Sonntag, 29. November 2009

Teaser: Hörspiel des Blutes - 01 - Moloch Angst


Produktionen werfen Ihren Schatten voraus. So auch die geplante Serie von Braintone mit dem Namen "Hörspiel des Blutes" nach Clive Barker. Vom ersten Teil "Moloch Angst" gibt es ja schon länger Sprecherlisten und ein gruseliges Cover. Nun hat Karl-Heinz Geissendorf als Regisseur und Produzent einen Video-Teaser bereit gestellt.

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Cooler Spruch und feine Idee für eine Serie aus Einzelhorror-Hörspielen (wie die H.G. Francis Gruselserie, Gruselkabinett, Meteor Horror Serie oder Dreamland Grusel. Ich bin gespannt. Einen Vertrieb gibt es wohl nicht nicht. Interessierte Verlage können sich sicher per Mail melden.

Samstag, 28. November 2009

Rezension: Lady Bedfort - 27 - und der Weihnachtserpresser

Der erste Instrumental-Track ist für Barbara Ratthey - jedenfalls empfinde ich das so.

In Broughton wirbelt ein Erpresser die Weihnachtszeit auf. Vor allem auf Bürgermeister Doman scheint er es abgesehen zu haben. Er verschickt Briefbomben und lässt das Krippenspiel platzen. Aber wieso ist er Lady Bedfort und Inspektor Miller immer einen Schritt voraus...?

Waltraut Habicht hat es nicht leicht. Nicht, dass sie ihre Sache nicht gut macht. Stimmlich steht sie in einem so großen Schatten, in den sie noch reinwachsen muss. Denn ohne Änderung der anderen Stimmen und der Musik, fällt der Vergleich deutlich aus. Das soll aber nicht heissen, dass sie eine schlechte Wahl ist, sondern wie groß Barbara Ratthey gewesen ist.

Hier vielleicht schnell noch ein paar Takte zum Booklet: Darin finden sich je zwei Seiten mit dem Abschied von Frau Ratthey und zur neuen Sprecherin Waltraut Habicht. Das aus einer sehr persönlichen Sicht von Dennis Rohling. Mutig und offen schreibt er über seine Gefühle und Intention der Neubesetzung.
Das Coverbild zeigt ein zerstörtes Weihnachten - sowas hinterläßt hier der böse Jack.

Die restlichen Sprecher machen wie immer eine gute Figur. Detlef Bierstedt hat mir gut gefallen und Stefan Fredrich war in der Rolle des Jacks wirklich böse.

Musik und Geräusche kennt man aus den vorangegangen Folgen der Serie. Man hat versucht mit mehr Hintergrundgeräuschen eine noch dichtere Atmosphäre zu erzeugen.

Fazit: Wenn man bedenkt, dass der Hörplanet hier keine Hauptsprecherin gesucht hat, die Frau Ratthey ähnelt, dann ist die Besetzung gelungen. Ob das beim gro der Zuhörer ankommt, wird man in den nächsten Folgen sehen.

Gewinnspiel: Schrei der Angst T-Shirts

Vom 28.11. bis 14.12.2009 verlosen Marctropolis und Hoerspiele.de fünf exklusive T-Shirts zur Hörspielserie "Schrei der Angst", deren Erstling "Feeder" (Vo: 27.11.2009) auch hier im Blog rezensiert wurde.

exklusiv hier im Blog wird auch die Rückseite des T-Shirts gezeigt. Das findet Ihr nicht mal auf der Hoerspiele.de. Vielleicht noch ein Grund, mitzumachen :-)Ich wünsche allen viel Erfolg und toi toi toi.

Sonntag, 22. November 2009

Rezension: Dorian Hunter - 08 - Kinder des Bösen

Coco Zamis undercover.

Im Internat ''Kollegium Isacaaron'' gehen seltsame Dinge vor. Leher verschwinden und die Schüler zeigen zum Teil böse und dunkle Symptome. Klar, das Dorian Hunter ermittelt und seine Teamkollegin Coco Zamis wird als Lehrerin eingeschmuggelt. Und sie kann auch merkwürdige Dinge beobachten. Doch bei einem nächtlichen Einsatz gerät Kollege Donald 'Don' Chapman in die Fänge der dunklen Familie und sieht sich ein paar Ratten ausgesetzt ...

Eine straighte Folge mit ein paar interessanten Flashbacks. Gut gestrickt wird eine richtig rasante Story draus.

Claudia Urbschat Mingues macht einen guten Job. Thomas Schmuckert könnte demnächst wieder etwas lockerer agieren. Wieder ist es Andreas Mannkopf, der eine klasse Vorstellung abgibt. Er bekommt aber im Moment auch tolle Rollen. Hier ist es der fiese Lehrer Crump.

Die Musik und Geräusche sind das geniale an den Dorian Hunter Hörspielen. Sie ist neben dem roten Faden, der sich durch die Geschichten zieht (Das Schwert), fast das Beste.

Das Cover paßt zum CI der Serie und sieht mächtig düster aus. Damit paßt es 100% zum Inhalt.

Fazit: Dorian Hunter dürfte beim Hörspiel-Award weit vorne sein. Ein perfekte Leistung in einer erstaunlichen Kontinuität. Hut ab!

Rezension: Gruselkabinett - 39 - Der Tempel

Damit treffen Titania genau meinen Nerv.

Das Kapitänslogbuch erzählt eine unglaubliche Geschichte. Das deutsche U-Boot wehrt einen Angriff ab. Dem getöteten Jüngling nimmt der Kapitän eine Elfenbeinfigur ab. Doch dann scheint die Mannschaft vom Pech verfolgt und viele sterben. Auf der Odysee gelangen sie dann an einen unterirdischen Tempel - Atlantis ... ?!

Mysteriös. Beklemment. Besser kann man die Stimmung der Story vermutlich nicht einfangen. Mit dem Hörspiel haben Titania einiges riskiert und haben eine tolle Arbeit abgelegt.

Die Sprecher sind alle genial ausgesucht. Erich Räuker spricht den Kommandanten eindrucksvoll. Dennis Schmidt-Foß ist an seiner Seite ebenfalls stark. Am besten hat mir Andreas Mannkopff gefallen, dessen Charakter zum Ende durchdreht: klasse!

Die ausgesuchte Musik und die Geräusche bilden die beklemmende Atmosphäre. Für mich eines der besten Gruselkabinett-Hörspiele. Dazu passt auch das tolle Cover: handwerklich einwandfreie Leistung und eben eine Szene aus dem Hörspiel

Fazit: Ganz starker Gruselklassiker, der in der Reihe eines der stärksten Hörspiele ist.

