen. Damit sind die Pathologen auf der Spur eines Hackers und eines Altenheims, das weitere schlimme Geheimnisse birgt...

Die Serie, die stark an die Fernsehserie NavyCIS angelehnt ist - auch was die Sprecher angeht - ist ein Hit. Zwar ist es für die jüngeren Hörer eher nichts, aber der Mut, sich auch an Serien für Erwachsene zu wagen, zahlt sich hier aus.

Viele bekannte Fernsehstimmen kommen hier zum Zug und vor allem Wolfgang Condrus kann den fiesen Chef hervorragend umsetzen. Gefallen hat mir auch der Lutz Riedel, der hier einen Alkoholiker miemen darf. Das hat so gar nichts von Jan Tenner und zeugt davon, dass Maritim auch bei der Regiearbeit aufholt.

@Maritim: den Soundtrack will ich haben. Die härtere Gothic-Musik ist kommt super. Auch die Geräusche sind gut.

Das Cover zeigt nicht unbedingt eine Szene aus dem Hörspiel, man kann sich aber mit dem Titel was dazu denken.

Fazit: Klasse Hörspiel, gute Story, Top Erwachsenen-Unterhaltung. Von dem Stuff will ich mehr - und Maritim bringt ja weitere Folgen!

Montag, 19. April 2010

Rezension: Lady Bedfort - 32 - Die Leichenlichtung

Der Fall ist nicht so spektakulär, aber endlich gibt es Gewissheit im Fall 'Inspektor Miller'.

Ist Jacob Freeman das Opfer eines üblen Scherzes? Er sieht einen Mord, der keiner ist. Seine Ex-Frau kommt aufgrund einer Einladung, die er nicht ausgesprochen hat. Aber ist Freeman deshalb verrückt? Lady Bedfort ist sich da nicht so sicher und recherchiert weiter...
Unterdessen kommt es zur finalen Anhörung von Inspektor Miller, die ein unerwartetes Ergebnis hat.

Ich freue mich also auf weitere Folgen mit Inspektor Miller, dem wahrscheinlich eine gute Connection aus Folge 30 geholfen hat.

Musik und Geräusche sind auf einem gleichbleibend guten Niveau - gesehen auf die ganze Serie. Die eigens für die Serie komponierte Musik passt gut.

Gerd Holtenau ist als Jacob Freeman gut, fast noch besser ist Marianne Groß als seine Ex-Frau. Und ich hoffe, dass Bodo Wolf alias Inspektor Gomery der Serie erhalten bleibt.

Das Cover zeigt eine Lichtung im Wald - nicht sehr einfallsreich, aber dafür auch im CI der Serie. Auf den Inhalt der CD kommt es ja eher an.

Fazit: Gute Unterhaltung und an Waltraud Habicht kann man sich als neue Lady Bedfort gut gewöhnen. Für den Hörplanet bleibt die Serie damit ein Dauerbrenner.

Rezension: Lady Bedfort - 31 - Das Feuer in der Nacht

Das Feuer in der Nacht ist eine böse Umschreibung der Tat.

Bruce Calloway wird niedergeschlagen, mit Benzin übergossen und angezündet. Lady Bedfort ist zufällig bei einem Bekannten der Ehefrau und damit involviert. Es gibt eine Hand voll Verdächtige, die befragt werden müssen bis der Täter gestellt wird ...

Stark ist, das es hier wirklich viele Verdächtige mit einem guten Motiv gibt. Und das es gelingt, doch eine überraschende Auflösung zu bringen. Ein skurilles Umfeld tut da ebenfalls gut.

Musik und Geräusche sind gut und da kommt der extra für die Serie komponierte Soundtrack gut.

Als Gaststar bei den Sprechern kann man Detlef Bierstedt nennen. Seine omnipotente Stimme passt hier als August Bell sehr gut. Der ganze Cast ist hervorragend u.a. mit Sascha Rotermund, den man aus den Drei ??? Live kennt.

Das Cover passt zu einem Asservat aus dem Hörspiel und hat natürlich für den ganzen Fall Symbolcharakter.

Fazit: Ein wenig Rahmenhandlung gibt der Story zusätzlich Pfeffer, inhaltlich super gemacht. Lady Bedfort ist immer eine Stunde Krimiunterhaltung.

Rezension: Lady Bedfort - 30 - Der seltsame Mieter

Es kann der frömmste nicht in Frieden leben wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt...