Rezension: Sacred 2 - Der Schattenkrieger - 05 - Die Erlösung

Die Kurzhörspiel-Reihe geht zu Ende. Doch anders als erwartet.

Garlan und Leandra sind fast am Ziel. Sie sind auf der Insel, wo sie die große Maschine vermuten. Doch auf Dryan ist auch der Großinquisitor. Als ein gigantischer Kristall auftaucht, der Energie absaugt, geht es in den Kampf. Doch dort warte auch der Großinquisitor, um die Helden zu stellen ...

Am Ende ist es nicht die große Maschine, die im Vordergrund steht. Mehr werden hier die Elemente eines Rollenspiels betont, ohne das die Story an Spannung verliert. Mit einer Hammeranzahl von Stimmen wird hier gearbeitet.

Dabei ist Thomas Fritsch als Garlan gar nicht so steif wie bei den Drei ???. Und Helmut Krauss, bekannt als Erzähler bei den Drei ??? auf der Live-Tour, macht seine Rolle ebenfalls gut. Michael Pan kann doch herlich fies als Großinquisitor sein.

Die Musik und die Geräusche sind gut und stimmen ein wenig wehmütig, dass die Serie nun zu Ende ist. Die Atmosphäre war durchgehend gut.

Das Cover ist gut und zeigt eine Szene aus dem Hörspiel. Die 3D-Grafiken aus Sacred waren da behilflich.

Fazit: Man darf gespannt sein, was Weirdoz nun nach den Sacred-Abenteuern bringt. ''Legend - Hand of God'' könnte noch die geplanten zwei weiteren Folgen vertragen...

Rezension: Sherlock Holmes - 41 - Abbey Grange

Als Sherlock Holmes Lestrades Telegramm liest, ist er Feuer und Flamme. Doch vor Ort meint der Yard-Beamte, dass es alles nicht so wild sei. Nach einer Untersuchung des Tatorts stößt Holmes aber auf Ungereimtheiten.

Holmes übernimmt hier nicht nur die Executive, sondern am Ende sogar die Legislative. Seite Ermittlungen und Beobachtungen führen zu dem überraschenden Ende.

Die Hauptarbeit bei den Sprechern liegt hier bei Christian Rode und Peter Groeger. Sie sind inzwischen ein genial eingespieltes Team. Der Rest wird fast auf Statisten degradiert - vor allem weil da nicht viel passiert.

Musik und Geräusche sind gut und können überzeugend darstellen, dass es ohne weiteres so im Radio laufen kann.

Das Cover ist gut, zeigt es doch eine Momentaufnahme von Holmes Beobachtungen.

Fazit: Guter Holmes-Fall, der hier inszeniert wird. Ein Holmes ist immer ein Hörspiel wert...

Freitag, 20. November 2009

Rezension: Christoph Schwarz - 02 - Die Brocken-Hexen

Christoph Schwarz ist nun selbstständig und hofft auf seinen ersten Fall.

Dieser kommt dann auch und er muss ein Mädchen finden, das am Blocksberg verschwunden ist. Und tatsächlich zahlt sich seine Beharrlichkeit aus, denn er findet die junge Frau schnell. Alles sieht wenig übernatürlich auch.
Doch dann taucht Lilith auf, die Oberhexe - und Christoph Schwarz hat einen Brocken ;-) vor sich.

Die Serie lebt vor allem vom genialen Sascha Rotermund, den viele nun aus der ''Live and Ticking''-Tour der Drei ??? kennen. Zudem weiß sie geschickt einen Kriminalfall mit alter Sagenwelt zu verknüpfen.

Die Produktion ist ambitioniert, aber manchmal fehlt mir etwas die Seele. Sehr steril wird hier lehrbuchhaft ein Drehbuch abgearbeitet. Da fehlt noch der letzte Schliff und das eigene Profil der Serie. Da ist aber massig Potential vorhanden. In der Serie und auch bei der Hörfabrik.

Neben dem sehr gut agierenden Sascha Rotermund ist Stephan Böhme als Pater noch gut. Der Rest des Casts bleibt etwas blass, wobei es nur wenig Stimmen gibt, die sich amateurhaft anhören.

Das Cover ist klasse und ich erkenne ein paar Motive aus dem Hörspiel wieder. Wobei: den Brocken habe ich mir immer anders vorgestellt ...

Fazit: eine gute Story mit einer klassischen Umsetzung, die sicher Freunde finden wird.

Rezension: Dragonbound - 02 - Seeschrecken

Wie geht es denn weiter mit den Drachen ?

Nachdem die Drachen den Konvoi um Lea zerstört haben und sie sich nur mit einer Handvoll Recken retten konnte, nehmen sie eine hilfesuchende Nixe an Board. Doch die wird von Seeschrecken gejagt - das sind im Wasser lebende Dämonen. Welche Ziele verfolgt Lavinia ?

Überraschend, dass bei Dragonbound hier nur am Rande Drachen vorkommen. Da bricht man aus der Story direkt aus. Aber vielleicht ist es ja weniger der rote Faden als erwartet. Der Teaser auf die nächste Folge ''Der Murog'' hört sich auch weniger nach Drachen an.
Überraschend ist auch, wie wenig verniedlicht wird. Mit der Serie möchte man vermutlich doch das ältere Publikum ansprechen.

Die Sprecher sind von Gigaphon gut ausgesucht worden. Neben Bettina Zech, deren unverbrauchte Stimme sich hier als Glücksgriff erweisst, kann vor allem Christian Rudolph überzeugen. Ulrike Stürzbecher weiß die verführerische Nixe ebenfalls gut in Szene zu setzen.

Eine sehr gute Soundkulisse und die Musik-Jungles passen zur rasanten Story, die nicht langweilig wird. Der Titelsong ''Hide'', der als Bonus mit auf der CD ist, hätte für meinen Geschmack auch in die Story fließen können.

Das Cover hat durch die Zweiteilung ein klares CD. Das Gesicht ist immer da und rechts gibt es Motive, die aus dem Hörspiel stammen können.

Fazit: Fantasy bleibt ein wenig Special Interest, aber wenn es so nett gemacht ist, wie hier, dann könnte die Serie ein langfristiger Erfolg werden.

Montag, 16. November 2009

Rezension: Fünf Freunde - 83 - und das Abenteuer im Hundeschlitten

Diese Folge ist sehr vorhersehbar und klischee-belastet.

Anne gewinnt eine Hundeschlittentour. Natürlich freunden sich die Fünf Freunde bei der Buchung mit den Besitzern an und erleben auf dem Hof ein Abenteuer, bei dem es um Entführung und einen Raub geht ...

Die Geschichte ist typisch Fünf Freunde und wird Fans der Serie überzeugen. Durch die seichte Story und die durchsichtigen Charaktere ist das auch was für kleinere Hörspielhörer.

Die Sprecher sind gut, die Nebenrollen etwas einfach besetzt. Die leider verstorbene Autorin Gabriele Hartmann kann man hier in einer Nebenrolle hören.

Musik und Geräusche kennt man schon aus der Serie und sind klassisch eingesetzt. Das Cover passt zum Inhalt und zur Serie.

Fazit: klassisches Fünf Freunde-Abenteuer mit seichter, durchsichtiger Story.

Rezension: Die schwarze Sonne - 09 - Die Herren der Welt

Das kannten schon Frankie goes to Hollywood in ''Rage Hard'': vor dem Climax kommt der Anti-Climax.

Ewen Cameron hat die Chance Rudolf Hess zu untersuchen und erfährt mehr über Vril und die Experimente der Nazis. Dabei dämmert Adam Salton, was es mit der Zeit auf sich hat. Nathaniel ahnt, was vor sich geht und bittet Tesla auf der Weltausstellung um Hilfe.

Verworren? Ja! Und was ist anders zu den Folgen davor? Angedeutet wird wieder viel, wobei Stränge aus anderen Folgen weitergesponnen werden, die wohl in der Folge 10 (Finale), dann aufgeklärt werden. So ein inhaltlicher Sog, wie er hier aufgebaut wird, muss in einem Knall enden. Und damit ist meine Erwartungshaltung klar definiert.

Die Hauptsprecher sind gut in Form. Bei den Nebenrollen hatte ich manchmal das Gefühl, dass es sich um die gleichen Sprecher handelte. Genial hat Helmut Gentsch ist genial als Rudolf Hess. Er muss diesen Charakter studiert haben. Absolut überzeugende Darstellung plus die Portion Wahnsinn, die dieser hat.

Musik und Sounds führen zur inhaltlichen Verwirrung bei. Harte Schnitte sind dabei wichtig. Gefallen hat mir die Horn-Version des Titelthemas.

Das Cover ist einfach und gehört zum CI der Serie. Es zeigt die Erde in zwei Teilen. Nett und passend zur Jenseitsmaschine.

Fazit: Darf ich mich mal selber zitieren ?! ''So ein inhaltlicher Sog, wie er hier aufgebaut wird, muss in einem Knall enden''. Bin gespannt, ob Lausch das halten kann.

Dienstag, 10. November 2009

Eventbericht: 2009-11-06 - Die drei ??? - Live and Ticking

Die Tour ist ein sensationeller Erfolg. Soviel stand schon vorher fest. Fast alle Aufführungen ausverkauft, umgebucht in größere Hallen und seit Jahren haben die Fans darauf gewartet: ein Klassiker auf der Bühne.

Also hatte ich geschaut, wo am Wochenende etwas läuft, was in der Nähe ist. Denn ich wollte mit meiner großen Tochter dahin. Die ist nicht so ein Drei ???-Fan, findet aber die Sprecher gut, vor allem Oliver Rohrbeck hat es ihr angetan. Sie ist ein echter Fan.

Bochum - Ruhrkongress war da die richtige Wahl. Eine tolle Autobahnanbindung und in der Nähe vom Starlight Express. Kannte ich. Leider bin ich zur Zeit etwas fußkrank und so humpelte ich den langen Weg vom Parkhaus bis zur Kasse. Die Schlange davor war nicht lustig....
Drinnen erstmal schnell was gegessen. Currywurst war kein Problem. Aber die Veranstalter hatten Probleme mit dem Nachschub. Sehr zum Ärger der Fans. Viele belagerten auch direkt den Merchandise-Stand. T-Shirt für € 20 und ein Wecker für € 30. Der sah dann nicht mal so aus, wie das Original von Aiga Rasch. Das gibt es auf dem Markt besser!!!

Pünktlich 20 Uhr ging die Vorstellung los. Grandioses Licht, nur die Stimmen. Und dann rutschten Sie mit einer Rutsche auf die Bühne: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich. Sie hatten in den ersten paar Minuten passend farbige Overalls an, die später abgestreift wurden. Vom "seltsamen Wecker" hatte die neue Version nicht mehr allzuviel gemein. Dafür gab es eine Menge Klamauk, Situationskomik und eine Story, die über zwei Stunden Spannung bot. Am habe ich sogar ein wenig Superpapagei entdeckt, als die Drei in die Röhre schauten ...


Licht, Effekte mit der Lichtwand und die musikalische Untermalung von Jan-Peter Pflug (er war schon für den Hörspiel Award nominiert!) haben die Sache perfekt abgerundet. Zusammen mit den Nebensprechern, bei denen vor allem Peter Weis (mit ihm habe ich mal zusammen in einem Hörspiel gesprochen) und Erzähler Helmut Krauss zu loben sind, eine total runde Veranstaltung.

Für den Hardcore-Fan war das ebenso eine gute Veranstaltung wie für den jungen Zuschauer wie meine Tochter. Diese gab es eine ganze Menge. Insgesamt kann ich mir keinen vorstellen, der da enttäuscht nach Hause gefahren ist. Naja, das Parkhaus war total überfüllt und ich habe bestimmt 30 Minuten die anderen Autos mit meiner neuen Carsten Bohns Bandstand - Brandnew Oldies Volume 3 beschallt :-)

Der besondere Clou: am Ende der Vorstellung konnte man auf einen Mitschnitt des Auftritts auf USB-Stick erwerben. Auf dem Stick war der erste Teil bereits drauf, den zweiten konnte man sich dann am Tag drauf runterladen. So hat man eine bleibende Erinnerung an ''seine'' Veranstaltung mit eben den Lachern, die man selber abgelassen hat :-) €20 für den reinen Download fände ich zu teuer, aber mit dem Stick und der feinen Box macht das was her.

Nach dem Erfolg sollte klar sein, dass die Drei ??? irgendwann wieder auf Tour gehen. Nach ''Master of Chess'' und ''Superpapagei'' eignen sich ja noch 38 weitere Folgen für eine Verarbeitung. Ich werde dabei sein!