So ergeht es Inspektor Miller, der aufgrund der laufenden Ermittlungen gegen ihn umziehen muss. Er erkennt in seinem Nachbarn einen Kriminellen, aber der scheint im Gefängnis zu sitzen. Oder ist er es doch? Einem Reporter, der hinter das Geheimnis gekommen zu sein scheint, kostet die Information schon das Leben ...

Eine gute Story, die eng verbunden ist mit der interessanten Geschichte um die Ermittlungen gegen Inspektor Miller.

Zwar steht Waltraut Habicht als Lady Bedfort im Sprechercast, sie taucht aber nur am Ende der CD kurz auf. Eigentlich ist es ein Inspektor Miller-Fall, der hervorragend gesprochen wird von Santiago Ziesmer. Gefallen hat mir natürlich noch Udo Schenk als Frank Sullivan.

Die Musik für die Serie wurde von Dennis Rohling selber geschrieben. Hier kommen einige Jingles zum Einsatz, die ich sehr einfach finde, aber trotzdem eingängig sind. Das ist mir aber hier nur bei der Folge aufgefallen.

Das Foto auf dem Cover konnte eine Szene aus dem Hörspiel sein. Das CI der Serie wird damit eingehalten. Die Serie ist sehr gradlinig von der Covergestaltung.

Fazit: Auch wenn Lady Bedfort eigentlich nicht auftaucht, ist es eine tolle Folge, die ich vor allem wegen der Rahmenverstrickung gut fand. Und wichtig ist sie auch für Folge 32.

Mittwoch, 14. April 2010

Rezension: Ein kalter Strom (Val McDermid)

Ein Thriller der Extraklasse.

Tony Hill ist Profiler und lässt sich überreden, einen Serienkiller zu jagen. Dabei ist die schöne Ermittlerin Carol Jordan nicht unschuldig. Sie ermittelt zwar an anderer Stelle, aber anscheinend gibt es doch Zusammenhänge bei den Fällen. Doch keiner ahnt, dass beide Ermittler bald selber im Fadenkreuz stehen. Und für beide sieht es übel aus ...

Ein harter Thriller von Val McDermid, der hier von Regisseur-Ass Sven Stricker modern in Szene gesetzt wird. Das Hörspiel ist packend und endlich wagt es mal jemand, einen guten Thriller als Hörspiel zu verarbeiten, anstatt es nur zu einer Lesung werden zu lassen.

Die musikalische Arbeit von Jan-Peter Pflug kennt man. Sie ist immer auf den Punkt. Und meist ist er dabei, wenn Sven Stricker Regiearbeit macht. Die beiden sind ein eingespieltes Team und heraus kommt immer ein Score, der auf dem Punkt ist. Die Geräusche sind ebenfalls gut.

Bei den Sprechern setzt man auf erfahrene Schauspieler und Sprecher. Leslie Malton hat meine Frau sofort erkannt. Und auch Heikko Deutschmann kennt man als herrausragenden Sprecher. Auch mit dabei: Anne Moll, Boris Aljinovic und Wolf Frass.

Das Cover ist dem Buch entliehen und ich weiss nicht, was das zu bedeuten hat.

Fazit: Klasse Thriller als Hörspiel verpackt. Das sind über 2 Stunden packende Unterhaltung der Extraklasse.

Rezension: Geister-Schocker - 07 - Die Bestien aus dem Todesmoor

Eine Geschichte wie aus den Gespenster Geschichten Comics der 80er. "Seltsam, aber so steht es geschrieben.

James Parr verkauft seine Seele für Karriere, Liebe und Macht. Und mit den Mächten des Bösen geht er dabei einen unheilvollen Pakt ein...

Mehr möchte ich eigentlich auch nicht verraten, denn die Rahmengeschichte ist nicht der Rede wert und das böse Ende eben der Clou. Eine zwar vorhersehbare, aber doch klassische Gruselgeschichte, die sich Markus Winter hier ausgedacht hat.

Die Produktion ist gut - vor allem gut mit Musik und Geräuschen in Szene gesetzt.

Martin Armknecht ist als James Parr die Hauptperson mit auch dem meisten Text. Leider hat er gerade bei den diabolischen Lachszenen die Tendent zu overacten. Das Hörspiel ist mit kaum Stars besetzt. Und Karlheinz Tafel (Sir James Powell bei John Sinclair) hat leider nur eine kleine Nebenrolle.

Die Cover zu den Hörspielen finde ich klasse und die geben auch einen Extra Stern.

Fazit: Das Newcomer-Label des Jahres 2009 beim Hörspiel Award (die erste Produktion erschien im Jahre 2009!!!) mausert sich zu einem Top-Anlaufpunkt für Fans klassischer Grusel-Hörspiele.