CU
CHRizzz

Rezension: Caine - 10 - Apocalypso

So, das war es also?! Caine ist tot und Geschichte. Dabei kommen alle noch mal vor.

Torrkan wütet auf der Erde, die Aganoi schicken Ihren Gott und die Kyan'Kor wollen auch eine Invasion starten. Zu allem Überfluss hat die KI von Drake die Selbstzerstörung aktiviert. Da ist der Titel des Hörspiels Programm: Apokalypse ist angesagt.

Das ist wie ein Familientreffen ohne ein Happy End. Jedenfalls nicht für Caine. Doch die bekannten Charaktere haben eine Menge zu tun, um das Schlimmste abzuwenden.

Vielleicht ist es ganz gut, dass Caine hier endet. Die ersten Folgen waren erfrischend anders: schmutzig und hart. Hier endet die Serie mit einem Knall bevor sich die Machart abnutzt.

Kann Thorsten Michaelis besser sein als in Caine. Das bleibt abzuwarten. Eines ist aber klar: hier in der Rolle war er perfekt. Karl Schulz hat als Kilkenny auch eine Menge Spaß verbreitet, trotz dem Zwang in jedem Satz zu fluchen. Martin Sabel konnte als Fiesling wieder überzeugen. Und Wolfgang Bahro ist hier der bessere Martin Semmelrogge.
Enttäuschend war diesmal die Leistung von Hennes Bender. Er klang wie ein Gollum auf Ahoi-Brause. Schade, demontiert ...

Die harte Industrial-Musik prägte die Serie und somit auch diese Folge. Gerade bei Caines 'Abschied' vom Empire State Building merkt man, dass passend geschnitten wurde.

Das Cover vereint alle Caine-Charaktere passend. Ebenfalls wie für's Familienalbum.

Fazit: 10 Teile Caine - die haben Lausch zu Kult werden lassen. Man kann gespannt sein, was sie im Anschluß aus dem Hut zaubern.

Montag, 9. November 2009

Rezension: Baadingoo, die Feriendetektive - 09 - Im Tal der Wikinger

Kein Re-Release - ein neues Abenteuer mit Baadingoo in Schweden.

Endlose Fjorde und Trolle. Timo, Max und Lillie sind wenig begeistert von Schweden. Doch 'Papa' hat eine Survival-Tour für die Drei Feriendetektive (und Monster) geordert. Doch die läuft anders, als sie sich das vorstellen ...

Eine nette Folge, die weniger einen Fall zur Grundlage hat, sondern vielmehr Baadingoo auf dem Trip begleitet. Am Ende kommt dann aber noch der Fall hinzu.

Die Hauptsprecher Patrick Bach, Jennifer Böttcher und Valentin Stilu agieren eigentlich ganz gut. Allerdings merkt man auch, dass es keine Kinderstimmen sind. Gut gefallen hat mir Winfried Glatzeder als Wikinger-Eric.

Musik und Geräusche sind gut und einige Hintergrund-Atmos beim Sprecher kennt man aus den vorangegangenen Folgen.

Zur VÖ hat man sich dann noch für eine nettere Illustration auf dem Cover entschieden. Dennoch ist den Machern ein Fehler unterlaufen. In meinem Inlay war die Trackliste von Folge 11 (und da die dieser Folge). Bei einer zweiten Auflage sollte das behoben werden.

Fazit: Endlich neue Abenteuer der Ferienbande. Und man bleibt in Europa - das ist sympatisch.

Rezension: Baadingoo, die Feriendetektive - 11 - Fluch der Maya

Die Folge 11 bei USM ist ein Re-Release der Folge 4 von EMI. Hier wird 'Papi' übers Ohr gehauen und die Drei Urlaubsdetektive müssen sich ein paar Momente Situationskomik stellen.

Timo, Lillie und Max müssen hier eine Menge kombinieren und beschatten, denn nachdem ein Betrüger Papi mit einer falschen Jaguar-Statue übers Ohr gehauen hat, wollen Sie den Betrüger dingfest machen. Das geht über das Animations-Team, einem Luxus-Dampfer und einem historischen Museum. Am Ende stellen Sie die gesamte Bande.

Wieder eine gute Story und diesmal mit einem guten roten Kombinier-Faden. Besonders gefallen hat mir der Ausflug als mexikanische Band bei Folklore-Abend :)

Die Sprecher sind identisch mit Folge 5 der Serie bei USM. Einige Rollen sind doppelt besetzt - das hatte man in den neuen Serien schon verbessert.

Die beiden Musikstücke - mehr sind es nicht - sind zwar passend eingesetzt, sollten aber lieber mit anderen Stücken variiert werden.

Die CD ist in 13 benannte Tracks unterteilt - ca. 5 Minuten pro Track. So kommt man auch leicht wieder in die Story, wenn man mal 'abgesetzt' hat.

Die Illustration entspricht der ursprünglichen bei EMI, allerdings gibt es nur noch einen Ausschnitt. Der Rest wurde im Drei ???-Style umgestaltet.

Gute gewaltfreie und spannende Unterhaltung für alle, die neben TKKG mal etwas Anderes hören wollen - und gepöpelt wird hier nicht!

Rezension: Nachtmahr - 02 - Das Grauen von Dunwich

Der zweite Teil der neuen Serie ist noch besser als der Opener.

Dr. Morgan verschlägt es ins ländliche Dunwich. Doch anstatt abzuspannen trifft er auf die Whateleys, die ein Geheimnis umgibt. An der Uni vergisst er die Sache wieder doch Wilbur Whateley kreuzt wieder seinen Weg. Er will das Necronomicon studieren und ihm ist jedes Mittel recht. Was steckt hinter dem Geheimnis ? Doch dann bringt das Grauen in Dunwich aus ...

Selbst beim Rezension-Schreiben bekomme ich wieder eine Gänsehaut. Die Novelle von H.P. Lovecraft ist so düster umgesetzt, dass es Szenen gibt, die ich wirklich extrem gruselig fand. Natürlich geht es wieder um die großen Alten und die düstere Welt, aus der sie kommen.

Jürgen Thormann, der im letzten Nachtmahr-Hörspiel eine Nebenrolle hatte, kann hier als Professor aufdrehen. Aber er bleibt blass hinter der tollen Sprechweise von Thomas Arnold.

Die ausgesuchte Musik und die Geräusche sind gut und verdichten sich im abgedunkelten Haus des Professors.

Extra-Punkte gibt es für die Ausstattung. Zwar ist es eine normale CD mit einem normalen Booklet, aber die Aufmachung kann man nur als Liebevoll bezeichnen. Die Sprecher sind alle mit Fotos in ein Raumkonzept eingebunden. Dazu gibt es als Einleger eine kleine Landkarte von Dunwich. Da hat man sich was bei gedacht und sehr gut umgesetzt.

Fazit: Hut ab für den Start der Serie mit zwei unterschiedlichen Folgen, die beide auf Ihre Art faszinieren. Im Dezember 2009 wird der Vertrieb Audiopool weitere Folgen ankündigen. Man darf gespannt sein!

Rezension: Carsten Bohns Bandstand - 03 - Brandnew Oldies Vol. 03

Auch die BNO3, wie die Fans sie nennen, ist wieder eine Offenbarung. Man merkt aber sehr deutlich, wie aus dem Versuch, die alten Klassiker 1:1 einzuspielen, man nun zu einer Form gekommen ist, die reifer ist und die zweifellos begnadeten Künstler die Chance gibt, sich ein wenig auszutoben.

Trotzdem bleibt das Flair der Hörspiel-Klassiker erhalten. So hat man in der Regel nach den ersten 10 Sekunden die geliebten Hörspiele im Kopf, sei es nun Drei ???, TKKG oder Fünf Freunde auf dem Leuchtturm. Danke, Carsten, schon mal dafür.

Und kommen die Stücke an die Originale ran? Na, dann mal reingehört in ''European Influenca'' (assoziiere ich mit TKKG). Da könnte man meinen, man hätte das Original vor sich. Meine Hochachtung - der Klavierlauf ist fast original und das kann nur ein wahrer Könner. Zwar nicht mein Favorit, aber eine klasse Version.

Natürlich gibt es auch einen Hidden Track - wie immer :-) Einen Jam, der über 15 Minuten geht und den Spaß der Musiker an den Stücken zeigt.

Simon Römer gibt hier auch dem dritten Teil sein Gesicht. Wiedererkennungswert ist garantiert. Er schafft es immer wieder die vergangene Zeit mit einzubauen, hier im besonderen der Remix-Platte. Und er hat auch den hidden Track eingebaut. Wenn man genau sicht, sieht man es.

Fazit: Ist es zu früh eine BNO4 zu fordern? Wohl nicht! Zum Release-Konzert fliege ich gerne wieder ein. Die Konzerte 2004 und 2009 waren genial. Und die vorliegende CD sollte Carsten Bohn ermahnen, nicht so lange Bühnen-Abstinent zu bleiben.

Rezension: Die Wolf-Gäng - 02 - Ein finsteres Geheimnis

Nach der Einführungsfolge geht es nun richtig los. Aber man benötigt viel Fantasie, um mit Wolfgang Hohlbeins Story mitzuhalten.

Wolf wird entführt, dabei sollte Vlad das Opfer sein. Geisterjäger wurden nach Crailsfelden gelockt, da die Schweinebande einen Zauber entfacht hat, um sich vor dem Hausarrest zu drücken. Nun steckt Wolf ganz schön in der Klemme, denn seine Gegener sind stark ...

Die Story ist nett, wenn auch zum Teil ein wenig krude. Ich habe es beim ersten Mal nicht geschafft, mir die Dimentionen unter der Eis-Diele zu verdeutlichen. Wer Wolf und Vlad ist, wird auch in einer Szene nicht klar. Doofes Wahrheitsserum. Ihr seht schon, zum Nebenbei-Hören ist das nichts.

Die jungen Sprecher finde ich gut; aber mir liegt bei der Promo kein Inlay mit Sprechernamen vor. Helmut Krauss als Erzähler ist super und auch Regisseur Oliver Rohrbeck hat sich in die Story eingebaut.

Den Score von Carsten Wilhelm und den Gothic-Titel von Eisblume finde ich stimmig. Letzterer rockt wirklich gut.

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Hörspiel und ist in einem Comic-Style, der mir gefällt.

Fazit: Genauso gut wie Folge 1. Eine Serie, die man im Auge behalten muss!

Rezension: Die Wolf-Gäng - 01 - Das Haus der Geister

Vlad ist nicht begeistert: ein neues, antikes Zuhause, eine doofe Schule und dazu zwar ein paar neue Freunde, aber ebensoviele Feinde. Wieso mussten seine Eltern mit ihm nach Crailsfelden ziehen. Aber nach dem Hörspiel wissen wir: dafür gibt es eine einfache Erklärung...

Eine neue Serie, von der ich im Moment nur eine Promo habe. Daher kann ich nicht die Sprecher genau nennen. Erkannt habe ich aber, dass man mit Helmut Krauss einen klasse Erzähler gefunden hat. Er ist ja auch bei den Drei ??? ''Live and Ticking'' mit dabei. Ebenso sind David Nathan und Christian Rode als bekannte Sprecher mit dabei.

Die Story ist gut und rasant und es kommt klar heraus, dass es sich hier um eine Einführungsfolge handelt. Wieso es zum Namen ''Wolg-Gäng'' kommt (und warum die Serie nicht Schweinebacken-Bande heisst), steht im Vordergrund.

Dirk Wilhelm, den ich für einen insgesamt guten Hörspiel-Musiker halte, hat den Score zur Serie beigetragen. Der bekannte Act Eisblume steuerte den Gothic-Titelsong bei.

Die Titelillustration ist gut, weil sie eine Szene aus dem Hörspiel darstellt. Der ganze Style der Serie passt zur Handlung und Musik etc. Rundrum ein gelungenes Konzept.

Fazit: Dieses Jahr ist ein gutes Hörspiel-Jahr für Jugendserien. Und hier kommt eine, die in die Gruselecke geht.

Eventbericht: 2009-10-31 - Hörspielmusik-Konzert von Carsten Bohn

Carsten Bohn ist eine Legende. Er steht für viele für die gute alte Zeit der Drei ??? und H.G. Francis-Gruselhörspiele (uvm.). Und er ist - wie seine Bandstand - ein begnadeter Musiker. Und doch ist er ''Special Interesst''. Seinen Konzerten folgt immer nur ein harter Kern von Fans, die sich zum Teil in akribischer Kleinarbeit die Soundschnipsel zu ganzen Songs zusammengebaut haben.

Aber jeder sollte ihn mal Live erlebt haben!