Rezension: Drei ??? Kids - 14 - Gefahr aus dem All

Skinny Norris taucht auf!

Die Drei ??? treffen auf Janet, deren Onkel Randolph Appelton in der Sternwarte lebt. Skinny Norris will das süße Mädchen gerne mit seinem Roller zum Onkel bringen, aber das klappt nicht. Justus, Peter und Bob liefern sie bei dem Onkel ab, der einige Erfindungen in Petto hat. Das hört auch Skinny Norris und anscheinend verrät er Diese. Am nächsten Morgen ist Randolph Appelton verschwunden. Entführt? Die Drei ??? Kidsn nehmen die Spur auf...

Wieder eine spannende Geschichte mit einer straighten Suche nach der Wahrheit. Die Geschichten der Drei ??? Kids sind zwar für jüngere Hörer auch gemacht, begeistern mich aber zur Zeit mehr als die ''normale'' Drei ??? Serie.

Die Hauptsprecher - Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann - die auch in den Filmen die Rollen synchonisieren, machen ihren Job gut. Übertroffen werden sie von Tim Kreuer, der Skinner Norris absolut überzeugend spricht.

Musik und Geräusche sind sehr gut und passen klasse zur Story. Dabei kommen alte und neue Musikstücke zum Einsatz. Mehr Musikauswahl tut den Hörspielen hier gut. Das Titellied ist ein klasse Ohrwurm.

Das Cover von Stefanie Wegner zeigt wieder eine Szene aus dem Hörspiel und zwar so, wie ich mir das vorgestellt habe. Klasse und vor allem mal farbenfroh.

Fazit: Auf dem Niveau - produktions- wie vorlagentechnisch - kann es für die Serie gerne weitergehen. Top!

Rezension: Drei ??? Kids - 13 - Im Reich der Rätsel

Die Folge mit dem Spieleerfinder hat mir gut gefallen.

Onkel Titus soll für einen bekannten Schauspieler einen Teil der Erbschaft als Transportunternehmen wegschaffen. Die Drei ??? Kids sollen helfen. Zusammen fahren sie zur Testamentseröffnung, der auch der Stiefbruder und dessen zickige Frau beiwohnen. Doch die Testamentseröffnung läuft anders als erwaret. Ein Spiel soll gespielt werden und der Gewinner erhällt die Erbschaft. Justus, Peter und Bob machen sich auf die Jagd und müssen zahlreichen Spuren folgen ...

Eine spannende Schnitzeljagd mit ein paar besonders kniffligen Aufgaben. Rasant und gut in Szene gesetzt durch den Autoren Ulf Blanck.

Die Sprecher wirken alle gut. Christine Pappert kann als abgedrehte Frau absolut überzeugend. Sie nervt autentisch.

Musik und Geräusche sind sehr gut und passen klasse zur Story. Dabei kommen alte und neue Musikstücke zum Einsatz. Mehr Musikauswahl tut den Hörspielen hier gut. Das Titellied ist ein klasse Ohrwurm.

Das Cover von Stefanie Wegner wurde dem Buchcover entnommen. Das ganze passt ins CI und zeigt auch eine Szene aus dem Hörspiel.

Fazit: Mit den Sprechern der Drei ??? Filme und den guten Stories mausern sich die Drei ??? Kids zu ernsthafter Konkurrenz zu der ''erwachsenen Serie'' Drei ???. Die leiden im Moment an den schwachen Stories.

Rezension: Drei ??? - 137 - Pfad der Angst

So einfach wickelt man die Jungs doch nicht um den Finger.

Ein mysteriöser Anruf auf dem AB läßt das Detektiv-Herz höher schlagen. Und tatsächlich finden Sie den Anrufer nach einem Rätsel. Und dieser behauptet, dass ihm seine Erfindung abhanden gekommen ist und für die Drei ??? ist es ein Kinderspiel, diese wieder zu beschaffen.
Doch damit fängt der Ärger erst an. Denn sie sind zu Dieben geworden. Natürlich wollen sie die Sache wieder in Ordnung bringen und kommen uralten Verbrechen auf die Spur.

Nach 136 Fällen sollte man die Jungs nicht so einspannen können. Es ist aber für die Geschichte wichtig. Trotzdem bleibt die Story mau und hinter der hervorragenden Folge 136 sichtlich blass.