Für 200 Fans ging dieses Erlebnis am 31.10.2009 wieder in Erfüllung. Zum Zweiten Mal trat Carsten Bohn mit über 20 Songs im Delphi-Palast unweit der Hamburger Schanze auf. Nach 2004 eben das zweite Mal. Und hoffentlich nicht das letzte Mal. Fans kamen von weit her angereist. Mit einem aus Nürnberg habe ich gesprochen. Carsten Bohn war platt und sagte im Anschluss an das Konzert nur: ''die Fans sind so weit gereist - da musste ich einfach lange spielen''. Und so gab es knappe 3 Stunden Musik, die chillig, tanzbar und mitreissend war:


Miles smiles ahead
Any more questions
Belin sequence
Flaggio let me be like I am (part 1) mit Anfang auf Akustik Gitarre
Kurabaya sunset
Notlandung in Bali
Release theme
Another one of those ups & downs mit Anfang auf Akustik Gitarre
Minor majority
Soundtrack
Pitty Mrs Pretty
Theme for more or less musicians
Areacode 212
Watchout on purpose
China beware the beauty
Eva´s Decision Pt. 1-3
Gitarrero Comedown Pt. 1-3
S.O.B. (same old bullshit)
Kinda sad and sometimes too
European Influenca
Slap, Clap, Trap, Say Bye Bye
Simple Rhythm Part 1-3
Brandnew Oldie
Grace for all of a few
Die Arnoldskinder reißen aus (Part 1)
The Lonely Monk
Transfer Please

Die Musiker neben Carsten Bohn (Drums) waren George Kochbeck (E-piano/Keys), Bernd Schultze (E-piano/Keys), Frank Fischer (Bass) , Frank Stehle (Gitarre) , Carola Kretschmer (Gitarre), Corinna Ludzuweit (Percussion) und Joram Bejarano (Bass, special Guest bei drei Stücken).

Krankheitsbedingt habe ich mir das Konzert vom Mischpult aus angesehen und von der Totalen sah man genau, wieviel Spaß den Musikern der Auftritt gemacht hat. Die gespielten Versionen werden hoffentlich irgendwann veröffentlicht.

Was mich ein wenig verwundert hat, ist das von dem Auftritt der Drei ??? ''Live and Ticking'' in Hamburg kaum jemand den Sprung in das Konzert geschafft hat, obwohl ein kostenloser Shuttle-Transfer bereit gestanden hat. Das wäre sicher der perfekte Abschluss des Abends geworden. Aber vielleicht liegt es daran, dass die Masse eher zu den Sprechern geht. Dabei gehört Carsten Bohn zu den Drei ??? wie Aiga Rasch - jedenfalls wenn man nach dem aktuellen Drei ??? Hörspiel-Buch geht.

Ich werde auch beim nächsten CeeBee-Konzert dabei sein. Die Zwischenzeit muss man sich dann mit der ''Brandnew Oldies 3'' verkürzen.

CU
CHRizzz

Freitag, 6. November 2009

Rezension: Dreamland Action - 01 - Genetic Code

Es gibt Dinge, die muss man sofort mal hören. Und Regisseur Thomas Birker schafft es hier wie bei seiner Gruselserie, eine Hommage an die 80er zu machen.

Agent Smith und Agent Anderson sind ein eingespieltes Team. Sie werden zu einer Untersuchung hinzugezogen, die eigentlich nicht ihr Ressort ist: ein ''normales'' Massaker. Die Brutalität und Grausamkeit ist allerdings außergewöhnlich. Und so jagen die beiden den Täter. Doch so ''normal'' wie es scheint, ist der Fall dann doch nicht ...

Die Vorstellung der Haupt-Charaktere fällt kurz, aber amüsant aus. Klar werden schnell Parallelen zu Larry Brent deutlich, vor allem, wenn man Eckrollen gleich oder ähnlich besetzt. Hier ist es ein Team - auch das ist sympatisch.
Das alles nicht so ''normal'' ist, wie es scheint, bleibt länger im Unklaren. Vielleicht zum Vorteil der Story, der streckenweise ein anderes Timing gut getan hätte.

Die Sprecher sind klasse ausgesucht: Rainer Schmitt als Larry ... Smith, Heidi Schaffrath als Agent Nina Anderson und Wolfgang Rüter als Erzähler. Ebenfalls mit dabei: Martin Kessler, Tilo Schmitz, K. Dieter Klebsch und Dorette Hugo.

Die Musik von Tom Steinbrecher, die zum Teil mehr als Stark an Carsten Bohn angelehnt ist, kennt man auch aus der Dreamland Gruselserie. Sie kommt natürlich auch hier gut. Ein paar neue Stücke kommen von Andreas Max, die ebenfalls gut passen.
Ewähnenswert ist auch die Titelmelodie. Wie auch das Vorbild ''Larry Brent'' benutzt man hier den Codo-Song von Anette Humpe als Grundlage. Das passt ist Bild :-)

Die Geräusche sind ebenfalls gut.

Ein gutes, gerendertes Cover ziert die erste Folge. Ich bin gespannt, wie weitere Fälle der F.A.T.C.-Agenten aussehen. Das Motiv ist auch auf dem CD-Label mehrfarbig zu sehen. Dagegen sieht die Rückseite fast billig aus mit einem schiefen Text auf s/w. Das hätte man vereinheitlichen können. Aber solange der Inhalt gut ist ...

Fazit: Dreamland ist das ''Back to the Roots''-Label. Und hier schafft man das wieder. Klassische Larry Brent-Fans kommen auf ihre Kosten, auch mit einer modernen Story.

Rezension: Nachtmahr - 01 - Der Skarabäus

Mein Gott - brauchen wir noch weitere Gruselserien?
Antwort: ja, wenn sie wie hier exellent gemacht sind!

Paul Lessington hat ein dunkles Geheimnis. Er hat in seiner Jugend eine ägyptische Hohepriesterin zur Strecke gebracht. Allerdings nicht endgültig. Und so taucht sie in London auf, um sich ihren Skarabäus zurück zu holen...

Die ersten Hörspiele des Wolpertinger Verlags habe ich mit Spannung erwartet. Die Stoffe klangen spannend und die ersten Sprecherankündigungen waren ebenfalls viel versprechend. Herausgekommen sind atmosphärisch dichte, klassische Hörstücke, die der Gruselfan hören will.

Hans Peter Hallwachs kennt man von so vielen schönen Radioproduktionen, dass sein Einsatz hier als Erzähler ideal ist. Franziska Pigulla spricht mit ihrer außergewöhnlichen Stimme die Hohepristerin toll. Bernd Rumpf und Wolfgang Koch haben ebenfalls überzeugt.

Die Musik ist gut, aber noch besser sind die Geräusche, die eine dichte Atmosphäre erzeugen.

Das Titelbild ist eher iene Fliege aber als Eyecatcher gut. Die Sprecherdarstellung im Inlay als Art Galerie ist ebenfalls eine gute Idee, aufgelockert auf mehrere Seiten. Hinzu kommt eine Stadtkarte, auf der man die verschiedenen Orte des Hörspiels suchen kann, die als Sheet mit im Hörspiel beiliegt.

Fazit: Klasse Start in eine weitere Klassiker-Gruselserie. Ich hoffe, dass man von Wolpertinger noch viel hört.

Dienstag, 3. November 2009

Rezension: Sherlock Holmes - 40 - Der goldene Kneifer

Wer hat Mr. Smith ermordet? Lestrade findet kein Motiv und keinenVerdächtigen. Es ist so aussichtslos, dass er Sherlock Holmes zu Rate ziehen muss. Er und Watson stellen die richtigen Fragen und finden im Mikrokosmos des Hauses von Professor Coram eine überraschende Lösung.

Auch kein schlechter Fall, wobei die überraschende Auflösung dann doch ein wenig spät kommt. Das Tempo ist in Ordnung.

Christian Rode und Peter Groeger sind als Sherlock Holmes und Dr. Watson nun so ein eingespieltes Team - es macht einfach immer wieder Spaß den beiden zuzuhören. Dazu noch Eckard Dux, Volker Brandt, Reent Reins und der wunderbare Peter Weis...

Die Musik kennt man nun aus diversen Folgen und sie hat Wiedererkennungswert. Sie paßt aber auch nur zu gut. Das Cover zeigt natürlich den Titel-Kneifer und damit eine Szene aus dem Hörspiel.

Fazit: Ein Sherlock Holmes ist immer ein Hörspiel wert. Auch hier solide Krimi-Kost von maritim.

Rezension: Geister-Shocker - 04 - Der Hexenjäger

Vom Style her ist dies sicher die anschaulichste Gruselserie.

Privatdetektiv Cliffort Sharp wird gebeten den bestialischen Mord an der Freundin eines Clienten aufzuklären. Doch dass es sich um Übernatürliches handelt, das wird im zu spät klar. Denn da ist er schon in der Höhle des Löwen - einem Mann, der als Hexenjäger ein falsches Spiel treibt ...

Dieses in sich abgeschlossene Hörspiel hat alles, was man sich als klassischer Gruselhörer wünscht: einen Helden, einen schrecklichen Schurken und eine Menge Action und Thrill. Der Spannungsbogen hätte noch ein wenig besser sein können - trotzdem ist es vermutlich das beste Geister-Schocker-Hörspiel bis jetzt.

Udo Schenk endlich in einer Geisterjäger-Hauptrolle zu hören, empfand ich als glänzend. Mit dabei auch der hervorragende Reent Reins, Thomas Danneberg, Till Hagen uvm.. Sehr hochkarätig besetzt.

Die Musik und die Geräusche sind gut. Das Cover spitze, obwohl es einen unsagbaren 80er-Flair hat.

Fazit: Gruselserien-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten.

Rezension: Der kleine rote Elefant - 01 - Das Abenteuer mit den Pfadfindern


Mein Schwiegervater ist Pfadfinder und wäre stolz auf den Elefanten. Denn der hilft zusammen mit Vogel Pieps am Anfang der Ferien einer Pfadfindertruppe zurück in die Stadt. Dabei lernen die Kids was und es wird gesungen!

Konzipiert auch für die kleinsten Hörspielfans wurde hier ein weiterer sprechender Elefant ins Rennen geschickt. Sympatisch und immer mit einem guten Spruch auf den Lippen hilft er den Pfadfinderkindern aus der Klemme. Die eingestreuten Songs gehen ins Ohr.

Das Cover des Werbehörspiels zeigt eine Szene aus dem Hörspiel. Leider fehlen im Inlay die Angaben zu den Sprechern. Da sind wirklich ein paar gute Kinderstimmen dabei. Die hätten hier eine Erwähnung verdient.

Fazit: Überraschend gute Produktion. Und das als Werbehörspiel ohne permanent darauf hinzuweisen, dass Elefanten-Schuhe wirklich das beste für Babyfüße ist. Die CD liegt für € 3,95 bei Deichmann aus. Jüngere Fans sollten beim Schuhekaufen Mami auf jeden Fall fragen, ob es das Budget her gibt!

Rezension: Sherlock Holmes - 39 - Die Thor-Brücke


Grace Dunbar ist unschuldig. Davon ist einer der reichsten Männer - Neil Gibson - überzeugt. Doch liegt es daran, dass sie seine Geliebte war/ist ?! Sherlock Holmes glaubt an die Unschuld der jungen Frau und muss ein heimtückisches Verbrechen rekonstruieren.

In den hohen Nummern der Serie noch einen so guten Kriminalfall zu finden, hätte ich kaum geglaubt. Zudem beweisen Peter Groeger und Christian Rode als Watson und Holmes wieder einmal, wie genial sie zu einander passen.

Die ausgesuchte Musik und die guten Geräusche machen das Hörspiel zu einem Vergnügen, das man auch gut im Radio spielen kann.

Das Cover von Simon Römer verdeutlicht, dass der Künstler den Inhalt kannte. Das wirkt sich positiv auf den Eindruck aus.

Fazit: Spannender Fall mit wirklich überzeugenden Sprechern. Davon höre ich mir gerne noch mehr an.

Rezension: Gruselkabinett - 37 - Das Bildnis des Dorian Gray (Teil 2)


Nach dem ersten, etwas schwächeren, Teil, kann sich der zweite Teil steigern.

Dorian Gray zerstört in seiner Naivität das Leben seiner Angebeteten Sibyl Wayne. Den Mord zu vertuschen scheint seinen Freunden das Wichtigste. Damit machen sie aus dem naiven Dorian Gray aber den grausamen Jüngling, der fortan Böse ist. Und das schlägt sich auf dem Portrait wieder ...

Die Geschichte steigert sich und vor allem David Turba ist es zu verdanken, dass die Geschichte spannend bleibt. Er vermischt die ''alte Sprache'' mit zurückhaltendem Temperament. Neben ihm sind Tom Vogt und Erzähler Hasso Zorn lobenswert zu erwähnen.

Die ausgesuchte Musik und die Geräusche sind gut. Die Atmosphäre bleibt aber hinter dem sonst so guten Hörspielen der Serie zurück.