Uwe Friedrichsen habe ich als Kind geliebt. Als Perry Rhodan war er genial. Nun ist er für ein paar Europa-Hörspiele vor's Microphon zurückgekehrt und hat neben der Rolle bei den Fünf Freunden wieder eine absolut overactete Vorstellung abgegeben. Das ist sehr schade, denn wir alle wissen, dass er das besser kann. Wer unglaublich abgeht ist Christian Rode - der hier den Bruder des Charakters von Uwe Friedrichsen spricht. Unter einer korrekten Regiearbeit wäre das ein Dreamteam.

Die Musik und die Geräusche sind auf typisch hohem Studio Europa-Niveau. Das ist soweit rund.

Das Cover zeigt vermutlich die Arbeit mit der Erfindung, um die sich hier alles dreht. Das ist eine solide Arbeit und passt ins CI der Serie.

Fazit: Hat der Buchverlag Kosmos mal daran gedacht, die Autoren der DiE DR3i zu fragen, ob sie mal für die Drei ??? schreiben. So langsam wird das Zeit.

Rezension: Sherlock Holmes - 44 - Die Bruce Partington Pläne

Die Bruce Partington Pläne sind Im Dienste Ihrer Majestät.

Sherlocks Bruder Mycroft kündigt sich an. Sherlock schwant schlimmes, denn sein Bruder arbeitet für die Regierung und verfügt über ebenslche Fähigkeiten, wie er selbst. Und tatsächlich scheint sich eine Staatskrise anzubahnen, denn ein paar Blätter eines U-Boot-Plans sind verschwunden. Die Suche nach den fehlenden Seiten gestaltet sich schwierig, denn als Täter bieter sich der erste Verdächtige gerade zu an.
Doch Sherlock beisst sich am Fall fest und kann eine erstaunliche Rekonstruktion des Falles präsentieren.

Ein sehr gutes Remake der Geschichte, die es bei den Europa-Veröffentlichungen nur auf eine Kassettenseite geschafft hat.
Die Folge 44 ist erst nach den Folge 45 und 46 erschienen, was vielleicht eine Randnotiz wert ist.

Nils Clausnitzer wieder als Mycroft Holmes zu besetzen und darauf auch zu bestehen war eine gute Wahl. Neben den wie immer perfekt agierenden Christian Rode und Peter Groeger ist er die wichtigste Rolle.

Die Musik und die Geräusche sind gut und aus der Serie bekannt. Sie bilden den passenden Soundrahmen zu Handlung.

Die Coverillustration finde ich gut, vor allem passt sie ins CI der Serie und zeigt eine Szene aus dem Hörspiel.

Fazit: Das Niveau der letzten Holmes-VÖs von Maritim ist höher geworden. Das ist ein Gewinn für den Hörspielfan.

Mittwoch, 7. April 2010

Rezension: Sherlock Holmes - 01 - Das Haus bei den Blutbuchen

Eine klassische Produkion, wie man sie bei einem Sherlock Holmes erwartet. Und das bei einer Produktion aus dem Jahre 2003.

Violet Hunter will die Gouvernantenstelle bei Mr. Rucastle annehmen, der allerdings neben einem hohen Honorar verlangt, dass sie sich das schöne lange Haar abschneidet. Doch komische Dinge passieren auf Villa Blutbuchen: ein Mann taucht auf, der sie zu beobachten scheint. Per Depesche bittet sie Sherlock Holmes´, sich einzuschalten. Er und Watson fahren vor Ort, um Ungeheuerliches aufzuklären.

Über eine Stunde hat Holmes hier Zeit in dem Hörspiel den Fall zu lösen. Bei der Story ist das vielleicht ein bisschen lang.

Tolle Sprecher hat sich Maritim für diese Serie ausgesucht: Christian Rode spricht Sherlock Holmes. Eine sehr prägnante Stimme für diese Rolle. Peter Groeger macht als Watson seine Sache auch sehr gut. Wolf Rahtjen in einer seiner letzten Rolle wirkt dagegen etwas blass, was aber an der Rolle liegen könnte. Kerstin Draeger, die viel zu wenig besetzt wird, kommt dagegen recht gut rüber.

Musikalisch hat man sich Musik ausgesucht, die gut auch aus einem 60er Wallace sein könnte. Dies unterstreicht den Eindruck, das Hörspiel sei in 'schwarz/weiss' gedreht. Geht Euch das nicht auch so: Sherlock Holmes und Edgar Wallace bekomme ich im Kopf aufgrund der alten Filme nicht in bunt hin ;)

Fazit: Wer die alten Holmes mag, wird bei den Neuen ebenfalls nicht enttäuscht. Es ist ein sehr klassisches Strickmuster verwendet worden. Die Story hängt zwischendurch ein wenig durch, was aber mit der 1:1-Umsetzung zu tun hat.