Das Cover ist nun nicht mehr die Malszene, sondern das aufgehängte Portrait. Die handwerkliche Leistung von Firuz Askin ist wieder super. Wenn Titania den nicht hätte ...

Fazit: Ich habe einige Anläufe benötigt, den zweiten Teil zu hören. Ich freue mich aber auf weitere spannende Folgen der Serie.

Montag, 2. November 2009

Rezension: Jack Slaughter - 08 - Das Heer der Finsternis


Professor Doom ist aus dem Urlaub zurück und eigentlich gut gelaunt. Bis ihm der Poltergeist Victoria Osborne den Kaffee zerhagelt. Seine Bemühungen, sie mit H.A.S.S. zu Satan zu schicken, mißglücken und Jack Slaughter muss sich den 1000 Krähen in den Weg stellen. Dabei hilft ihm ganz Jacksonville ...

Inhaltlich hätte das eine der besten Folgen werden können. Der Inhalt ist ansprechend. Aber leider krankt das Hörspiel an Wiederholungen von Schauplätzen und Hauptpersonen.

K. Dieter Klebsch ist wieder voll in seinem Element. Professor Doom kann man nicht besser umsetzen. Marianne Groß nervt gut als Potergeist, aber besser noch als 1000fache Krähe.

Die Musik von Andy Matern ist gut, die Atmosphäre profitiert davon und von den guten Geräuschen. Das Cover ist wiedermal genial. Der Eyecatcher paßt zum Inhalt der Serie.

Fazit: Gelegentliches Schmunzeln reicht bei dieser Comedy-Serie nicht aus. Die Story ist sehr gut, aber am Stil kann man noch was drauflegen.

Rezension: Jack Slaughter - 07 - Dr. Jekyll und Mrs. Hyde


Jacks Weggefährtin, Kim Novak, bekommt in ihrem Fitnesswahn ein Gebräu ab, dass sie zur Tussi mutieren lässt. Das hat weniger mit dem Bösen zu tun, aber die Gefahr ist trotzdem groß. Wer steckt hinter diesem Angriff ...

LPL produziert hier die vielleicht interessanteste Comedy-Horror-Serie. Doch auch hier muss man wie bei Offenbarung 23 aufpassen: die Hauptorte und Akteure werden mit immer den gleichen Phrasen vorgestellt. Das ist gut, wenn einer die Serie noch nicht kennt, aber schlecht, wenn man es nach der dritten Wiederholung mitbeten kann. Daran muss gearbeitet werden.

Die Story ist gut und Arianne Borbach, die das Bikini-Model und Wissenschaftlerin sonst überzeugend spricht, macht hier auch als Tussi eine gute Figur.

Die Musik aus der Feder von Andy Matern finde ich sehr gut und das wirkt sich auch positiv auf die Atmosphäre aus.

Das Cover ist sicher das Highlight der Serie und passt perfekt zum Hörspiel.

Fazit: Eine der besten Folgen der Serie. Bleibt zu hoffen, dass es so weitergehen kann.

Rezension: E.T.A. Hoffmann - 01 - Nußknacker und Mausekönig


Ein Gruselklassiker aus der Romantik ist das E.T.A. Hoffmann-Märchen sicher. Allerdings hat man sich in der Inszenierung zu Lasten der Unterhaltung an die Sprache der Zeit gehalten.

Die Vermischung von Phansatie und Wahrheit sind gut und die Sprecher engagiert. Ich habe aber mehrere Anläufe gebraucht, um das Hörspiel zu Ende zu hören.

Die Kinderstimmen sind gut gewählt, allerdings fehlt Ihnen die Routine. Daneben heben sich so fantastische Sprecher wie David Nathan, Michael Pan und Detlef Bierstedt natürlich um so deutlicher ab.

Die musikalische Untermalung und die Geräusche sind gut. Das Cover von Timo Würz ebenfalls, vor allem, weil es zum Inhalt passt.

Fazit: Für mich ein schwacher Start in die Serie, auch wenn mit einem Klassiker, der bislang nicht als Hörspiel verton wurde.

Rezension: Pater Brown - 21 - Das Märchen des Pater Brown


Flambeau bekommt von Pater Brown eine Geschichte aus Deutschland erzählt. Ein Fürst stirbt unter mysteriösen Umständen. Der Pater gibt Flambeau dann auch gleich seine mögliche Aufklärung des ''Märchens'' mit ...

Mir selber hat das Hörspiel nicht so zugesagt. Ich hatte den Titel immer im Kopf und so ist mir die schlußendliche Auflösung dann auch klar gewesen.
Technisch allerdings kann ich keine Schwächen zu anderen Pater Brown-Hörspielen erkennen.

Volker Brandt ist als Pater Brown sicher eine sehr gut Besetzung. Aber Edgar Bessen stellt ihn da einfach in den Schatten. Seine Darstellung des Machthungrigen Fürsten ist genial.

Die Atmosphäre und die Musik sind gut. Die Geräusche ebenfalls. Das Cover zeigt Heinz Rühmann in seiner Paraderolle.

Fazit: Für die Fans von Pater Brown ist auch diese Folge keine Enttäuschung. Kurze Krimi-Unterhaltung.

Rezension: Team Undercover - 02 - Das Rätsel der Halskette


Diesmal ist das Team Undercover (Freddy, Anne und Nick) hinter dem Geheimnis einer Halskette mit einem Kreuz daran her. Haben die Brunners und damit ihr Erzfeind Torben etwas damit zu tun. Sie müssen sich jedes Puzzleteil des Rätsels hart ermitteln. Daoch am Ende können Sie erstaunliches herausfinden...

So wie die Serie in Folge 1 begonnen hat, so geht es in Folge 2 weiter. Eine freche neue Serie, die in Deutschland spielt und mit der man sich identifizieren kann. Die besondere Stärke liegt in den Stories.

Die gute Produktion wird streckenweise ein wenig steril. Hier hätten noch mehr Hintergrundgeräusche gut getan. Die Hauptsprecher agieren gut, Martin Sabel gänzt erneut durch seine gute Erzähl-Leistung.

Das Cover paßt super zum Hörspiel und die Lupe gehört zum CI der Serie. Auch das Layout / Inlay ist ansprechend - da kann sich so manche etablierte Serie eine Scheibe abschneiden.

Fazit: Es bleibt zu hoffen, dass der Handel die CDs rausstellt - schließlich haben wir es hier mit einer lupenreinen Jugendhörspiel-Serie zu tun. Eine, der auch auf den zweiten Blick interessant ist.